MONTENEGRO – KATHOLIKEN UND DIASPORA

(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)

(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)

(Foto Fantur: Die „Moschee der Seefahrer“ in der Altstadt Ulcinj in Montenegro wurde 2012 neu errichtet und eingeweiht.)
Nach dem Gebetsruf des Muezzin versammelten sich einige Männer zum Gebet in der „Moschee der Seefahrer“ („Đamija Pomaraca“, „Xhamia Detarëve“, „Sailors Mosque“). Sie ist ein bedeutender Teil der Altstadt von Ulcinj in Montenegro. Ulcinj liegt in unmittelbarer Nähe zur albanischen Grenze. Die Küstenmoschee in der Altstadt von Ulcinj diente jahrhundertelang den Seeleuten als Gebetshaus und das Minarett als Leuchtturm.

(Foto Fantur: Kirche des hl. Nikolaus, die bedeutendste serbisch-orthodoxe Kirche in der Altstadt von Kotor, Montenegro)

(Foto Fantur: Kolašin in Montenegro weist andere Wege)

(Foto Oman: in der Ruhe liegt die Kraft auch für eine Katze)
Das Vorurteil über die Montenegriner lautet, dass sie zur Faulheit neigen. Sie wirken besonnen, nach außen langsam und relaxt. Dieser Lebensstil kann leicht verwirren.
Montenegro (Crna Gora), die Republik an der südöstlichen Adriaküste, lädt abseits vom Trubel des Tourismus mit geschichtsträchtigen Bauten, bewundernswerter Architektur und einer herrlichen Landschaft zum Verweilen ein.

(Foto Fantur: die montenegrinische Stadt Perast mit den zwei kleinen Inseln)

(Foto Fantur: Bruno Voigt’s Bild „Am Hakenkreuz“, 1934 im Museum Kunst der Verlorenen Generation, Salzburg)

Vom Haufen Angebot ……….

………. zum Müllberg (Foto: Fantur)

(mit ChatGPT generiertes Foto Fantur: von der Sucht getriebene Marionette auf dem Gipfel)

(Foto Fantur: zeitlebens wird viel Unterholz gesammelt, der aber dem Ökosystem auch dienlich sein kann)

(Foto Fantur: mit dem kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel)
Der Weg ist das Ziel. Der Bergpfad setzt aber die kleinen Schritte voraus. Dann wird der Weg bedächtig, jeder Schritt wird überlegt. Jeder Stein wird gesehen. Folglich können auch Stolpersteine, die Gefahren in sich bergen und den Weg-Gang ermüden, mit Vorsicht überstiegen werden. Der Weg der kleinen Schritte auf einem Bergpfad ermöglicht, dass am Wegesrand Preiselbeeren, die bärtige Glockenblume und der Schwalbenschwanz bewundert werden können.

(Foto Fantur: das KREUZ inmitten von ALPHA und OMEGA in der Kirche Sant‘ Apollinare in Classe in Ravenna)
„Das ist für mich ein Alpha und ein Omega!“ Dies sagt man, wenn man ausdrücken möchte, dass für mich etwas wichtig und unerlässlich ist. Der wesentliche Kern in meinem Leben ist meine Grundlage und zugleich meine Lebensbegleitung. Zudem vermittelt es mir Sinn und Sicherheit. Erst dieser Rahmen ermöglicht mir auch die Geborgenheit.

(Foto N. Metschina: Das menschliche Auge hat den Ausblick, den Durchblick und den Einblick)
Die Augen sind die Fenster der Seele, betont die deutsche Mystikerin Hildegard von Bingen. Somit umfasst ein Augen–Fenster den Ausblick und ermöglicht den Durchblick und den Einblick.


(Foto C. Oman, das „Auge Gottes“ am Erker des Giebels des barocken Bürgerhaus in der Freistadt Rust, Burgenland)
Das „Auge Gottes“ ist insbesondere im Barock und Rokoko ein beliebtes Motiv in der christlichen Kunst. Sieht dabei ein „Gottes Auge“ alles? Übernimmt es zudem einen Überwachungsstatus? Sind folglich die Menschen nur Marionetten? Bösartig formuliert: herrscht Gott aus dem Blickwinkel eines Diktators? Bestimmt er vorausgehend die Lebensabläufe?


