Kirchengeschichte

STEINERNE FÜRBITTE GEGEN DEN TOD

Seuchen verursachen nicht nur Elend und Tod, sie sind ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der Menschheit. Im Jahre 1679 riss die Pest tausende Menschen in Wien in den Tod. Regionen wurden menschenleer und Familienangehörige wurden von heute auf morgen ausgelöscht. Hinzu kam die Belagerung durch die Osmanen und die Befreiung von den Türken.

 

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NADELSTICHE IN NAZARETH

 

     (Foto Fantur: antichristliche Propaganda vor der Verkündigungskirche in Nazareth, 2015)

 

Auf dem Pilgerweg zur Verkündigungskirche in Nazareth wird den Christen auch eine Lektion erteilt. Auf riesigen Plakaten wird ihre Religion infrage gestellt. Der Grund: nach islamischer Vorstellung beten die Christen drei Götter (Vater, Sohn und Heiliger Geist) an. Dann der Appell: es sei verboten drei Götter anzubeten! Allah ist der einzige und der eine Gott!

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IMPRESSIONEN AUS KRETA_3

(Foto Fantur: vor etwa 50 Jahren waren Hippies in Matala und wohnten in den Höhlen)

    (Foto Fantur: Matala-Beach in Kreta – ein Paradies für Aussteiger)

 

(Foto Fantur: das Preveli Kloster, dem Evangelisten Johannes geweihter und beliebter Wallfahrtsort im Süden Kretas, zeichnete sich im Unabhängigkeitskampf aus. Das Kloster leistete Widerstand gegen die türkischen Besatzer und war ein Zufluchtsort vor deutschen Invasoren im Zweiten Weltkrieg)

 

      (Foto Fantur: faszinierende Kakteen in der Klosteranlage Preveli)

 

(Foto Fantur: die Asomatos Schlucht, südlich von Rethymno, ein beliebter Wanderweg, führt ins Libysche Meer)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_2

(Foto Fantur: Christus als Pantokrator, Panagia Kera, Kreta, Griechenland)

 

 (Foto Fantur: Wein-Amphore aus Malia, der minoischen Palastanlage und Stadt)

 

(Foto Fantur: Blumeninseln belebten Anfang April 2025 in Malia das archäologische Areal der minoischen Zeit)

 

(Foto Fantur: byzantinische Kreuzkuppelkirche Panagyia Serviotissa, Stylos, Kreta)

 

(Foto Fantur: Ikone Gottesmutter Maria mit Jesuskind, aus dem Museum nebst der griechisch-orthodoxen Kirche Panagia Kera bei Kritsa auf Kreta)

 

(Foto Fantur: Landschaft um das Bergdorf Assomatos, Kreta, Griechenland)

 

(Foto Fantur: Spinalonga, eine ehemalige Festungsinsel, vor 100 Jahren Leprakolonie und heute unbewohnt)

 

 

MIT EINEM GANSL, WEIN UND DER LATERNE ZUM FEST

(Fotos Fantur: Pfarrkirche St. Martin in Šmartno, SLO, und Vorbereitungen auf das Weinfest)

Nach einer Legende versteckte sich der heilige Martin von Tours im Gänsestall, um der Bischofswahl zu entfliehen. Durch ihr Schnattern verrieten ihn die Gänse. Infolgedessen wurde er erst recht zum Bischof gewählt. Daher rührt auch der Verzehr der Martinsgans am Martinifest (11. November).
 

Mantel geteilt 

Martin (317? – 397 n. Chr.) ist einer der ersten Heiligen, der kein Märtyrer war. Als vom Volk gewählter Bischof zeichnete er sich als Asket aus. Er lebte in einer Mönchsgemeinschaft und verzichtete auf jegliches Eigentum. Der Hang zur Armut, Bescheidenheit und Spendenfreudigkeit zeichnete Martin schon als Jugendlichen aus. Am Stadttor von Amiens teilte er als Soldat mit einem frierenden Bettler seinen Mantel. Den Mantel hatte er zuvor mit einem Schwert geteilt. In der Nacht erschien Jesus in einem Traum mit diesem Mantelstück, das er dem Bettler gegeben hat. Das war in Martins Jugendjahren der Wendepunkt zum Christentum und er ließ sich taufen.

Wein, Gesang und Umzüge 

Zum Fest des hl. Martin sind viele Traditionen und Bräuche überliefert. Demnach habe er auch einen üppigen Weinbau an der Loire beeinflusst. In diesem Sinne findet auch in diesem Jahr im Weinbaugebiet in Šmartno, in der slowenischen Küstenlandschaft (Primorska), ein Weinfest statt. Es ist ein religiös-kulturelles, aber besonders kulinarisches Event. 

 
Auch in Kärnten sind die Martinsumzüge sehr beliebt. Dabei ziehen Kinder mit gebastelten Laternen durch die abendlichen Straßen und singen das Martinslied. Darin wird das Teilen des Mantels thematisiert. Wie zu Allerheiligen kommt auch am Martinsfest die Lichtsymbolik zum Tragen.
 
Wie bereits erwähnt, gehört zum Martinstag auch das Gans(l)essen. Die Gans wird mit Rotkraut und Erdäpfelknödeln serviert. In früheren Zeiten war das der letzte üppige Festschmaus vor der 6-wöchigen Fastenzeit vor Weihnachten.
Der hl. Martin ist der Schutzpatron der Soldaten, Armen und Bettler sowie der Pferde. In der St. Martinskirche in Šmartno wird er als Bischof dargestellt. Verbreitet ist auch die Darstellung des Heiligen als Soldat beim Überreichen des Mantelstückes oder in Begleitung einer Gans. 

DIE UNSTERBLICHEN

(Fotos Fantur: Kirche Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna)

 

 

„Du hast Gewalt über meinen Körper, aber über meine Seele vermagst du nichts; denn über sie hat Gott allein Macht,“ erwiderte Florian dem Stadthalter Aquilin. Er weigerte sich den heidnischen Göttern zu opfern und bekannte sich zu Christus. Er wurde zur Zeit der diokletianischen Christenverfolgung mit einem Stein um den Hals in der Enns ertränkt. Florian (Gedenktag: 4. Mai) ist der Schutzheilige unter anderem bei Feuer- und Wassergefahr. Die Feuerwehrleute werden auch Florianjünger genannt.

 

Unsterbliche Beschützer

 

Er war einer unter den zahlreichen christlichen Märtyrern der Antike, die für den christlichen Glauben ihr Leben hingaben. In der christlichen Nachwelt wurden sie zu unsterblichen Schutzpatronen. Das sind Heilige, die Fürsprecher für einen Berufsstand, Zustand, Ort oder Land geworden sind.

Märtyrer in weiß

 

Einen besonderen Stellenwert und Bedeutung bekommen die Märtyrer-Heiligen in der Kirche San Apollinare di Nuovo in Ravenna. An der Nordwand sind die Märtyrerinnen und an der Südwand die Märtyrer dargestellt. Die Märtyrerinnen ziehen in Begleitung der hl. drei Könige hin zu Maria mit dem Jesuskind im Schoß. Das Prozessionsziel der Märtyrer ist der thronende Christus. Die Palme steht für den Sieg und die Überwindung des Todes; in den Händen tragen sie Lorbeerkronen in Erinnerung an ihr Leiden. Sie sind in eine weiße Tunika gehüllt, die weiße Farbe symbolisiert die Reinheit und Unschuld.