(Foto Fantur: BROT für ALLE)

 

Das Brot steht neben dem Fisch als Bild für das Leben. 673 Millionen Menschen, geschätzt 8,2 % der globalen Bevölkerung, litt 2024 unter Hunger.

 

 

Der prozentuelle Anteil ging laut WHO leicht zurück, in Afrika und Westasien stieg er jedoch. Für Millionen von Menschen reicht die Aufnahme der Nahrung nicht aus, um normal und gesund leben zu können. Betroffen sind vor allem Kinder.

Andererseits reicht die weltweite Nahrungsmittelproduktion bei weitem aus, um jede/n Erdenbürger/in zu ernähren und das Überleben zu ermöglichen. Ebenso könnte man mit Lebensmitteln, die im Müll landen, ein Fünftel der Hungernden sättigen. Im Slowenischen gibt es die Redewendung „s trebuhom za kruhom“ und es kann sinngemäß „mit dem Bauch auf der Suche nach Brot“ übersetzt werden. Wenn es möglich ist, sucht man die Chancen woanders, um zu überleben.

 

 

(Foto Fantur: die Innenansicht der Brotvermehrungskirche Tabgha in Israel)

 

(Foto Fantur: Brote und Fische in der Brotvermehrungskirche Tabgha in Israel)

 

Hunger – Sehnsucht

Eine große Menge versammelte sich am See Genezareth (Israel) und hungerte nach den Worten Jesu. Mit der Zeit packte die Personen auch ein anderer Hunger. Aber sie hatten nur fünf Brote und zwei Fische. Es kommt zum Geschenkwunder der Brotvermehrung und zur Speisung der 5000. „Und sie aßen alle und wurden satt und sammelten auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.“ (Mt 14,20) Die Brotvermehrungskirche (Heptapegon) in Tabgha erinnert an dieses Geschenkwunder.

 

(Foto Fantur: ein Keramik-Teller aus Tabgha in Israel)

 

Brot – Anrecht

Jeder hat das Recht auf das tägliche Brot. Die Sozialenzyklika Populorum Progression (PP), vom Papst Paul VI. (1967), bringt es auf den Punkt: „Wenn aber die Erde da ist, um jedem die Mittel für seine Existenz und seine Entwicklung zu geben, dann hat jeder das Recht auf ihr das zu finden, was er nötig hat.“ (PP Nr. 22)  Erst danach kann man sich sozial, geistig und kulturell höher- und weiterentwickeln. Ansonsten werden sich Hungersflüchtlinge „s trebuhom za kruhom“, mit dem Bauch auf der Suche nach Brot, wie eine Karawane immer weiterbewegen. Sie haben ja nichts mehr zu verlieren. 

 

 

 

 

 

weiterführender Link zur Brotvermehrungskirche Tabgha in Israel:                                                                                 https://www.dvhl.de/projekte/priorat-tabgha/

Von Peter Fantur

Mein Name ist Peter Fantur, bin pensionierter Religionsprofessor und bin Redakteur des Blogs "GlaubeLeben" (reli4life) Der Blog GlaubeLeben inspiriert mit tiefgründigen Themen und Fragestellungen sowie praktischen Impulsen, die den Glauben stärken und den Alltag bereichern.

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