Existenzielles

MONTENEGRO – KATHOLIKEN UND DIASPORA

(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)

 

 

Eine wundertätige Ikone verwandelte Perast und die ganze Region. Seit dem Wunder (1452) findet jedes Jahr am 22. Juli eine Wallfahrt mit den Booten auf die Insel statt. Da werfen die Wallfahrer symbolisch Steine ins Meer und erinnern an die Aufschüttung der künstlichen Insel. Dadurch konnte die Ikone in einer neuerrichteten Kirche ihr Bleibe finden.

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MONTENEGRO – SPUREN DES ISLAM

(Foto Fantur: Die „Moschee der Seefahrer“ in der Altstadt Ulcinj in Montenegro wurde 2012 neu errichtet und eingeweiht.)

 

 

Nach dem Gebetsruf des Muezzin versammelten sich einige Männer zum Gebet in der „Moschee der Seefahrer“ („Đamija Pomaraca“, „Xhamia Detarëve“, „Sailors Mosque“). Sie ist ein bedeutender Teil der Altstadt von Ulcinj in Montenegro. Ulcinj liegt in unmittelbarer Nähe zur albanischen Grenze. Die Küstenmoschee in der Altstadt von Ulcinj diente jahrhundertelang den Seeleuten als Gebetshaus und das Minarett als Leuchtturm.

 

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MONTENEGRO – WEISE WEGWEISER

(Foto Fantur: Kolašin in Montenegro weist andere Wege)

 

 

Im Kontrast zu den 10 montenegrinischen Geboten bietet die Gemeinde Kolašin (Колашин), eine Kleinstadt in der Mitte Montenegros, das Projekt „Kolašin – grad cvijeća i mudrosti“ (Kolašin – Stadt der Blume und der Weisheit). Auf den Straßenlaternen befinden sich inspirative Wegweiser mit besinnlichen Zitaten.

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TIPPS ZUM UNGLÜCKLICHSEIN – SCHULD

(Foto Fantur: Bruno Voigt’s Bild „Am Hakenkreuz“, 1934 im Museum Kunst der Verlorenen Generation, Salzburg)

 

 

Vom Menschenhasser zu unerwünschten Person erklärt, Hetzkampagnen ausgesetzt und schließlich an das Hakenkreuz genagelt. Da zeugen jede Hasstirade, jede Verfolgung und jeder Nagelschlag von tiefgreifendem Hassgefühle gegen den Gekreuzigten. Infolgedessen wird die Schulderfahrung des Täters enorm und einschneidend. 

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TIPPS ZUM UNGLÜCKLICHSEIN – HABEN

Vom Haufen Angebot ……….

 

………. zum Müllberg (Foto: Fantur)

 

„Gib mir mehr davon, gib mir mehr davon. Etwas mehr als vorher, das vertrag ich schon. Es gefällt mir so sehr, dass ich mich daran gewöhn,“ besingt Rolf Zuckowski den Alltag in seinem Song. So dreht sich alles nur mehr um das Immer-Mehr-Haben-Wollen und das Ende ist nicht in Sicht. Und wozu?

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TIPPS ZUM UNGLÜCKLICHSEIN – LEBENSLAST

(Foto Fantur: zeitlebens wird viel Unterholz gesammelt, der aber dem Ökosystem auch dienlich sein kann)

 

 

Pascal saß auf der Anklagebank im Gerichtssaal. Falsche Zeugen traten auf und belasteten ihn mit Anschuldigungen, die er nicht begangen hat. Somit war er denn Unterstellungen wehrlos ausgeliefert. Pascal wollte hingegen am liebsten aufschreien und seine Unschuld beteuern. Seine Stimme verstummte aber im harmonischen Konzert der unwahren Zeugenaussagen.

