Kunst – Kultur

MARIA HILF – MARIJA POMAGAJ – AIUTARCI TU – PRAY FOR US

(Foto Fantur: Karlskirche in Wien, Mariä Himmelfahrt, Teilansicht des Altargemäldes von Sebastiano Ricci)
(Foto Fantur: Mariä Himmelfahrt am Deckengewölbe des Mittelschiffs in der Stiftskirche Ossiach, Josef   Ferdinand Fromiller, um 1744)

 

(Foto Fantur: Marijino vnebovzetje – Mariä Himmlefahrt, Kathedrale Koper, Slovenija)

 

 

Gottesmutter Maria repräsentiert das Weibliche im Christentum. Für die Christen vermittelt sie eine gewisse Geborgenheit und einen starken Rückhalt. Maria verkörpert die Demut, ein Vorbild des Glaubens und den Gerechtigkeitssinn.

 

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PARADIESISCHE AUSSICHTEN

      (Foto Fantur: am Meeresstrand von Caorle, Italien)

 

 (Foto Fantur: am Strand von Bašanija in Kroatien)

 

 

Wasserteilchen setzen sich in Bewegung,                                      

Wellen rücken immer näher                                                       

überschwemmen stachelige Gedanken                                                  

und verbreiten innere Ruhe.

 

 

Das Rauschen des Meereswassers,                                                        

wie ein Sinfonieorchester                                                                    

übertönt im fast harmonischen Einklang                                                 

die Misstöne der schaurigen Eilmeldungen.

 

 

Bewegungslose und versteinerte Felsbrocken                                        

wehren den starken Wellengang ab,                                                        

halten Ablagerungen fern und                                                                

führen zu Verwitterung vom alltäglichen Groll und Joch.

 

 

Ein Wasserstrahl plumpst auf die Steinplatte,                                        

erfrischt den aufgeheizten Körper                                                          

und belebt den Geist                                                                                

vor der sengenden Sonne.

 

 

Ein unendlicher Blick in die Weite,                                                        

ein Blitzgewitter der tänzelnden Strahlen im Wasser,                        

die Weite des Meeres wirkt grenzenlos und                                            

wie ein Ruhepol im Paradies. 

 

 

Peter Fantur             

AUFOPFERNDE TAPFERKEIT

  (Foto Fantur: Blick von Stephanus gegen den Himmel – Hochaltar Dom zu Passau, Bayern)

 

 (Foto Fantur: Steinigung des hl. Stephanus, Hochaltar des Stephansdoms in Wien)

 

(Foto Fantur: Stephanus mit Steinen in der Hand  – Seitenaltar Gurker Dom, Kärnten)

 

So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,59) Stephanus war der erste Märtyrer (Protomärtyrer) der Christenheit. In Erinnerung an seine Todesart wird er in den Kirchen mit Steinen und einer Märtyrerpalme dargestellt. An der Hinrichtung war auch Saulus beteiligt. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde nach einer Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus der christliche Missionar Paulus.

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IM NAMEN DER GERECHTIGKEIT

(Foto Fantur: Büste des römischen Kaiser und Stoikers Marcus Aurelius, Kunsthistorisches Museum, Wien)

 

„Wer Unrecht handelt, handelt gottlos. Denn die Natur hat die vernünftigen Wesen füreinander geschaffen nicht, daß sie einander schaden, sondern nach Würdigkeit einander nützen sollen,“ stellt der römische Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in seinen „Selbstbetrachtungen“ (9. Buch, Kapitel 1) fest.

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EISZEIT IN DER KIRCHE

 (Fotos: Magdi Baumgartner, Collage: Fantur)

 

 

Blumen und Grünpflanzen sind umgeben und gefangen im Eis. Die slowenische Künstlerin Elena Fajt schuf eine Landschaft aus Eisskulpturen und gestaltete die diesjährige österliche Ausstellung zum Thema „Unsichtbar und scheinbar“ in der kleinen Filialkirche in Sankt Peter (Šentpeter), in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental (Šentjakob v Rožu), in Kärnten.

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SPUREN DER AUFERSTEHUNG

(Foto Fantur: Auferstehung Jesu von Giotto, Scrovegni Kapelle in Padua)

 

Ein leeres Felsengrab, in dem Jesu Leichnam bestattet worden ist, nährt die erste Verschwörungstheorie. Gegner des aufstrebenden Christentums behaupteten, dass Jesu Leichnam gestohlen worden ist. Die Evangelisten berichten aber von Jesu Auferstehung. Letztendlich sind die Evangelien im Lichte der Auferstehungsberichte verfasst worden. Dieses Ereignis war für die Zeitzeugen ein einschneidendes Erlebnis.

