Seuchen verursachen nicht nur Elend und Tod, sie sind ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der Menschheit. Im Jahre 1679 riss die Pest tausende Menschen in Wien in den Tod. Regionen wurden menschenleer und Familienangehörige wurden von heute auf morgen ausgelöscht. Hinzu kam die Belagerung durch die Osmanen und die Befreiung von den Türken.
Schicksals- und Tiefschläge führen zu mehr Rückbesinnung, Demut und Frömmigkeit. In den Städten wurden in Erinnerung an diese Not sogenannte Pestsäulen errichtet. Mit dem Glauben sollte die Epidemie besiegt werden. Die Säule ist wie eine steinerne Fürbitte.

(Foto-Collage Fantur: barocke Pestsäule Am Graben im 1. Wiener Bezirk)
Die barocke Pestsäule wurde Am Graben im I. Wiener Bezirk zu Ehren der Dreifaltigkeit mit kräftiger Unterstützung des Kaiser Leopold in den Jahren 1687-1692 errichtet. Gott–Vater, der Sohn mit dem Kreuz und der darüber schwebende Heilige Geist (Taube) im Strahlenkranz, sollen die Wiener vor der Pest beschützen. Neben der vereinigten Göttlichkeit sind die Engel in übergroßer Gestalt zum Schutz und Unterstützung anwesend.

(Foto-Collage Fantur: Pestsäule in der Fußgängerzone in Eisenstadt)
Die Pestsäule in Eisenstadt ist ebenso der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmet. Am korinthischen Kapitell wird die Krönung von Maria dargestellt. Der Heilige Geist schwebt darüber. Die Säule wurde im Jahre 1713 errichtet. Stifterin ist die Fürstenfamilie in Gedenken an Fürst Paul I. Esterhazy, der an der Pest verstorben ist.
NOT LEHRT OFT BETEN UND GLAUBEN UND HOFFEN!

