Philosophie / Psychologie

MONTENEGRO – WEISE WEGWEISER

(Foto Fantur: Kolašin in Montenegro weist andere Wege)

 

 

Im Kontrast zu den 10 montenegrinischen Geboten bietet die Gemeinde Kolašin (Колашин), eine Kleinstadt in der Mitte Montenegros, das Projekt „Kolašin – grad cvijeća i mudrosti“ (Kolašin – Stadt der Blume und der Weisheit). Auf den Straßenlaternen befinden sich inspirative Wegweiser mit besinnlichen Zitaten.

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TIPPS ZUM UNGLÜCKLICHSEIN – LEBENSLAST

(Foto Fantur: zeitlebens wird viel Unterholz gesammelt, der aber dem Ökosystem auch dienlich sein kann)

 

 

Pascal saß auf der Anklagebank im Gerichtssaal. Falsche Zeugen traten auf und belasteten ihn mit Anschuldigungen, die er nicht begangen hat. Somit war er denn Unterstellungen wehrlos ausgeliefert. Pascal wollte hingegen am liebsten aufschreien und seine Unschuld beteuern. Seine Stimme verstummte aber im harmonischen Konzert der unwahren Zeugenaussagen.

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KLEINSCHRITTIG IN SCHRITTRICHTUNG „GIPFEL“

(Foto Fantur: mit dem kleinen Schritte auf dem Weg zum Ziel)

 

 

Der Weg ist das Ziel. Der Bergpfad setzt aber die kleinen Schritte voraus. Dann wird der Weg bedächtig, jeder Schritt wird überlegt. Jeder Stein wird gesehen. Folglich können auch Stolpersteine, die Gefahren in sich bergen und den Weg-Gang ermüden, mit Vorsicht überstiegen werden. Der Weg der kleinen Schritte auf einem Bergpfad ermöglicht, dass am Wegesrand Preiselbeeren, die bärtige Glockenblume und der Schwalbenschwanz bewundert werden können. 

 

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FIXIERTER ANKERPLATZ DER HOFFNUNG

(Foto Fantur: Symbole „Glaube, Hoffnung, Liebe“ am Kirchturm der Hundertwasserkirche Bärnbach, Steiermark)

 

 

Anker über Bug werfen gehört zur Schifffahrt, um das Wasserfahrzeug auf festem Boden zu verankern und nach Bedarf an Land zu bringen. Somit wünscht man sich nach jeder Ausfahrt wieder einen Halt und Trittfestigkeit.
 
Ebenso wirft man im Leben Anker, um wieder festen Untergrund und sicheren Halt zu verspüren.

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LICHTBLICKE IM ADVENT_2

    (Foto Fantur: die erste Kerze leitet die vier Adventsonntage ein)

 

 

Lange Warteschlangen vor der Kassa, hektisches Treiben in den Einkaufszentren, drängelnde Autofahrer, nervenaufreibende Situationen in Familien, die To-do Liste wird immer länger. Der Zeitraum steht auf Hochdruck des Pulses, der Anstrengung und der Überbelastung. Das ist die eine Seite des Advents und der vorweihnachtlichen Zeit.

 

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MIT STIMMUNGSAUFHELLER GEGEN NOVEMBERBLUES

(Foto Fantur: Novemberimpression)

 

Die Tage werden kürzer und die zunehmende Dunkelheit drückt die Stimmung. Deshalb macht sich eine gewisse Melancholie breit. Die Antriebslust nimmt deutlich ab und eine gewisse Müdigkeit macht sich breit. Zudem kriecht man in der Früh nur ungern aus den Federn. Einige suchen den Ersatz gegen diese missliche Stimmung mit dem Griff in die Keks- oder Schokodose. Außerdem können manche eine unangenehme Gereiztheit an den Tag legen. Ein Stimmungshoch bricht erst dann aus, wenn die Sonne den Nebel durchbricht.  

 

Novemberblues, Winterdepression und Co.

Gerne spricht man umgangssprachlich von der Novemberdepression. „Depression“ klingt hingegen zu hart. Somit klingt die Bezeichnung „Novemberblues“ besser. Schließlich ist es eine Saison, wo man gerne in sich einkehrt und reflektiert. Deswegen wäre es sehr hilfreich, wenn das Tief als Chance genutzt wird, um einen Widerstand dagegen zu entwickeln. Darüber hinaus sollte man mit mehr Immunantworten Lichtblicke in den Alltag bringen.

 

 

  (Foto Fantur: Novemberimpression)

 

Immunantworten gegen die November-Melancholie

Im Folgenden werden einige Vorschläge aufgezählt, wie das Rausgehen, Aufnahme von mehr Vitamin D und die innere Einkehr. Außerdem wären ausgewählte Rituale recht förderlich: Tee trinken, Buchlesen, Schreiben, Ausfahrten, Sport betreiben, kirchliche Angebote wahrnehmen, Besuche abstatten usw.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ – SEGEN ODER FLUCH?