(Fotos Fantur: die Außenansicht der Frühchristlichen Basilika Sant’Apollinare in Classe, Ravenna, Italia)
Die Frühchristlichen Basilika, der erste Kirchenbaustil (4. – 7. Jahrhundert), begleitet den Gläubigen symbolisch vom irdisch begrenzten Leben (Westportal) zur aufgehenden Sonne, dem Ort der Auferstehung, im Osten.

(Foto Fantur: Friedenstauben für den Verstorbenen – ein Teil des Mosaiks im Mausoleum der Galla Placidia, Ravenna, Italia)
40 Tage regnete es und die Sintflut hinterließ eine Spur der Verwüstung. Demzufolge breitete sich das Wasser in Sekundenschnelle aus und erstickte alles Lebenswerte. Es ist so, wie mit einem geworfenen Stein, der im Wasser immer weitere Kreise zieht. Ebenso verhält es sich auch mit der Gewalt und dem Bösen.

(Foto Fantur: Symbole „Glaube, Hoffnung, Liebe“ am Kirchturm der Hundertwasserkirche Bärnbach, Steiermark)

(Foto Fantur: Herzliche Blumengrüße zum rosigen Muttertag)
„Zum Muttertag schenke ich dir eine Rose als Zeichen meiner Liebe und Zuneigung.“ Die Liebe, die sich gern mit Herzen ausdrückt, ist ein sehr starkes Gefühl. Sie bringt eine einmalige und außergewöhnliche Zuneigung zum Ausdruck.

(Foto Fantur: zünd an dein Licht)

(Foto Fantur: das Kreuz – ein Pendel zwischen Angst und Hoffnung)
Das Kreuz erinnert an die Hinrichtung des Religionsstifters Jesus von Nazareth. Die Ausrichtung des Kreuzes birgt Symbolkräfte. So drückt der Längsbalken die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott bzw. zwischen dem Irdischen und dem Jenseitigen aus. Im Gegensatz dazu steht der Querbalken für die zwischenmenschlichen Beziehungen genauso, wie die offenen Arme zum Willkommensgruß. Der Mittelpunkt des Kreuzes, wo sich die horizontale und die vertikale Ebene begegnen, ist das tragende, ausgleichende und verbindende Element beider Ebenen. Da vereinen sich das Diesseits und das Jenseits.

(Foto Fantur: das Ei ist ein typisches österliches Auferstehungssymbol)

(Foto Fantur: Grablegung Jesu, Fresko im Eingangsbereich der Grabeskirche in Jerusalem)
Der Tod hinterlässt eine langen Schatten. Die einen scheren aus, andere suchen nach Auswegen und leben von Erinnerungen, wieder andere halten Ausschau nach existenziellen Lichtimpulsen und Hoffen auf ein Kerzenlicht, das niemals erlischt.

(Foto Fantur: Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt, am Kalvarienberg in Eisenstadt)

(Foto Fantur: Michelangelos Pietà im Petersdom in Rom)
Der traurigste Moment und der Tiefpunkt im Leben passieren, wenn eine Mutter den Tod ihres Kindes betrauern muss. Dies drückt sich in der Sakralkunst in der Darstellung der Pietà aus. Da wird Maria mit ihrem toten Sohn in den Armen gezeigt und es erfolgt die letzte zärtliche Berührung Marias.

(Foto Fantur: Hans Pleydenwurff, 1420-1472, Hofer Altar, Kreuzigung Christi, Alte Pinakothek München)
Ein Opfertod „verjährt“ nicht und ist nicht vergeblich. Er hat viele Gesichter und verändert die Gesellschaft.

(Foto Fantur: der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

(Foto Fantur: der katholische Altar der Annagelung am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

(Foto Fantur: freigelegter Golgotafelsen in der Grabeskirche in Jerusalem, Israel)
Nagel um Nagel
Schlag um Schlag
Schmerz um Schmerz
Wunde um Wunde
Eingeschlagen ins Kreuz

(Foto Fantur: X. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach / Loče am Faaker See / Baško jezero)
„Ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben. … Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Mt 25, 43.45) Dies ist ein Ausschnitt aus dem Gleichnis des Weltgerichts. Diese Aussage drückt ein Richtmaß für das Leben aus und stellt eine Messlatte für das Leben danach dar.