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KLEINSCHRITTIG IN SCHRITTRICHTUNG „GIPFEL“

(Foto Fantur: mit dem kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel)

 

 

Der Weg ist das Ziel. Der Bergpfad setzt aber die kleinen Schritte voraus. Dann wird der Weg bedächtig, jeder Schritt wird überlegt. Jeder Stein wird gesehen. Folglich können auch Stolpersteine, die Gefahren in sich bergen und den Weg-Gang ermüden, mit Vorsicht überstiegen werden. Der Weg der kleinen Schritte auf einem Bergpfad ermöglicht, dass am Wegesrand Preiselbeeren, die bärtige Glockenblume und der Schwalbenschwanz bewundert werden können. 

 

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ALPHA UND OMEGA – ZWEI VEREINENDE POLE

(Foto Fantur: das KREUZ inmitten von ALPHA und OMEGA in der Kirche Sant‘ Apollinare in Classe in Ravenna)

 

 

„Das ist für mich ein Alpha und ein Omega!“ Dies sagt man, wenn man ausdrücken möchte, dass für mich etwas wichtig und unerlässlich ist. Der wesentliche Kern in meinem Leben ist meine Grundlage und zugleich meine Lebensbegleitung. Zudem vermittelt es mir Sinn und Sicherheit. Erst dieser Rahmen ermöglicht mir auch die Geborgenheit.

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AUGEN – BLICKE WERFEN GEBORGENHEIT

 

(Foto C. Oman, das „Auge Gottes“ am Erker des Giebels des barocken Bürgerhaus in der Freistadt Rust, Burgenland)

 

Das „Auge Gottes“ ist insbesondere im Barock und Rokoko ein beliebtes Motiv in der christlichen Kunst. Sieht dabei ein „Gottes Auge“ alles? Übernimmt es zudem einen Überwachungsstatus? Sind folglich die Menschen nur Marionetten?                   Bösartig formuliert: herrscht Gott aus dem Blickwinkel eines Diktators? Bestimmt er vorausgehend die Lebensabläufe?

 

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DER WOLF IM SCHAFSPELZ PIRSCHT SICH AN

(KI-generiert mit Hilfe von ChatGPT: der Wolf im Schafspelz auf der Suche nach einer Beute)

 

Die größte Bedrohung der Herde ist der Wolf, der die Schafe zerstreut und attackiert. Darüber hinaus erwähnt das Zweite Testament die Bedrohung im Gleichnis vom guten Hirten (Joh 10,11-18). Da schleicht sich der Wolf heran, verwirrt die Herde, zerstreut die Schafe und holt sich ein Opfer.

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FIXIERTER ANKERPLATZ DER HOFFNUNG

(Foto Fantur: Symbole „Glaube, Hoffnung, Liebe“ am Kirchturm der Hundertwasserkirche Bärnbach, Steiermark)

 

 

Anker über Bug werfen gehört zur Schifffahrt, um das Wasserfahrzeug auf festem Boden zu verankern und nach Bedarf an Land zu bringen. Somit wünscht man sich nach jeder Ausfahrt wieder einen Halt und Trittfestigkeit.
 
Ebenso wirft man im Leben Anker, um wieder festen Untergrund und sicheren Halt zu verspüren.

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DAS KREUZ MIT DEM KREUZ BIS ZUM WANDEL

(Foto Fantur: das Kreuz – ein Pendel zwischen Angst und Hoffnung)

 

 

Das Kreuz erinnert an die Hinrichtung des Religionsstifters Jesus von Nazareth. Die Ausrichtung des Kreuzes birgt Symbolkräfte. So drückt der Längsbalken die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott bzw. zwischen dem Irdischen und dem Jenseitigen aus. Im Gegensatz dazu steht der Querbalken für die zwischenmenschlichen Beziehungen genauso, wie die offenen Arme zum Willkommensgruß. Der Mittelpunkt des Kreuzes, wo sich die horizontale und die vertikale Ebene begegnen, ist das tragende, ausgleichende und verbindende Element beider Ebenen. Da vereinen sich das Diesseits und das Jenseits.

