(Foto Fantur: Kirche des hl. Nikolaus, die bedeutendste serbisch-orthodoxe Kirche in der Altstadt von Kotor, Montenegro)

 

 

Die Orthodoxe Kirche ist mit mehr als siebzig Prozent Mitgliedern die größte Konfession in Montenegro. Der Metropolit der serbisch-orthodoxen Kirche ist seit 2021 Joanikije II. (Mićovič). Er beerbte das Amt von seinem Vorgänger Amfilohije (Radović), der an COVID verstorben ist. Die Hauptkirchen des Metropoliten sind das Kloster Cetinje und die Auferstehungskirche (Hauptkirche) in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica.

 
In der orthodoxen Liturgie verschmelzen das Göttliche und das Menschliche. Weiters verbinden sich die Frömmigkeit, die innerlichen Emotionen und der Glaube. Dabei werden alle Sinne in Wort, Bild und Gesang angesprochen. Der Gottesdienst ist ein Entflammen der Emotionen.
(Foto Fantur: die Innenansicht der Kirche in Kotor mit der Ikonostase)
(Foto Fantur: die Haupt-Ikone der Kreuzerhöhung in der Kirche des hl. Nikolaus in Kotor, MNE)

DIE BILDERSPRACHE DER ORTHODOXIE

 
Das Typische an der orthodoxen Kirche ist die Ikonostase, eine Bilderwand, wo der Gottesdienst zelebriert wird. Im Kirchenschiff befindet sich das Volk, das die heilige Messe mitfeiert. In den Ikonenreihen werden Jesus, Maria, der Kirchenpatron, ein Erzengel und die Heiligen dargestellt. Weiters werden in den Ikonen biblische Themen bezugnehmend auf das Leben Jesu, die Apostel und so weiter dargestellt. Jene Ikone, die in der Mitte des Kirchenraumes steht und beim Eintreten der Gläubigen geküsst wird, stellt die Kreuzerhöhung dar.
POLYPHONES KLANGINSTRUMENT GOTTES
 
Eine Besonderheit der orthodoxen Liturgie ist der polyphone Gesang, ein vertontes Gebet. Dabei verzichtet sie auf die Instrumente. Die menschliche Stimme, das von Gott geschaffene Klanginstrument, kommt im orthodoxen Gottesdienst zum Tragen. Zum Abschluss gibt es eine Kostprobe des Gesanges aus der Nikolaikirche in Kotor (Црква Сбетог Николе).
(Video Fantur: Aufnahme des Gesanges in der Kirche des hl. Nikolaus in Kotor, MNE)

Von Peter Fantur

Mein Name ist Peter Fantur, bin pensionierter Religionsprofessor und bin Redakteur des Blogs "GlaubeLeben" (reli4life) Der Blog GlaubeLeben inspiriert mit tiefgründigen Themen und Fragestellungen sowie praktischen Impulsen, die den Glauben stärken und den Alltag bereichern.

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