
(Foto Fantur: zeitlebens wird viel Unterholz gesammelt, der aber dem Ökosystem auch dienlich sein kann)
Pascal saß auf der Anklagebank im Gerichtssaal. Falsche Zeugen traten auf und belasteten ihn mit Anschuldigungen, die er nicht begangen hat. Somit war er denn Unterstellungen wehrlos ausgeliefert. Pascal wollte hingegen am liebsten aufschreien und seine Unschuld beteuern. Seine Stimme verstummte aber im harmonischen Konzert der unwahren Zeugenaussagen.
Geister der Vergangenheit
Diese einschlägigen Erfahrungen begleiteten ihn ein Leben lang. Dadurch erfuhr er gravierende Benachteiligungen. So stellten sie eine Zäsur in seinem Leben dar. Infolgedessen blieb er ein Gefangener seiner Erinnerungen. Folglich war der Blick zurück oft wie ein „schwarzes Loch“, das immer längere Schatten vorauswarf. Weiters war Gegenwart oft von Verzerrungen gezeichnet. So konnte er nicht mehr unbefangen urteilen und das Misstrauen wurde sein Lebensbegleiter. Von den vergangenen Ereignissen geprägt, fehlte Pascal der Mut und der Antrieb Entscheidungen zu treffen.
Zur Salzsäule erstarrt
Rückblickend überwog immer wieder die Voreingenommenheit. Im Nachhinein holte im Pascals Leben die Vergangenheit die Gegenwart ein und beeinträchtigte seine Zukunft. Er war wie Lots Frau im Alten Testament, die zurücksah und zur Salzsäule erstarrte (vgl. Gen 19,26). Ihr gebannter Blick auf die vergangene Katastrophe, ließ sie versteinern. Was wäre, wenn sie nicht zurückgeschaut hätten? Sie wären noch am Leben und hätten in manchen Belangen bessere Aussichten.
Lesetipp: Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein, https://www.bic-media.com/widget/?showSocial=no&isbn=9783492317764

