MONTENEGRO – KATHOLIKEN UND DIASPORA

(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)

(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)

(Foto Fantur: Fische im Bodenmosaik der Basilika von Aquileia, Italien)
Der Fisch ist ebenso ein Symbol für das Leben. Zudem schlängelt er sich mit ausgeprägten Sinnesorganen schwerelos und fast unbeschwert durch die Gewässer. Außerdem bedrohen ihn die durch Menschenhand verschmutzte Nahrungskette und der Sauerstoffmangel durch erhöhte Wassertemperaturen.

(Foto Fantur: zünd an dein Licht)

(Foto Fantur: das Kreuz – ein Pendel zwischen Angst und Hoffnung)
Das Kreuz erinnert an die Hinrichtung des Religionsstifters Jesus von Nazareth. Die Ausrichtung des Kreuzes birgt Symbolkräfte. So drückt der Längsbalken die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott bzw. zwischen dem Irdischen und dem Jenseitigen aus. Im Gegensatz dazu steht der Querbalken für die zwischenmenschlichen Beziehungen genauso, wie die offenen Arme zum Willkommensgruß. Der Mittelpunkt des Kreuzes, wo sich die horizontale und die vertikale Ebene begegnen, ist das tragende, ausgleichende und verbindende Element beider Ebenen. Da vereinen sich das Diesseits und das Jenseits.

(Foto Fantur: das Ei ist ein typisches österliches Auferstehungssymbol)

(Foto Fantur: Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt, am Kalvarienberg in Eisenstadt)

(Foto Fantur: Michelangelos Pietà im Petersdom in Rom)
Der traurigste Moment und der Tiefpunkt im Leben passieren, wenn eine Mutter den Tod ihres Kindes betrauern muss. Dies drückt sich in der Sakralkunst in der Darstellung der Pietà aus. Da wird Maria mit ihrem toten Sohn in den Armen gezeigt und es erfolgt die letzte zärtliche Berührung Marias.

(Foto Fantur: der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

(Foto Fantur: der katholische Altar der Annagelung am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

(Foto Fantur: freigelegter Golgotafelsen in der Grabeskirche in Jerusalem, Israel)
Nagel um Nagel
Schlag um Schlag
Schmerz um Schmerz
Wunde um Wunde
Eingeschlagen ins Kreuz

(Foto Fantur: X. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach / Loče am Faaker See / Baško jezero)
„Ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben. … Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Mt 25, 43.45) Dies ist ein Ausschnitt aus dem Gleichnis des Weltgerichts. Diese Aussage drückt ein Richtmaß für das Leben aus und stellt eine Messlatte für das Leben danach dar.

(Foto Fantur: IX. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach am Faaker See / Loče ob Baškem jezeru)

(Foto Fantur: geknicktes Kreuz im Naturschutzgebiet Dragositschach / Dragožiče)
Meine Würde
verdreht ein Zerrbild
Mein Wesen
überschüttet
mit Hasstiraden
Meine Existenz
ausgegrenzt
infolge der Anders-Artigkeit
Meine Person
mithilfe von Meineidern
gezerrt vor die Gerichte-Küche
Mein Sein
verpixelt bis zur
Unkenntlichkeit
Meine unerwünschte Person
gejagt und geknickt
Peter Fantur
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mk 8,34)

(Foto Fantur: 9. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem vor der koptisch-orthodoxen Kirche St. Helena)

(Foto Fantur: Andrea d’Agnolo gen. del Sarto, Beweinung Christi 1519/20, KHM Wien)
am Grab der Sternenkinder
Trauernde Mütter
mit verhungerten Babys in den Armen
Schreiende Mütter
vor der Todesliste der Kriegssoldaten
Herzzerreißende Mütter
vor dem Sack des lebensmüden Kindes
Wehklagende Mütter
bei vorzeitigem Ableben ihres Sohnes von
Peter Fantur
„Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: ‚Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.'“ (Lk 23,27f.)

(Foto Fantur: 8. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem)

(Foto Fantur: VII. Kreuzwegstation, eine Detailansicht des Fastentuches im Gurker Dom, Kärnten, Austria)
Das Kreuz mit dem Kreuz
mit gezeichnetem
durchdrungenem
und angeheftetem
Schandfleck

(Foto F.: Veronika gibt Jesus das Schweißtuch in der Nikolaikirche in Villach, Kärnten)
Ein Schweißtuch schreibt Geschichte. So sammelt dieser Stoff Schweißtropfen und diese erzählen den Alltag einer Person. Darin spiegeln sich die anstrengende Mühe und Plage einer Person wider. Im Schweiße des Angesichts wird der Ernährungshaushalt aufgefüllt.

[Foto Fantur: Simon aus Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen in der Wallfahrtskirche Maria Gail / Marija na Zilji bei Villach]
Und die mühevolle Feldarbeit ist abgeschlossen; allerdings zwingen Soldaten Simon aus Kyrene, das Kreuz des körperlich geschwächten Jesus zu tragen. Den Ausgang des Tages hat sich Simon wohl anders und entspannter vorgestellt.

(Foto Fantur: Frauenkirchen in Burgenland: Gnadenbild, das sogar die Türkenbelagerung 1683 überstand)
Nach einer berauschenden Silvesternacht folgt die Ernüchterung. Es beginnt ein neues Jahr, mit neuen Voraussetzungen, Herausforderungen und Hoffnungen. Am 1. Jänner feiert die katholische Kirche das „Hochfest der Gottesmutter Maria“. Somit wird das neue Jahr unter den Schutzmantel Marias gestellt.