 

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VON DER AUFGEBROCHENEN SCHALE ZU NEUEM LEBEN

(Foto Fantur: das Ei ist ein typisches österliches Auferstehungssymbol)

 

Zu Ostern sticht das Osterei besonders heraus. Darüber hinaus symbolisiert es die Entstehung neuen Lebens, während das Leben über das Irdische hinausgeht. So wie aus der Schale ein neues Leben in Form eines Küken entspringt, genauso symbolisiert das Osterei das Leben nach dem Tod, die Auferstehung. Außerdem bleibt die Schale das Körperliche, das letztlich zurückbleibt.

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DIE KERZE, DIE NIE ERLISCHT

     (Foto Fantur: Grablegung Jesu, Fresko im Eingangsbereich der Grabeskirche in Jerusalem)

 

Der Tod hinterlässt eine langen Schatten. Die einen scheren aus, andere suchen nach Auswegen und leben von Erinnerungen, wieder andere halten Ausschau nach existenziellen Lichtimpulsen und Hoffen auf ein Kerzenlicht, das niemals erlischt.

 

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DER ABSCHIED BIS ZUR LETZTEN BERÜHRUNG

   (Foto Fantur: Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt, am Kalvarienberg in Eisenstadt)

 

 (Foto Fantur: Michelangelos Pietà im Petersdom in Rom)

 

 

Der traurigste Moment und der Tiefpunkt im Leben passieren, wenn eine Mutter den Tod ihres Kindes betrauern muss. Dies drückt sich in der Sakralkunst in der Darstellung der Pietà aus. Da wird Maria mit ihrem toten Sohn in den Armen gezeigt und es erfolgt die letzte zärtliche Berührung Marias.

 

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DIE LIEBE STEHT AUF DER NAGELPROBE

(Foto Fantur: der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

 

(Foto Fantur: der katholische Altar der Annagelung am Kalvarienberg/Golgotha in der Grabeskirche in Jerusalem)

 

(Foto Fantur: freigelegter Golgotafelsen in der Grabeskirche in Jerusalem, Israel)

 

 

Nagel um Nagel

Schlag um Schlag

Schmerz um Schmerz

Wunde um Wunde

Eingeschlagen ins Kreuz

 

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DIE BLOßSTELLUNG DES WERTLOSEN

(Foto Fantur: X. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach / Loče am Faaker See / Baško jezero)

 

 

„Ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben. … Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Mt 25, 43.45) Dies ist ein Ausschnitt aus dem Gleichnis des Weltgerichts. Diese Aussage drückt ein Richtmaß für das Leben aus und stellt eine Messlatte für das Leben danach dar. 

 

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GEKNICKT DURCH DIE LAST DES KREUZES

(Foto Fantur: IX. Kreuzwegstation von Valentin Oman in der Pfarrkirche Latschach am Faaker See / Loče ob Baškem jezeru)

 

 (Foto Fantur: geknicktes Kreuz im Naturschutzgebiet Dragositschach / Dragožiče)

 

 

Meine Würde

verdreht ein Zerrbild

 

Mein Wesen

überschüttet

mit Hasstiraden

 

Meine Existenz

ausgegrenzt

infolge der Anders-Artigkeit

 

Meine Person

mithilfe von Meineidern

gezerrt vor die Gerichte-Küche

 

Mein Sein

verpixelt bis zur

Unkenntlichkeit

 

Meine unerwünschte Person

gejagt und geknickt

vom auferlegten Kreuz

 

Peter Fantur

 

 

 

IX. Station: JESUS FÄLLT ZUM DRITTEN MAL UNTER DEM KREUZ

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mk 8,34)

 

 

(Foto Fantur: 9. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem vor der koptisch-orthodoxen Kirche St. Helena)

 

 

 

 

WEINT ÜBER EUCH UND EURE KINDER

(Foto Fantur: Andrea d’Agnolo gen. del Sarto, Beweinung Christi 1519/20, KHM Wien)

 

 

 

Weinende Mütter

am Grab der Sternenkinder

Trauernde Mütter

mit verhungerten Babys in den Armen

Schreiende Mütter

vor der Todesliste der Kriegssoldaten

Herzzerreißende Mütter

vor dem Sack des lebensmüden Kindes

Wehklagende Mütter

bei vorzeitigem Ableben ihres Sohnes von

 

Peter Fantur

 

 

 


VIII. Station: JESUS BEGEGNET DEN WEINENDEN FRAUEN

„Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: ‚Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.'“ (Lk 23,27f.)

