MONTENEGRO – WEISE WEGWEISER

(Foto Fantur: Kolašin in Montenegro weist andere Wege)

(Foto Fantur: Kolašin in Montenegro weist andere Wege)

(Foto Fantur: zeitlebens wird viel Unterholz gesammelt, der aber dem Ökosystem auch dienlich sein kann)

(Foto Fantur: mit dem kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel)
Der Weg ist das Ziel. Der Bergpfad setzt aber die kleinen Schritte voraus. Dann wird der Weg bedächtig, jeder Schritt wird überlegt. Jeder Stein wird gesehen. Folglich können auch Stolpersteine, die Gefahren in sich bergen und den Weg-Gang ermüden, mit Vorsicht überstiegen werden. Der Weg der kleinen Schritte auf einem Bergpfad ermöglicht, dass am Wegesrand Preiselbeeren, die bärtige Glockenblume und der Schwalbenschwanz bewundert werden können.

(Foto Fantur: Symbole „Glaube, Hoffnung, Liebe“ am Kirchturm der Hundertwasserkirche Bärnbach, Steiermark)

(Foto Fantur: die erste Kerze leitet die vier Adventsonntage ein)
Lange Warteschlangen vor der Kassa, hektisches Treiben in den Einkaufszentren, drängelnde Autofahrer, nervenaufreibende Situationen in Familien, die To-do Liste wird immer länger. Der Zeitraum steht auf Hochdruck des Pulses, der Anstrengung und der Überbelastung. Das ist die eine Seite des Advents und der vorweihnachtlichen Zeit.

(Foto Fantur: Novemberimpression)
Die Tage werden kürzer und die zunehmende Dunkelheit drückt die Stimmung. Deshalb macht sich eine gewisse Melancholie breit. Die Antriebslust nimmt deutlich ab und eine gewisse Müdigkeit macht sich breit. Zudem kriecht man in der Früh nur ungern aus den Federn. Einige suchen den Ersatz gegen diese missliche Stimmung mit dem Griff in die Keks- oder Schokodose. Außerdem können manche eine unangenehme Gereiztheit an den Tag legen. Ein Stimmungshoch bricht erst dann aus, wenn die Sonne den Nebel durchbricht.
Gerne spricht man umgangssprachlich von der Novemberdepression. „Depression“ klingt hingegen zu hart. Somit klingt die Bezeichnung „Novemberblues“ besser. Schließlich ist es eine Saison, wo man gerne in sich einkehrt und reflektiert. Deswegen wäre es sehr hilfreich, wenn das Tief als Chance genutzt wird, um einen Widerstand dagegen zu entwickeln. Darüber hinaus sollte man mit mehr Immunantworten Lichtblicke in den Alltag bringen.

(Foto Fantur: Novemberimpression)

(Foto erstellt mit Hilfe von ChatGPT: Wissensinjektion ins Gehirn)
Keine Idee – frag die Künstliche Intelligenz (KI). Prompt erstellte ChatGPT für mich einen menschlichen Schädel, in dessen Gehirn das Wissen injiziert wird. Es zeigt die Funktion der Künstliche Intelligenz, die „in Minutenschnelle“ Informationen jeglicher Art einflößen kann. ChatGPT generierte für mich Bilder, nachdem ich keine passenden Fotos zu einem Posting finden konnte. Gerne recherchiere und „google“ ich mithilfe der Künstlichen Intelligenz. Ist KI ein Segen oder Fluch?

(Foto Fantur: Baumringe – Lebensringe – Spurenlesen)

(Foto Fantur: am Meeresstrand von Caorle, Italien)

(Foto Fantur: am Strand von Bašanija in Kroatien)
Wasserteilchen setzen sich in Bewegung,
Wellen rücken immer näher
überschwemmen stachelige Gedanken
und verbreiten innere Ruhe.
Das Rauschen des Meereswassers,
wie ein Sinfonieorchester
übertönt im fast harmonischen Einklang
die Misstöne der schaurigen Eilmeldungen.
Bewegungslose und versteinerte Felsbrocken
wehren den starken Wellengang ab,
halten Ablagerungen fern und
führen zu Verwitterung vom alltäglichen Groll und Joch.
Ein Wasserstrahl plumpst auf die Steinplatte,
erfrischt den aufgeheizten Körper
und belebt den Geist
vor der sengenden Sonne.
Ein unendlicher Blick in die Weite,
ein Blitzgewitter der tänzelnden Strahlen im Wasser,
die Weite des Meeres wirkt grenzenlos und
wie ein Ruhepol im Paradies.
Peter Fantur

(Foto, erstellt von ChatGPT: versandete Spuren)

