
Vom Haufen Angebot ……….

………. zum Müllberg (Foto: Fantur)
„Gib mir mehr davon, gib mir mehr davon. Etwas mehr als vorher, das vertrag ich schon. Es gefällt mir so sehr, dass ich mich daran gewöhn,“ besingt Rolf Zuckowski den Alltag in seinem Song. So dreht sich alles nur mehr um das Immer-Mehr-Haben-Wollen und das Ende ist nicht in Sicht. Und wozu?
Man möchte auf dem neuesten Stand sein und um mit der Masse mithalten zu können. So wird der Konsum identitätsstiftend und gewisse Produkte entpuppen sich zum Statussymbol. Oft sorgt aber auch die Wirtschaftsproduktion dafür, dass die Erzeugnisse keine lange Laufzeit haben, um die Ökonomie anzukurbeln. Folglich geht der Überkonsum über das Lebensnotwendige hinaus.
Der ungebändigte Konsum
„Geiz ist geil“, lautet der Werbeslogan einer Elektronikhandelskette. Das Konsumverhalten wird gerne mit allen Konsequenzen von Geiz, Neid und Gier begleitet. Es verrückt uns auch in eine Traumwelt. Und dies alles, um Glücksmomente zu erleben. Nach der Gewöhnungsphase wird das kurzlebige Glück zum Ablaufdatum. So wird das Kaufverhalten nachhaltig durch weiteren Konsum aufgefüttert. Diese Kurzlebigkeit des Glücks bringt der Jakobusbrief im Ersten Testament dramatisch auf Punkt: „Euer Reichtum ist verfault, eure Kleidung sind von Motten zerfressen. Euer Gold und Silber sind verrostet.“ (Jak 5,2f.)
Der nachhaltige Glückskonsum
Unvergesslich bleibt jenes Glück, das nachhaltig ist. Anstelle des Mehr-Haben-Wollens tritt das Mehr-Sein-Wollen. Dann treten an die Stelle von Geschenken, Begegnungen und unentgeltliche Hilfen. Weiters bekommt das Geringste und scheinbar Wertloseste mehr Beachtung. An die Stelle des dicht gedrängten Terminkalenders treten lange Wanderungen durch die Natur und die Vertiefung in ein Buch. Statt Hektik, tritt Ruhe ein. Die kurzlebigen Glücksmomente landen auf der Müllhalde und die nachhaltigen Glückserfahrungen prägen die Erinnerungen.

