
(Foto Fantur: Die Kirche Maria am Felsen beherbergt in Perast die wundertätige Ikone)
Eine wundertätige Ikone verwandelte Perast und die ganze Region. Seit dem Wunder (1452) findet jedes Jahr am 22. Juli eine Wallfahrt mit den Booten auf die Insel statt. Da werfen die Wallfahrer symbolisch Steine ins Meer und erinnern an die Aufschüttung der künstlichen Insel. Dadurch konnte die Ikone in einer neuerrichteten Kirche ihr Bleibe finden.


(Fotos Fantur: Der Hauptaltar mit der Ikone in der Kirche Maria vom Felsen)
EINE IKONE VERWANDELT DIE REGION
Eine wundersame Geschichte hat die katholische Kirche „Gospa od Škrplja“ („Maria von Felsen„, „Lady of the Rocks“) vor der Küste von Perast, in der Bucht von Kotor. So fanden zwei Brüder, vom Beruf Fischer, eine Ikone mit dem Bild der Muttergottes mit Kind. Sie nahmen sie mit nach Hause. Inzwischen erkrankte ein Bruder und die Genesung über Nacht führte die Familie auf die wundersame Ikone im Hause zurück. Demzufolge kam es im Jahre 1632 zur künstlichen Aufschüttung der Insel und die Kirche wurde erbaut. Schließlich wurde die Ikone im Hauptaltar der katholischen Kirche aufbewahrt. Sie ist eine Saalkirche (einschiffig), hat einen Campanile (Glockenturm) und eine byzantinische Kuppel (Pendentifkuppel).
KATHOLIKEN IN DER DIASPORA
Montenegro verzeichnet knapp über drei Prozent Katholiken. Sie leben in einer Diaspora. Der Kirche steht seit dem Jahre 2024 Mons. Mladen Vukšić vor. Sitz des Bistums ist Kotor. Katholische Dekanate gibt es in Kotor, Budva, Herzeg Novi und Perast.