(Foto Fantur: suchende Spuren im Schnee)
Abdrücke der kleinen Schritte
zappeln leichtfüßig den Großen nach.
Kniefall und Aufbäumen begleiten sie,
auf den Spuren des Fort-Tritts.
Es sind Laufschritte,
gehetzt vom Tempo der Zeit.
Stolpersteine und Mauern behindern sie,
auf den Spuren des Fortschritts.
Unvermeidbare Fehltritte,
zermürbt durch Entgleisungen.
Sie vereiteln eine Neuausrichtung
auf den Spuren des Rückschritts.
Unregelmäßige Schrittbewegungen,
getragen von Stock und stützendem Arm.
Das Schritthalten wird stark behindert,
auf den Spuren der Hilflosigkeit.
Suchende Schritte,
geleiten und entfachen das Feuer,
auf der Suche nach Höherem
und auf den Spuren der Erkenntnis.
Gemächlich kleine Schritte,
zeugen von Müdigkeit und Erschöpfung.
Sie tragen Erfahrung und Weisheit
auf den Spuren zum letzten Auftritt.
Übernatürliche Spuren,
ermöglichen die Komposition der Natur,
beleben die unruhigen Herzen der Lebenden,
Schritt für Schritt der himmlischen Vollendung entgegen.
Peter Fantur

(Foto Fantur: Blick von Stephanus gegen den Himmel am Hochaltar im Dom zu Passau, Bayern)

(Foto Fantur: Steinigung des hl. Stephanus am Hochaltar des Stephansdoms in Wien)

(Foto Fantur: Stephanus mit den Steinen in der Hand am Seitenaltar des Gurker Doms in Kärnten dargestellt)
„So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,59) Stephanus war der erste Märtyrer (Protomärtyrer) der Christenheit. In Erinnerung an seine Todesart wird er in den Kirchen mit Steinen und mit einer Märtyrerpalme dargestellt. An der Hinrichtung war auch Saulus beteiligt. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde nach einer Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus der christliche Missionar Paulus.


(Foto erstellt mit ChatGPT: Diebe in Aktion)
Der Prophet Amos (Erstes Testament) wettert gegen die Ungerechten, „weil sie den Unschuldigen für Geld verkaufen…, weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen.“ (Am 2,6f.) Der alttestamentliche Prophet nimmt sich tapfer kein Blatt vor den Mund und greift die Ausbeuter an, die sich mit untadeligen Werken anstacheln: „Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.“ (Am 8,5f.)

(Foto Fantur: Fels in der Brandung, Cliffs of Moher, Ireland)
„Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen: Er steht fest und dämpft die Wut der ihn umbrausenden Wogen“, fordert Mark Aurel den Menschen auf, genauso wie der Fels, beständig zu sein (Mark Aurel, Selbstbetrachtungen, 4. Buch, Kapitel 49).

(Foto Fantur: Gerechtigkeit auf die Waagschale legen)
„Es begegnen sich Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt es einen Ertrag.“ (Psalm 85, 11-14)
Dieser Psalm im Ersten Testament setzt zum Wohlergehen im Herrschaftsgebiet Jahwes bestimmte Werte des Zusammenlebens voraus. Dazu zählen die Gnade, die Treue, der Friede und die Gerechtigkeit. Erst dann spendet Gott seinem Volk den Segen und gibt seinen Ertrag.

(Foto Fantur: Büste des römischen Kaisers und Stoikers Marcus Aurelius im Kunsthistorisches Museum in Wien)

(Foto Fantur: In Maßen baut dieser Becher den Stress ab)

(Foto Fantur: Pythagoräische Gerechtigkeitsschale mit Maßen)
Auf der Insel Samos ging der Bau der Wasserleitung nur schleppend bis gar nicht voran. Die Arbeiter gaben sich lieber dem Genuss des Weintrinkens hin. Pythagoras (580-500 v. Chr.) erfand dann einen Becher der Gerechtigkeit. Einen halber Becher Wein durfte der Arbeiter genießen. Wer aber maßlos und gierig den ganzen Becher mit Wein auffüllte, da lief der ganze Wein aus und der Arbeiter hatte nichts zu trinken.

(Foto Fantur: Strategiespiel Mühle und dabei den Gegner blockieren und eliminieren)
Im Neuen Testament ist die „Weisheit“ kein zentrales Thema. Die Heilige Schrift geht davon aus, dass die Weisheit von Gott kommt und erst dadurch ein kontrolliertes und selbstgenügsames Leben ermöglicht wird.

(Foto Fantur: das Auge der Weisheit – die Lebensader)
Bekannt ist der Ausdruck „stoische Ruhe“. Sie befähigt die Emotionen zu kontrollieren und sich von äußeren Umständen nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Demnach geht man überlegt und ausgeglichen an die Sache ran.

(Foto Fantur: Graffiti mit kindlichen Motiven am Neuen Platz in Klagenfurt anno 2025)
Sie haben nicht viel und sie können sich nicht viel leisten. Kinder freuen sich über jede Kleinigkeit, auch ein Bild und strahlen dabei Glück aus. Das kann sich schnell ändern, wenn ihnen das Mehr-Haben-Wollen anerzogen wird. Dann wird das kindliche Glück messbarer und kalkulierbarer.

(Foto Fantur: Drei Zinnen, Tre Cime di Lavaredo, Italia)