         (Foto erstellt mit Hilfe von ChatGPT: Wissensinjektion ins Gehirn)

 

 

Keine Idee – frag die Künstliche Intelligenz (KI). Prompt erstellte ChatGPT für mich einen menschlichen Schädel, in dessen Gehirn das Wissen injiziert wird. Es zeigt die Funktion der Künstliche Intelligenz, die „in Minutenschnelle“ Informationen jeglicher Art einflößen kann. ChatGPT generierte für mich Bilder, nachdem ich keine passenden Fotos zu einem Posting finden konnte. Gerne recherchiere und „google“ ich mithilfe der Künstlichen Intelligenz. Ist KI ein Segen oder Fluch?

 

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RING UM RING – ABENTEUER DER SPURENSUCHE

(Foto Fantur: Baumringe – Lebensringe – Spurenlesen)

 

 

Ringe winden sich
um den Kern
Jahr um Jahr
umkreisen sie Ringe
hinterlassen Spuren
trotzen dem Gegenwind
überwallen Faulstellen
stellen einen strammen Stamm 
schöpfen Energie aus dem Vorrat
teilen die Luft zum Atmen.
 
Ring um Ring
Wandern auf verstrichenen Formspuren
Saugen vom Lebenssaft der Wurzeln
Umringen des Befalls
Erschließen und Heimkehr zum ursprünglichen Abbild.
Peter Fantur

PARADIESISCHE AUSSICHTEN TROTZ GEGENSTROM

PARADIESISCHE AUSSICHTEN

 

      (Foto Fantur: am Meeresstrand von Caorle, Italien)

 

 (Foto Fantur: am Strand von Bašanija in Kroatien)

 

 

 

Wasserteilchen setzen sich in Bewegung,                                      

Wellen rücken immer näher                                                       

überschwemmen stachelige Gedanken                                                  

und verbreiten innere Ruhe.

 

 

Das Rauschen des Meereswassers,                                                        

wie ein Sinfonieorchester                                                                    

übertönt im fast harmonischen Einklang                                                 

die Misstöne der schaurigen Eilmeldungen.

 

 

Bewegungslose und versteinerte Felsbrocken                                        

wehren den starken Wellengang ab,                                                        

halten Ablagerungen fern und                                                                

führen zu Verwitterung vom alltäglichen Groll und Joch.

 

 

Ein Wasserstrahl plumpst auf die Steinplatte,                                        

erfrischt den aufgeheizten Körper                                                          

und belebt den Geist                                                                                

vor der sengenden Sonne.

 

 

Ein unendlicher Blick in die Weite,                                                        

ein Blitzgewitter der tänzelnden Strahlen im Wasser,                        

die Weite des Meeres wirkt grenzenlos und                                            

wie ein Ruhepol im Paradies. 

 

 

Peter Fantur             

SPUREN – LESEN VON ALPHA BIS OMEGA

SPUREN – LESEN

 

(Foto, erstellt von ChatGPT: versandete Spuren)

 

(Foto Fantur: suchende Spuren im Schnee)

 

 

Abdrücke der kleinen Schritte 

zappeln leichtfüßig den Großen nach.  

Kniefall und Aufbäumen begleiten sie, 

auf den Spuren des Fort-Tritts.

 

Es sind Laufschritte,

gehetzt vom Tempo der Zeit.

Stolpersteine und Mauern behindern sie,

auf den Spuren des Fortschritts.

 

Unvermeidbare Fehltritte,

zermürbt durch Entgleisungen. 

Sie vereiteln eine Neuausrichtung

auf den Spuren des Rückschritts.

 

Unregelmäßige Schrittbewegungen,

getragen von Stock und stützendem Arm.

Das Schritthalten wird stark behindert,

auf den Spuren der Hilflosigkeit.

 

Suchende Schritte,

geleiten und entfachen das Feuer,

auf der Suche nach Höherem

und auf den Spuren der Erkenntnis.

 

Gemächlich kleine Schritte,

zeugen von Müdigkeit und Erschöpfung.

Sie tragen Erfahrung und Weisheit

auf den Spuren zum letzten Auftritt.

 

Übernatürliche Spuren,

ermöglichen die Komposition der Natur,

beleben die unruhigen Herzen der Lebenden,

Schritt für Schritt der himmlischen Vollendung entgegen. 