 

 

 

      (Foto Fantur: 8. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem)

DER BEFUND EINES SCHWEIßTUCHES

(Foto F.: Veronika gibt Jesus das Schweißtuch in der Nikolaikirche in Villach, Kärnten)

 

 

Ein Schweißtuch schreibt Geschichte. So sammelt dieser Stoff Schweißtropfen und diese erzählen den Alltag einer Person. Darin spiegeln sich die anstrengende Mühe und Plage einer Person wider.                                                                                                      Im Schweiße des Angesichts wird der Ernährungshaushalt aufgefüllt.

 

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FREMDER IN NOT

[Foto Fantur: Simon aus Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen in der Wallfahrtskirche Maria Gail / Marija na Zilji bei Villach]

 

 

Und die mühevolle Feldarbeit ist abgeschlossen; allerdings zwingen Soldaten Simon aus Kyrene, das Kreuz des körperlich geschwächten Jesus zu tragen. Den Ausgang des Tages hat sich Simon wohl anders und entspannter vorgestellt.

 

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DER SEELEN-PEIN AUSGELIEFERT

(Foto Fantur: Was für ein Anblick für eine Mutter? Jesu Dornenkrönung von Caravaggio, 1603, Kunsthistorisches Museum Wien)

 

 

Was für ein Anblick für die Mutter Jesu! Sie sieht ihren Sohn von Schlägen, Verletzungen und dem tragenden Kreuz körperlich schwer gezeichnet. Am liebsten würde sie ihm gerne beistehen, doch in diesem Augenblick fühlt sie sich meilenweit von ihm entfernt.

 

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GUT BEHÜTET INS NEUE JAHR

(Foto Fantur: Frauenkirchen in Burgenland: Gnadenbild, das sogar die Türkenbelagerung 1683 überstand)

 

 

Nach einer berauschenden Silvesternacht folgt die Ernüchterung. Es beginnt ein neues Jahr, mit neuen Voraussetzungen, Herausforderungen und Hoffnungen. Am 1. Jänner feiert die katholische Kirche das „Hochfest der Gottesmutter Maria“. Somit wird das neue Jahr unter den Schutzmantel Marias gestellt.

 

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LICHTBLICKE IM ADVENT_9

 (Foto Fantur: Vier Kerzen mit Strahlkraft)

 

 

Die erste Kerze 
erleuchtet das Heim,
spendet Lächeln der Familie,
gibt Geborgenheit und Rückhalt,
Erlisch, lieber Docht nicht
und wirf keinen Schatten!
 
Die zweite Kerze
belichtet Brücken,
entzündet Lichterketten der Begegnung,
sucht das Verbindende.
Lieber Docht, lass dich niemals
von Neid und Hass ausblasen!
 
Die dritte Kerze
erstrahlt am Horizont,
entflammt die Solidarität und Friedfertigkeit
bei allen Gutmenschen.
Liebes Flämmchen, lass keine Raketen regnen
und vermeide eine globale Verdunkelung!
 
Die vierte Kerze
bringt trotz Aufbruch, Flucht und Bedrängnis
und Hoffnung auf Ankunft,
die Asylkrippe zum Aufleuchten.
Liebe Flamme, erlisch nicht und
wandle dich in einen wegweisenden Stern!
 