(Foto Fantur: IX. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach am Faaker See / Loče ob Baškem jezeru)

(Foto Fantur: geknicktes Kreuz im Naturschutzgebiet Dragositschach / Dragožiče)
Meine Würde
verdreht ein Zerrbild
Mein Wesen
überschüttet
mit Hasstiraden
Meine Existenz
ausgegrenzt
infolge der Anders-Artigkeit
Meine Person
mithilfe von Meineidern
gezerrt vor die Gerichte-Küche
Mein Sein
verpixelt bis zur
Unkenntlichkeit
Meine unerwünschte Person
gejagt und geknickt
Peter Fantur
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mk 8,34)

(Foto Fantur: 9. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem vor der koptisch-orthodoxen Kirche St. Helena)

(Foto Fantur: Andrea d’Agnolo gen. del Sarto, Beweinung Christi 1519/20, KHM Wien)
am Grab der Sternenkinder
Trauernde Mütter
mit verhungerten Babys in den Armen
Schreiende Mütter
vor der Todesliste der Kriegssoldaten
Herzzerreißende Mütter
vor dem Sack des lebensmüden Kindes
Wehklagende Mütter
bei vorzeitigem Ableben ihres Sohnes von
Peter Fantur
„Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: ‚Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.'“ (Lk 23,27f.)

(Foto Fantur: 8. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem)

(Foto Fantur: VII. Kreuzwegstation, eine Detailansicht des Fastentuches im Gurker Dom, Kärnten, Austria)
Das Kreuz mit dem Kreuz
mit gezeichnetem
durchdrungenem
und angeheftetem
Schandfleck

(Foto F.: Veronika gibt Jesus das Schweißtuch in der Nikolaikirche in Villach, Kärnten)
Ein Schweißtuch schreibt Geschichte. So sammelt dieser Stoff Schweißtropfen und diese erzählen den Alltag einer Person. Darin spiegeln sich die anstrengende Mühe und Plage einer Person wider. Im Schweiße des Angesichts wird der Ernährungshaushalt aufgefüllt.

[Foto Fantur: Simon aus Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen in der Wallfahrtskirche Maria Gail / Marija na Zilji bei Villach]
Und die mühevolle Feldarbeit ist abgeschlossen; allerdings zwingen Soldaten Simon aus Kyrene, das Kreuz des körperlich geschwächten Jesus zu tragen. Den Ausgang des Tages hat sich Simon wohl anders und entspannter vorgestellt.

(Foto Fantur: Was für ein Anblick für eine Mutter? Jesu Dornenkrönung von Caravaggio, 1603, Kunsthistorisches Museum Wien)
Was für ein Anblick für die Mutter Jesu! Sie sieht ihren Sohn von Schlägen, Verletzungen und dem tragenden Kreuz körperlich schwer gezeichnet. Am liebsten würde sie ihm gerne beistehen, doch in diesem Augenblick fühlt sie sich meilenweit von ihm entfernt.

(Foto Fantur: Kreuzwegbild von Rudolf Pointner in der Hunderwasser-Kirche Sankt Barbara in Bärnbach, Steiermark)
Geschundenes und geknicktes Rückgrat
Erschöpft von Unkenrufen
Wirbelstürmen aus der Vergangenheit
Innig posaunen Verwundungen

[Foto Fantur: Kreuztragender Christus um 1510/15 (?) von Bernardino Luini (?) im Kunsthistorischen Museum in Wien]
Sie legen mir das Kreuz auf
erdrückend der Längsbalken
ungewohnt und befremdlich
mit erhobenem Haupt zielgerichtet.

(Foto Fantur: Wisch und weg im Club der Pilatusse)
Sie schreien
kreuzige ihn, kreuzige ihn
und Pilatus wäscht
Seine Hände in Unschuld.

(Collage Fantur: „Kreuzweg“ international)
Wege Kreuz
Kreuz Weg
Kreuz Balken
Kreuz Trage
Kreuz Leiden
Kreuz Zeichen
Kreuz Tod

(Foto Fantur: Frauenkirchen in Burgenland: Gnadenbild, das sogar die Türkenbelagerung 1683 überstand)
Nach einer berauschenden Silvesternacht folgt die Ernüchterung. Es beginnt ein neues Jahr, mit neuen Voraussetzungen, Herausforderungen und Hoffnungen. Am 1. Jänner feiert die katholische Kirche das „Hochfest der Gottesmutter Maria“. Somit wird das neue Jahr unter den Schutzmantel Marias gestellt.

(Foto Fantur: Vier Kerzen mit Strahlkraft)

(Foto Fantur: KI-generiertes Bild vom Rathaus in Lienz)

(Foto Fantur: Acryl auf Leinwand von Su Sigmund)

