(Foto Oman: in der Ruhe liegt die Kraft auch für eine Katze)

 

Das Vorurteil über die Montenegriner lautet, dass sie zur Faulheit neigen. Sie wirken besonnen, nach außen langsam und relaxt. Dieser Lebensstil kann leicht verwirren.

 

 

Die Einheimischen scherzen selbst über dieses Klischee und vermarkten es gerne, auch auf Briefmarken. In der Trafik fand ich eine Ansichtskarte mit italienischer Formulierung der zehn „Monte-Negrino“ Gebote. Dass dies nur ein Vorurteil ist, konnte ich mich vergewissern, denn das Gegenteil ist der Fall.

Die zehn Gebote von Montenegro  klingen sehr unterhaltsam. Frei übersetzt aus dem Italienischen gebe ich sie im Folgenden wieder. 

 

10 MONTENEGRINISCHEN GEBOTE

1. Der Mensch wird müde geboren und er lebt, um sich zu erholen.

2. Liebe das eigene Bett, wie dich selbst.

3. Erhole dich am Tag, um in der Nacht schlafen zu können.

4. Arbeite nicht – die Arbeit tötet.

5. Wenn du siehst, dass sich jemand erholt – hilf ihm.

6. Arbeite wenig, wenn du willst und alles andere, überlässt du dem anderen.

7. Im Schatten ist die Erlösung, niemand ist noch beim Erholen gestorben.

8. Die Arbeit macht krank – sterbe nicht jung.

9. Im Falle, dich packt der Arbeitswille, setz dich hin, warte ein wenig – du wirst sehen, dass er dir vergehen wird.

10. Wenn du siehst, dass gegessen und getrunken wird – komm näher; wenn du siehst, dass gearbeitet wird – entferne dich, um nicht zu stören!

 

 

(Foto Fantur: die italienische Übersetzung der 10 Montenegrinischen Gebote)

 

(Foto Oman: Sitzpolster zum Relaxen beim beschwerlichen Aufstieg zur Festung in Ulcinj, Montenegro)

Von Peter Fantur

Mein Name ist Peter Fantur, bin pensionierter Religionsprofessor und bin Redakteur des Blogs "GlaubeLeben" (reli4life) Der Blog GlaubeLeben inspiriert mit tiefgründigen Themen und Fragestellungen sowie praktischen Impulsen, die den Glauben stärken und den Alltag bereichern.

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