(Foto Fantur: Karlskirche in Wien, Mariä Himmelfahrt, Teilansicht des Altargemäldes von Sebastiano Ricci)
(Foto Fantur: Mariä Himmelfahrt am Deckengewölbe des Mittelschiffs in der Stiftskirche Ossiach, Josef   Ferdinand Fromiller, um 1744)

 

(Foto Fantur: Marijino vnebovzetje – Mariä Himmlefahrt, Kathedrale Koper, Slovenija)

 

 

Gottesmutter Maria repräsentiert das Weibliche im Christentum. Für die Christen vermittelt sie eine gewisse Geborgenheit und einen starken Rückhalt. Maria verkörpert die Demut, ein Vorbild des Glaubens und den Gerechtigkeitssinn.

 

 

Sie ist ihrem Sohn besonders nahe und daher Weg- und Lebensbegleiterin. Sie stellt ihm keinerlei Hürden auf dem Weg seiner Berufung. In Eigenschaftswörtern könnte man sie so beschreiben: verhalten und kämpfend, einfühlsam und mutig, zart und aufopfernd.

Leidgeprüfte Gottesmutter

Marias Lebensweg ist leidgeprüft. Ihre Geburt war mühsam, dann die Flucht nach Ägypten und dort ein Asylantenstatus sowie anschließend wieder die Heimkehr. Letztendlich stellen noch das schmerzhafte Mitleiden und Miterleben der Kreuzigung ihres Sohnes einen tiefen Einschnitt dar. Jemand, der sein Kind verloren hat, kann diese schmerzzerreißende Situation am besten nachvollziehen.

Mitleidende Gottesmutter

So ist die Gottesmutter Maria seit jeher Anlaufstelle für persönliche Anliegen und für die Schmerzausschüttung. Als Leidgeprüfte hat sie ein besonderes Gefühl für Mitleid und durch die enge Beziehung zu ihrem Sohn, ist sie eine beliebte Fürsprecherin und Patronin.

Pilgerströme zur Gottesmutter

Am 15. August ist „Mariä Aufnahme in den Himmel“, eines der ältesten christlichen Hochfeste. Eine besondere Bedeutung hat das Fest für die orthodoxe Kirche mit den gregorianischen Kalender (Fest der Entschlafung Mariens) und für die katholische Kirche (Mariä Himmelfahrt).

Christen zieht es an diesem Tag zur Fürsprecherin an verschiedene Marienwallfahrtsorte. In Kärnten sind dies Maria Elend/Podgorje im Rosental/Rož, Maria Luggau im Lesachtal und Maria Saal. Österreichweit sind Mariazell in der Steiermark, Maria Taferl in Niederösterreich, Maria Absam in Tirol und Frauenkirchen sowie Loretto in Burgenland bekannt. In Deutschland (Bayern) sticht besonders Altötting hervor. Brezje ist in Slowenien, Marija Bistrica in Kroatien und Medjugorje in Bosnien-Herzegowina ein Anziehungsort für Pilger/innen. Berühmte Marienwallfahrtsorte in Italien sind unter anderem Assisi (Basilica di Santa Maria degli Angeli) und Ancona (Basilica della Santa Casa a Loretto). Knock Shrine, im County Mayo, ist der zentralste Marienwallfahrtsort in Irland. Und in Israel: Bethlehem und Nazareth.