 

Peter Fantur

AUFOPFERNDE TAPFERKEIT ZU HUNDERT PROZENT

  (Foto Fantur: Blick von Stephanus gegen den Himmel am Hochaltar im Dom zu Passau, Bayern)

 

 (Foto Fantur: Steinigung des hl. Stephanus am Hochaltar des Stephansdoms in Wien)

 

(Foto Fantur: Stephanus mit den Steinen in der Hand am Seitenaltar des Gurker Doms in Kärnten dargestellt)

 

„So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,59) Stephanus war der erste Märtyrer (Protomärtyrer) der Christenheit. In Erinnerung an seine Todesart wird er in den Kirchen mit Steinen und mit einer Märtyrerpalme dargestellt. An der Hinrichtung war auch Saulus beteiligt. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde nach einer Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus der christliche Missionar Paulus.

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TAPFERKEIT UNTER LEBENSGEFAHR

 

 (Foto erstellt mit ChatGPT: Diebe in Aktion)

 

Der Prophet Amos (Erstes Testament) wettert gegen die Ungerechten, „weil sie den Unschuldigen für Geld verkaufen…, weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen.“ (Am 2,6f.) Der alttestamentliche Prophet nimmt sich tapfer kein Blatt vor den Mund und greift die Ausbeuter an, die sich mit untadeligen Werken anstacheln: „Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.“ (Am 8,5f.)

 

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FRIEDE UND GERECHTIGKEIT – ZWEI UNLÖSBARE POLE

 (Foto Fantur: Gerechtigkeit auf die Waagschale legen)

 

 

„Es begegnen sich Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt es einen Ertrag.“ (Psalm 85, 11-14)                                                                      

Dieser Psalm im Ersten Testament setzt zum Wohlergehen im Herrschaftsgebiet Jahwes bestimmte Werte des Zusammenlebens voraus. Dazu zählen die Gnade, die Treue, der Friede und die Gerechtigkeit. Erst dann spendet Gott seinem Volk den Segen und gibt seinen Ertrag. 

 

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DIE UNGERECHTIGKEIT IST WIE EIN BUMERANG

(Foto Fantur: Büste des römischen Kaisers und Stoikers Marcus Aurelius im Kunsthistorisches Museum in Wien)

 

„Wer Unrecht handelt, handelt gottlos. Denn die Natur hat die vernünftigen Wesen füreinander geschaffen nicht, daß sie einander schaden, sondern nach Würdigkeit einander nützen sollen,“ stellt der römische Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in seinen „Selbstbetrachtungen“ (9. Buch, Kapitel 1) fest.
„Ungerecht scheint zu sein: einmal der Gesetzesübertreter, zweitens der Habsüchtige, …, drittens der Feind der Gleichheit“ (Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, 5. Buch, Kapitel 2). 

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SELIGER EIN LEBEN MIT MAßEN

 (Foto Fantur: Pythagoräische Gerechtigkeitsschale mit Maßen)

 

Auf der Insel Samos ging der Bau der Wasserleitung nur schleppend bis gar nicht voran. Die Arbeiter gaben sich lieber dem Genuss des Weintrinkens hin. Pythagoras (580-500 v. Chr.) erfand dann einen Becher der Gerechtigkeit. Einen halber Becher Wein durfte der Arbeiter genießen. Wer aber maßlos und gierig den ganzen Becher mit Wein auffüllte, da lief der ganze Wein aus und der Arbeiter hatte nichts zu trinken.

 

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DIE INNERE TRIEBFEDER DES GLÜCKS

(Foto Fantur: Graffiti mit kindlichen Motiven am Neuen Platz in Klagenfurt anno 2025)

 

Sie haben nicht viel und sie können sich nicht viel leisten. Kinder freuen sich über jede Kleinigkeit, auch ein Bild und strahlen dabei Glück aus. Das kann sich schnell ändern, wenn ihnen das Mehr-Haben-Wollen anerzogen wird. Dann wird das kindliche Glück messbarer und kalkulierbarer.

 

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DEM GIPFEL ENTGEGEN

 

          (Foto Fantur:  Drei Zinnen, Tre Cime di Lavaredo, Italia)

 

Ein erhabenes Gefühl, diese Berggipfel der Dolomiten in Südtirol, mit dem Weitblick auf verschiedene Gebirgsstöcke und auf die Tallandschaften zu Füßen. Die geologischen Formationen vermitteln die vielfältige Schönheit der Natur. Befreiend ist der Blick nach oben. Der blau-graue Himmel zieht mich an. Ich spüre in mir ein Stück der Ewigkeit. Diese Weite ist für mich fast beklemmend, verbunden mit der Angst sich zu verlieren, und zugleich befreiend, alles Belastende zurücklassen zu dürfen. Am Himmel ziehen dicke Wolken weiter und beleben die Monotonie. Zugleich wirken sie einladend und durchbrechen die himmlische „Einsamkeit“.
 
 
 

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