
(Foto Fantur: San Apollinaris, Bischof und Märtyrer, im Apsismosaik der Basilica San Apollinare in Classe, Ravenna, Italia)
Die aufgehende Sonne steht für die Überwindung der Dunkelheit und für einen Neuanfang, der mit neuer Lebensenergie beseelt werden soll. Dies gilt auch für die Ostorientierung der Frühchristlichen Basilika.

(Foto Fantur: Atrium mit Brunnen – heute mit Baum – im Eingangsbereich der Brotvermehrungskirche in Tabgha, Israel)
Das Atrium, ein Vorhof, war der Sammelplatz der Gläubigen und Pilger. Dabei stand inmitten der Säulenhalle ein Brunnen, der der versammelten Gemeinde Erfrischung und eine (seelische) Reinigung ermöglichte.

(Foto Fantur: Narthex der Brotvermehrungskirche in Tabgha, nach einem Brandanschlag eines jüdischen Extremisten 2015)
Vor dem Eintritt in die Basilika befand sich eine Vorhalle, der sog. Narthex. Er war entweder vor der Hauptfassade oder danach eingeplant (Exonarthex, Esonarthex). Dieser Ort war für die Büßer, die Umgetauften und die Katechumenen bestimmt.
Demnach wurden die Büßer, die in der Fastenzeit Buße übten, am Gründonnerstag wieder in den Kreis der Gottesdienstgemeinde aufgenommen. Dies trifft auch auf die Katechumenen zu. Sie nahmen nach einer intensiven christlichen Unterweisung und der Taufe ebenso daran teil.
Ein Schiff als Rückzugsort für Ruhe und Besinnung

(Foto Fantur: reiche Mosaikböden der Basilica Santa Maria Assunta, Aquileia, Italia)
Über den Narthex betrat man die Basilika. Sie ist in „Schiffe“ (Haupt-, bzw. zwei oder vier Seitenschiffe) unterteilt. Ebenso wie bei Noah, sollte das Gotteshaus als Schiff dienen. Er soll als Rückzugs- und Zufluchtsort fungieren sowie ein Aufenthalt für Ruhe und Besinnung, für Gebet und Reflexion sein.
Darüber hinaus ist die basilikale Mosaikkultur am Boden, den Wänden und im Gewölbe eine Augenweide. Zudem ist das Mittelschiff von den Seitenschiffen erhöht und ermöglicht viel Raum für Mosaike und Darstellung von christlichen Symbolen und biblischen Motiven.

(Foto Fantur: Chorschranken in der Euphrasius-Basilika, Eufrazijeva bazilika, Poreč, Kroatien)
Die Chorschranken und der Triumphbogen trennten des Hauptschiff vom Chorbereich, indem der Bischof, der Priester und die Kirchendiener die Messe feierten. Weiters diente der Lesepult (Ambo) dem Wortgottesdienst und der Altar der Eucharistiefeier. Ebenso reich an Mosaiken ist das Gewölbe des Chores und der Chorabschluss (Apsis).

