(Foto Fantur: Friedenstauben für den Verstorbenen – ein Teil des Mosaiks im Mausoleum der Galla Placidia, Ravenna, Italia)

 

40 Tage regnete es und die Sintflut hinterließ eine Spur der Verwüstung. Demzufolge breitete sich das Wasser in Sekundenschnelle aus und erstickte alles Lebenswerte. Es ist so, wie mit einem geworfenen Stein, der im Wasser immer weitere Kreise zieht. Ebenso verhält es sich auch mit der Gewalt und dem Bösen. 

 

 

 

Die Geschichte von der Sintflut und die Rettung der Auserwählten auf der beschützenden Arche Noahs (siehe Gen. 6-9) beschreibt die Zerstörungskraft der strukturellen Gewalt und die rettende Ermöglichung des Neuanfangs mit Gottes Hilfe. Denn nach dem Ende der Katastrophe überbrachte eine Taube mit einem Ölzweig im Schnabel die Frohbotschaft. Und das Wasser zieht sich schließlich zurück und die Erde darf weiterleben. Somit wird die Taube zum Symbol für den Neuanfang, die Versöhnung und den Frieden. Deshalb sind die Guten der Garant für den friedvollen Übergang in eine hoffnungsvolle Zukunft.

 

Taubenschlag für Frieden, Versöhnung, Gottes Gegenwart

Das Symbol der Taube findet auch im Zweiten Testament seine Fortsetzung. Seit der frühen Christenheit wird sie mit dem Heiligen Geist, der Geistsendung und der Verbindung Gottes mit den Menschen verknüpft. Zu Pfingsten gedenkt man dieses Ereignisses. Die Taufe Jesu im Jordan ist der Ursprung, an dem sich der Geist Gottes als Taube zeigt (siehe Mk 1,9-11). Es ist eine berührende Erfahrung des Glaubens, von Gott nicht im Stich gelassen zu werden. 

 

 

(Foto Fantur: Taufe Jesu, ein Teil des Mosaiks im Neobaptisterium in Ravenna, Italia)

 

Von Peter Fantur

Mein Name ist Peter Fantur, bin pensionierter Religionsprofessor und bin Redakteur des Blogs "GlaubeLeben" (reli4life) Der Blog GlaubeLeben inspiriert mit tiefgründigen Themen und Fragestellungen sowie praktischen Impulsen, die den Glauben stärken und den Alltag bereichern.

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