Peter Fantur

LICHTBLICKE IM ADVENT_7

(Foto Fantur: Schuster Martin, gespielt von Ernst Müller vom Ensemble EliThe)

 

 

 

 

 

 

 

(Foto Fantur: v. l. Harald Triebnig, Ernst Müller, Berlinda Wriessnegger, Leo Moser, Sebastian Gutschi und Horst Bernel vom Ensemble EliThe).
.       
(Foto Fantur: Ernst Müller alias Schuster Martin beim Lesen der Lebensquelle – Bibel, l. Ernst Müller mit dem Engelsboten Marie Lisa Korb).
Schuster Martin werkt Tag und Nacht in seinem Keller. Sein Blick in die Außenwelt führt durch ein kleines Kellerfenster. Hier beobachtet er die Schuhe von vorbeigehenden Passanten, die allesamt von ihm angefertigt worden sind. Er zog sich zurück, nachdem seine Frau früh verstorben war und er Jahre später auch noch seinen einzigen Sohn verloren hatte. In der Phase des Rückzugs und der tiefen Trauer findet er Trost beim Lesen des Evangeliums. Da hört er eine Stimme: „Martin, Martin, morgen will ich zu dir kommen!“

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LICHTBLICKE IM ADVENT_4

  

 

 

(Foto Fantur: Maria Immaculata über dem Hochaltar der Kollegienkirche in Salzburg)

 

 

Im strahlenden Licht erscheint die Madonna in der Kollegien- oder Universitätskirche in Salzburg. Die weiße Kalklasur trägt einen entscheidenden Beitrag dazu. Die Mutter Gottes befindet sich über den prachtvollen barocken Hochaltar und wird von 71 Engeln begleitet.

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LICHTBLICKE IM ADVENT_3

   (Foto Fantur: Nikolo und zwei Engeln beim Hausbesuch der „Braven“

 

Es ist ein Tag, an dem das Gesicht der Kinder zum Strahlen gebracht und die Familien zusammengeführt werden. Oft sind auch Partner auf Besuch, die getrennt vom Kind leben. Sie sitzen um den Tisch herum, die Kerzen am Adventkranz werden angezündet und vor allem die Kinder greifen gerne in die Dose mit Lebkuchen, Vanillekipferln und Kokosbusserln. Es ist der Tag, an dem der Nikolo die Kinder besucht.

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LICHTBLICKE IM ADVENT_1

(Foto Fantur: Drau Biotop in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental / Šentjakob v Rožu)

 

 

Machtlos den Schreckensmeldungen der Medien ausgeliefert! News zeigen wieder Bilder der Zerstörung und Vernichtung. Nur wenige ziehen in diesem Fall die Schalthebel und bestimmen „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“. 

Für die abgesicherten Turbokapitalisten ist der Mensch nur eine Ware, dem Angebot und Nachfrage ausgeliefert, ein Sonderangebot oder er wird gleich als wertlos herabgestuft. 

Für die unangreifbaren Hardliner und Diktatoren ist der Mensch ein gefügiger und rechtloser Sklave. Eine stickige und erstickende Atmosphäre breitet sich aus.

Flucht vor dem Mief

Ich muss raus, um den Schleier der depressiven Stimmung zu durchbrechen. Die Sonne durchdringt den Nebel. Eine Wanderung bei frischer Luft im November gibt Hoffnung. Jeder Schritt ermöglicht, dass die Schreckensbilder zu Silhouetten werden und langsam verblassen. Ich kann sie zurücklassen. Die von der Sonne bestrahlte Natur lebt auf und ich mit ihr. Mit AirPods in den Ohren und angenehmer Musik schwebe durch die unberührte Winterlandschaft und bin abgehoben von den Herausforderungen und Belastungen des Alltags. Es ist ein majestätisches Gefühl durch die Landschaft zu pilgern, durch jene Natur, die den Sommermantel und ihre Ernte abgelegt hat.

Ankommen am Zufluchtsort

Ich ziehe zu einem Ort, der mir paradiesisch erscheint und der von mir in der Corona-Zeit entdeckt worden ist. Umgeben von Wasser und leicht verschneiten Bergen sorgt sie für die Superlative und bringt Lichtblicke in die Winterzeit.

 

 

 

 

 

 

(Foto Fantur: Drau Biotop in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental / Šentjakob v Rožu)