
(Foto Fantur: Giotto, Kreuzigung)
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ (Mt 27,46), rief Jesus laut am Kreuz und um die 9. Stunde (15:00 Uhr) hauchte er den Geist aus. Die Aufschrift des Kreuzes beinhaltete seinen Schuldspruch: „Das ist Jesus, der König der Juden“ (Mt 27,37, INRI). Einige Personen begleiteten ihn bis zum letzten Atemzug, aber man stirbt allein.
Bestürzung beim Ableben
Giotto zeigt Jesu geschundenen Körper, sein Gesicht ist fahl mit gesunkenen Augen und Wangen. Im Strudel einer Kreisbewegung wirbeln betrübte, weinende und erschöpfte Engel herum. Sie sammeln das Blut, welches aus den Wunden Jesu herabfließt, in goldene Schüsseln ein. Maria von Magdala, eine Wegbegleiterin Jesu, trocknet das Blut der wunden Füße mit ihren Haaren ab. Jesu Mutter Maria erlebt einen Schwächeanfall und wird liebevoll von Johannes und Maria von Kleophas gestürzt. Auf der gegenüberliegenden Seite führen Soldaten „Erbstreitigkeiten“ um die rote Tunika Jesu.
Das unsterbliche Ich
Das Ableben bedeutet, dass alle lebensnotwendigen Funktionsabläufe endgültig ausfallen und versagen. Wird alles der Verwesung ausgeliefert? Was passiert mit Seele und Geist? Dazu die Ärztin Elisabeth Kübler-Ross: „Im Moment des Todes werden wir alle die Trennung des wirklichen, unsterblichen Ichs von seinem zeitlichen Haus, nämlich dem physischen Körper, erleben. Dieses unsterbliche Selbst wird auch Seele genannt.“ Hoffnungsvolle Aussichten!
Berühmte Werke von Giotto:
– Scrovegni Kapelle in Padua
– Assisi: Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus
– Florenz: Freskenzyklen mit Legenden des hl. Franziskus und aus dem Leben des Evangelisten Johannes sowie Johannes d. Täufers