 

 

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AUCH DER HIMMEL WEINTE

 (Foto Fantur: Giotto, Beweinung Christi nach der Kreuzabnahme)

 

 

Joseph von Arimathäa, ein Mitglied des Hohen Rates, erbat vom Pontius Pilatus den Leichnam Jesu. Er hüllte ihn dann in reines Leichentuch, legte ihn anschließend in den Felsengrab und ermöglichte eine würdevolle Bestattung. Myrrhe gemischt mit Aloe wurde zwischen das Leinentuch gestreut. Immer dabei waren die zwei Marias. Diese Bestattungsstätte wird mit dem Heiligen Grab in der Grabeskirche in Jerusalem in Verbindung gebracht und der Felsen ist der sog. Golgotha-Felsen.

 

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TOD – ENDE ODER WENDE?

  (Foto Fantur: Giotto, Kreuzigung)

 

 

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ (Mt 27,46), rief Jesus laut am Kreuz und um die 9. Stunde (15:00 Uhr) hauchte er den Geist aus. Die Aufschrift des Kreuzes beinhaltete seinen Schuldspruch: „Das ist Jesus, der König der Juden“ (Mt 27,37, INRI). Einige Personen begleiteten ihn bis zum letzten Atemzug, aber man stirbt allein.

 

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ABENDMAHL MIT DÜSTEREN AUSSICHTEN

(Foto Fantur: Giotto, Das letzte Abendmahl)

 

 

Anlässlich des höchsten jüdischen Festes, dem Pascha, drückt Jesu Tischgemeinschaft mit seinen zwölf Jüngern die enge Verbindung und Freundschaft der Anwesenden aus. Zum Pascha gedenken die Juden nämlich des Auszuges aus dem Sklavenhaus Ägyptens. Jesu Festmahl mit seinen Jüngern ist aber überschattet von düsteren Voraussagen.

 

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PINSELSPRACHE DES GLAUBENS

       (Foto Fantur: Museum des Klosters Panayia Kera, Kreta)

 

Ikone (griech. εικον) bedeutet Bild, aber auch Ebenbild und Urbild. In der orthodoxen Kirche hat sie eine zentrale Bedeutung im Haus, in der Kirche, im gesamten Alltag. Sie vermittelt zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Jenseits und dem Diesseits sowie zwischen Gott und dem Menschen. Durch das Bild erscheint (Epiphania) das Göttliche dem Menschen. 

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LETZTER ERDENWEG IN GRIECHENLAND

       (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof im Süden Kretas)

 

 (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof in Kokkari, Samos)

 

 

Die letzte Ruhestätte auf vielen griechischen Friedhöfen ist ein Monument aus Marmor. Holz ist in Griechenland sehr teuer. Auf dem Grab ist eine Öllampe, Blumen, das Foto mit den Daten des Verstorbenen und auch das Kreuz als Zeichen der Erlösung.

 

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IMPRESSIONEN AUS KRETA_4

 

(Foto Fantur: Künstlerwerkstatt der Töpferei in Kerameiou in Margarites bei Rethymno, Kreta)

 

    (Foto Fantur: Landschaft in Amnatos)

 

(Foto Fantur: im orthodoxen Kloster Arkadi ergaben sie sich Widerstandskämpfer Kretas, auch Frauen und Kinder, nicht den osmanischen Aggressoren, wählten den Freitod und sprengten das Kloster in die Luft. Infolgedessen ist der 8. November Kretas Nationalfeiertag)
(Foto Fantur: Muttergottes Glykophilousa, Arkadi Monastery, Amnatos, Kreta)
      (Foto Fantur: einladendes Ambiente der Altstadt und des Hafens von Rethymno)

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_3

(Foto Fantur: vor etwa 50 Jahren waren Hippies in Matala und wohnten in den Höhlen)

    (Foto Fantur: Matala-Beach in Kreta – ein Paradies für Aussteiger)

 

(Foto Fantur: das Preveli Kloster, dem Evangelisten Johannes geweihter und beliebter Wallfahrtsort im Süden Kretas, zeichnete sich im Unabhängigkeitskampf aus. Das Kloster leistete Widerstand gegen die türkischen Besatzer und war ein Zufluchtsort vor deutschen Invasoren im Zweiten Weltkrieg)

 

      (Foto Fantur: faszinierende Kakteen in der Klosteranlage Preveli)

 

(Foto Fantur: die Asomatos Schlucht, südlich von Rethymno, ein beliebter Wanderweg, führt ins Libysche Meer)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_2

(Foto Fantur: Christus als Pantokrator, Panagia Kera, Kreta, Griechenland)

 

 (Foto Fantur: Wein-Amphore aus Malia, der minoischen Palastanlage und Stadt)

 

(Foto Fantur: Blumeninseln belebten Anfang April 2025 in Malia das archäologische Areal der minoischen Zeit)

 

(Foto Fantur: byzantinische Kreuzkuppelkirche Panagyia Serviotissa, Stylos, Kreta)

 

(Foto Fantur: Ikone Gottesmutter Maria mit Jesuskind, aus dem Museum nebst der griechisch-orthodoxen Kirche Panagia Kera bei Kritsa auf Kreta)

 

(Foto Fantur: Landschaft um das Bergdorf Assomatos, Kreta, Griechenland)

 

(Foto Fantur: Spinalonga, eine ehemalige Festungsinsel, vor 100 Jahren Leprakolonie und heute unbewohnt)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_1

