
(Foto Fantur: Die „Moschee der Seefahrer“ in der Altstadt Ulcinj in Montenegro wurde 2012 neu errichtet und eingeweiht.)
Nach dem Gebetsruf des Muezzin versammelten sich einige Männer zum Gebet in der „Moschee der Seefahrer“ („Đamija Pomaraca“, „Xhamia Detarëve“, „Sailors Mosque“). Sie ist ein bedeutender Teil der Altstadt von Ulcinj in Montenegro. Ulcinj liegt in unmittelbarer Nähe zur albanischen Grenze. Die Küstenmoschee in der Altstadt von Ulcinj diente jahrhundertelang den Seeleuten als Gebetshaus und das Minarett als Leuchtturm.
Die „Moschee der Seefahrer“ hat eine bewegte Geschichte. Ihre Entstehung reicht in das 14. Jahrhundert. In weiterer Folge hat das Militär im Königreich SHS die Moschee dem Erdboden gleichgemacht (1931). So blieb dieser Platz jahrzehntelang leer. Nach mehrjährigen Bauphasen bauten Unterstützer und Spender die Küstenmoschee wieder auf und im Jahre 2012 folgte die Einweihung.

(Foto Fantur: das spontane Gebet der Gläubigen in der „Moschee der Seefahrer“ in Ulcinj in Montenegro.)
SPUREN DES ISLAM IN MONTENEGRO
Im multikonfessionellen Land Montenegro leben etwa zwanzig Prozent Einwohner mit muslimischem Glaubensbekenntnis. Die Islamisierung Montenegros erfolgte zur Zeit des Osmanischen Reiches. Sie gehören in erster Linie der bosnischen und albanischen Volksgruppe an und sind ein integrativer Teil des montenegrinischen Kulturerbes. Damit bereichern sie die religiöse Vielfalt in der Republik an der südöstlichen Adriaküste.

