
(Foto Fantur: Tor zur Wüste, Tataouine, Chenini, Tunesien)
Die 40-tägige Fastenzeit im Christentum erstreckt sich vom Aschermittwoch bis Ostern. Nicht mitgerechnet werden dabei die Sonntage, die wie Ostern an die Auferstehung Christi erinnern. In Vorbereitung an das Osterfest soll in dieser Zeit an Körper und Seele gefastet werden. Es ist eine Zeit der Umkehr und der Erwartung der Auferstehung.
Verborgene Botschaften
Die Zahlensymbolik hat auch im Christentum eine starke Bedeutung. Das trifft auch für die Zahl „40“ zu. Sie bezieht sich auf die 40 Tage des Fastens Jesu in der Wüste, wo er den Verlockungen des Habens, der Sensation und des Machtdranges widerstanden hat. 40 Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt, die Heimkehr Jesu zum Vater, gedacht.
Mystische Zahl „40“
Die Zahl 40 spielt auch im Alten Testament, d.h. auch im Judentum eine wichtige Rolle. Beim Auszug aus Ägypten waren Israelitinnen und Israeliten 40 Jahre auf der Wanderung durch die Wüste. Sie lebten in Zelten; ein karges Dasein begleitete sie auf dem Weg und auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf, in einer eigenen Heimat. Entbehrungen waren Wegbegleiter und Hoffnung zugleich.
Beim Auszug war Moses auch 40 Tage auf dem Berg Sinai, wo er die Zehn Gebote erhalten hat. Wenn sich jeder an diese halten würde, könnte man sich tausende Gesetze ersparen. Dem ist es nicht so, da Menschen Schlupflöcher suchen und die Sammlungen mit immer neueren Gesetzen vollgestopft werden müssen. Nichtsdestotrotz tun sich immer wieder neue Schlupflöcher auf.
40 Tage Bußzeit
Auch im Jonabuch, einer alttestamentlichen Lehrerzählung, hat die Stadt Ninive 40 Tage Zeit, um Buße zu tun und umzukehren. Dort herrschte nämlich eine strukturelle Bosheit. Von Gott bekamen die Bewohner Ninives, der Hauptstadt des antiken Assyrien, noch eine Chance, endlich Buße zu tun, umzukehren und die verkehrte Welt wieder ins Lot zu bringen.