   (Foto Fantur: am Strand von Limenas Chersonissou, März 2025)

 

   (Foto Fantur: Pfau repräsentiert Schönheit, Ruhm und Unsterblichkeit auch im heutigen königlichen Palast von Knossos)
  (Foto Fantur: Thronsaal des Herrschers der Minoer in Knossos)
  (Foto Fantur unten: Büste des weltberühmten Schriftsteller Nikos Kazantzakis in Myrtia, Kreta)
Nikos Kazantzakis: „Wenn du kannst, sieh der Angst ins Auge und die Angst wird sich vor dir fürchten und davonrennen.“
(Foto: Museum Nikos Kazantzakis in Myrtia)

 

EUROPAS WURZELN

 

 

(Foto Fantur: Die minoische Palastanlage in Knossos, Kreta, Griechenland)

 

 

Am Anfang war die Religion. Dies trifft auch für die minoische Kultur auf Kreta zu. Knossos war Zentrum dieser Hochkultur auf Kreta. Es liegt unweit der Hauptstadt Heraklion.
Nach der griechischen Mythologie vereinten sich der Göttervater Zeus und die phoenizische Königstochter Europa und zeugten drei Söhne, darunter auch den legendären Minos. Nach der Königstochter bekommt unser Erdteil die Bezeichnung Europa und nach dem mythischen König Minos erlebt Europa in der bronzezeitlichen Zeit (2000 v. Chr.) die erste Hochkultur. Die Herkunft der Minoer ist unbekannt. Der königliche Palast war Zentrum der Regierung, der Wirtschaft und des Kultes.

Kultur und Religion ohne Kriegswaffen

Die Religion der Minoer ist eine Naturreligion mit vielen Göttern. Sie verehrten die Natur und im Alltag gab es für Kriegswaffen keinen Platz. Die Präsenz der Götter war nicht in den Tempeln zu finden, sondern in den Erscheinungsformen des Alltags.  In der kretischen Mythologie starben die Götter jährlich und jedes Jahr wurden sie wieder belebt.
Zu den religiösen Symbolen gehörten die Schlange, die Stierhörner und die Doppelaxt. Die Schlange soll das Haus und das Heim beschützen und vor dem Bösen bewahren. Die Doppelaxt verwendete man bei den Stieropfern.

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IM GESPRÄCH MIT DEM UNGEBORENEN

(Kopie Fantur: in der Warteschlange des Mutterleibs)

 

 

Du bringst so viel Freude in mein Leben. Du erkennst meine Stimme. Wie gerne würdest du mir etwas sagen wollen. Stattdessen strampelst du mit deinen Füßen gegen meinen Bauch. Ein kräftiges Lebenszeichen von dir, mein Junge. Sofort wirst du ruhiger, wenn ich zum Summen beginne und wenn ich dir Ana Bekoach vorsinge. So wie Gott im Sabbatlied gepriesen wird, so herrlich bist du mein Sohn. Du bist ein Teil von mir, ich werde dich in allen Situationen nicht zurücklassen und immer unterstützen. Es wäre herzzerreißend, wenn du vor mir das letzte Kreuz auf dich nimmst.

Was wird dich nach einigen Monaten auf der Welt erwarten? Jetzt bist du so nah bei mir bestens aufgehoben. Du wiegst dich im Fruchtwasser in Sicherheit, du purzelst, schluckst und machst ruckartig auf dich aufmerksam. Wird uns auch der Vater beistehen und unterstützen und wohl nicht verlassen? Er wird uns nicht verlassen, denn du bist was Besonderes, Einzigartiges, Auserwähltes.

Ich bin schon so neugierig auf den ersten Begrüßungsaufschrei, dein erstes Lächeln, deine Grübchen, … Und wenn du nicht ganz gesund bist, ich nehme dich so, wie du bist und verlass dich niemals. Aber nicht nur ich allein, auch dein Papa wird dir wie ein Fels in der Brandung sein. Was wird dich in der Außenwelt erwarten? Wenn die Welt um uns noch so kalt ist, unser Haus soll dir die nötige Wärme und Geborgenheit geben.

EIN LICHT GEHT AUF

(bearbeitetes Foto Fantur: Lichtspritzer)

 

 

Ich entzünde ein Licht,

inmitten des vernarbten Herzens,

des verstaubten Gewissens,

da geht ein Licht auf.

Ich entzünde ein Licht,

inmitten gieriger Blicke,

ungebändigten Verlangens,

da geht ein Licht auf.

Ich entzünde ein Licht,

inmitten vergrämter Gesichter,

vertriebener Menschen,

da geht ein Licht auf.

Ich entzünde ein Licht,

inmitten geballter Faust,

der unverdauten Wut,

da geht ein Licht auf.

Ich entzünde ein Licht,

inmitten getrübter Aussichten,

dem Weg ohne Helligkeit,

da geht ein Licht auf.

Ewiges Licht in mir,

da geht ein Licht an,

entflammt mein Herz,

entzündet die Idee.

Peter Fantur