(Foto Fantur: Vier Kerzen mit Strahlkraft)

(Foto Fantur: KI-generiertes Bild vom Rathaus in Lienz)

(Foto Fantur: Acryl auf Leinwand von Su Sigmund)



(Foto Fantur: Rorate in der Wallfahrtskirche Maria Elend / Podgorje)
„Rorate caeli desuper“ – „Taut ihr Himmel von oben!“ (Jes 45,8). Der Himmel soll auftauen und der Erde Licht spenden. Die dunklen Kirchen werden im Advent frühmorgens, vor dem Sonnenaufgang, mit Kerzenlicht erleuchtet. Die Frühmesse im Advent wird „Rorate“ genannt.



(Foto Fantur: Advent-Impressionen aus Velden 1995)
Die Lichterketten reichen sich am Adventmarkt die Hände, so auch in Velden am Wörthersee / Vrba ob Vrbskem jezeru. Der vorweihnachtliche Markt greift alle Sinne an. Der schwimmende Adventkranz wird vom beleuchteten Schiffen umgeben. Die Krippe ist eingebettet in zahlreiche Adventhütten, die für Gaumenfreuden sorgen und Kunsthandwerksarbeiten anbieten. Engel gibt es klein und groß, in allen Variationen. Dazwischen gibt es immer wieder Musikeinlagen von Sängern, Blasmusikern und Chören. Die Gründerin und ehemalige Leiterin des Kärntner Doppelsextett Velden Margit Heissenberger lud am vergangenen Samstag zum Singen der Advent- und Weihnachtslieder in die Jakobuskirche in Velden ein. Sie kamen, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, und sangen beherzt „O Tannenbaum“, „Es ist ein Ros entsprungen“, … Jedem wurde ein Gesangsbüchlein in die Hand gedrückt. Das Lichtmeer an Eindrücken erfüllte das Herz und Gemüt der zahlreichen Besucher aus dem In- und Ausland.

(Foto Fantur: Lichter-Schloss am Wörthersee)

(Foto Fantur: schwimmende Krippe)


(Foto Fantur: Gemeinsames Singen von Advent- und Weihnachtsliedern mit Margit Heissenberger in der Jakobuskirche in Velden)






(Foto Fantur: Advent-Impressionen aus Velden 1995)

(Foto Fantur: Nikolo und zwei Engeln beim Hausbesuch der „Braven“

(Foto Fantur: die erste Kerze leitet die vier Adventsonntage ein)
Lange Warteschlangen vor der Kassa, hektisches Treiben in den Einkaufszentren, drängelnde Autofahrer, nervenaufreibende Situationen in Familien, die To-do Liste wird immer länger. Der Zeitraum steht auf Hochdruck des Pulses, der Anstrengung und der Überbelastung. Das ist die eine Seite des Advents und der vorweihnachtlichen Zeit.

(Foto Fantur: orthodoxer Friedhof im Süden Kretas)

(Foto Fantur: orthodoxer Friedhof in Kokkari, Samos)
Die letzte Ruhestätte auf vielen griechischen Friedhöfen ist ein Monument aus Marmor. Holz ist in Griechenland sehr teuer. Auf dem Grab ist eine Öllampe, Blumen, das Foto mit den Daten des Verstorbenen und auch das Kreuz als Zeichen der Erlösung.

(Foto Fantur: Tor zur Wüste, Tataouine, Chenini, Tunesien)

(Foto Fantur: Schweine in allen Variationen zum Jahreswechsel)
„Schwein gehabt“, sagt man gerne, wenn der Ausgang einer Handlung mit Ach und Krach erfolgreich war. Schweinchen in allen Variationen haben zu Silvester Hochsaison, um sich Glücksbringer für das Neue Jahr zu kaufen. Zu diesen abergläubischen Dingen gesellen sich noch ein Hufeisen, ein Fliegenpilz und ein 4-blättriges Kleeblatt dazu.

(Foto-Collage Fantur: Adventsingen im Großen Festspielhaus in Salzburg, Dezember 2024)
Advent und Weihnachten werden wirtschaftlich, kulturell und religiös geprägt sowie durchdrungen. Und der Markt leuchtet hell auf.

(Foto Fantur: geschmückter Adventkranz)
„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt,“* sagt der deutsche Philosoph Ernst Bloch. Die Hoffnungslosigkeit ist verbunden mit Resignation und Rückzug. Es wirft den Menschen in eine Lage der Selbstaufgabe und Angst zurück. Das verzweifelte Nichtstun und das Gefühl der Ohnmacht, verlängern nur die Angst. Und diese Angst macht krank an Seele und Leib. Ernst Bloch muntert auf: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“*
(Foto Fantur: Grab der Erinnerung)
Am Allerseelen (2. November) stehen Massen am Grab. In Gedenken an die Verstorbenen werden alljährlich Friedhöfe aufgesucht. Am Grab gedenkt man der Angehörigen, erbietet ihnen Ehrfurcht und Dankbarkeit und hofft insgeheim, dass sie sich in einer anderen Welt aufhalten. Die Lebenden hoffen, dass sich für die Verstorbenen das Bibelwort bewahrheitet: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Off. 21,4)


(Fotos Fantur: Pfarrkirche St. Martin in Šmartno, SLO, und Vorbereitungen auf das Weinfest)