
(Foto Fantur: Symbole „Glaube, Hoffnung, Liebe“ am Kirchturm der Hundertwasserkirche Bärnbach, Steiermark)
Anker über Bug werfen gehört zur Schifffahrt, um das Wasserfahrzeug auf festem Boden zu verankern und nach Bedarf an Land zu bringen. Somit wünscht man sich nach jeder Ausfahrt wieder einen Halt und Trittfestigkeit.
Ebenso wirft man im Leben Anker, um wieder festen Untergrund und sicheren Halt zu verspüren.
Durch Rückzugsbereiche und rituelle Abläufe kommt man zu den Ruhepolen des Alltags. Dabei findet man die Standfestigkeit dort, wo sich die Heimat oder das heimatliche Gefühl befindet. Das ist jener Ort, den man jederzeit und nicht nur in fröhlichen Tagen betreten kann. Vertrauenspersonen, liebevolle und ehrliche Menschen, die einen umgeben, vermitteln Zuversicht und bedingungslose Annahme.
Anker der Hoffnung
Der Ankerplatz im Alltag ist ein Rückzugsort, wo man Kraft schöpfen kann. Somit wird er auch zum Ruhepol, denn nur in der Ruhe entspringt neuer Lebensmut. Zudem ist er ein Ort, wo man sich sicher fühlen kann. Wer immer nur davonläuft, findet das Ziel und die Ruheoase nicht. Hingegen ist jener glücklich, der auch Ankerwerfern begegnet.
Christliche Anker
Der Anker ist ein Symbol für die Hoffnung, die all das umfasst, was der Ankerplatz uns bietet. Der Hoffnungsanker befindet sich auch am Zifferblatt des Turmes von Sankt Barbara in Bärnbach (Steiermark). Zugleich verbindet die Hundertwasser-Kirche den Anker mit dem Herzen und den griechischen Zeichen α und ω (Alpha und Omega). Somit stellen sie die drei göttlichen Tugenden dar. Demzufolge gewinnt die christliche Hoffnung erst durch die Verbindung mit der Liebe (Herz) und dem Glauben an Gott, der der Anfang und das Ende ist, eine Wirkkraft. *
* Quelle: Sankt Barbara Bärnbach, Hrsg. Röm. – kath. Pfarramt, Bärnbach 2007, Seite 69
weiterführender Link zur Hundertwasserkirche in Bärnbach, Steiermark:
https://www.steiermark.com/de/Region-Graz/Region/Kultur-und-Ausflugsziele/Ausflugsziele/St.Barbara-Kirche-Hundertwasser_isd_26688929

