Padua

DAS GESCHÄFT MIT DER ANGST

(Foto Fantur: Detailansicht der Hölle, Jüngstes Gericht von Giotto, Scrovegni Kapelle in Padua)

 

IRDISCHES JAMMERTAL

„Wenn du nicht sofort aufhörst zu schreien, sperre ich dich in den dunklen Keller ein“, droht die Mutter ihrem kleinen Sohn.

„Wir leben in einer gefährlichen Welt. Nirgends ist man mehr sicher, man kann keinem mehr vertrauen und ein Weltkrieg hängt an einem seidenen Faden“, verwickeln mich zwei missionierende Frauen in ein Gespräch vor der Haustüre.

Schlagzeile: „Türke ermordete seine Nachbarin!“

„Geld geht flöten! Nach dem Crash der Weltwirtschaft und dem Geldwertverlust steuerst du der Armut zu“, so die Prognose eines Wertberaters im Internet.

„Du wirst in der Hölle schmoren“, war und ist ein nachhaltiges Schreckensszenario. In der Scrovegni Kapelle in Padua widmet Giotto ein Fresko dem Jüngsten Gericht. Den Höllenabgrund (Detailansicht des Jüngsten Gerichts) zeigt Giotto als Ort der Verzweiflung und Aussichtslosigkeit. Einige Verdammten werden von den Dämonen kopfüber in die Hölle geworfen, einen Verfluchten frisst gerade der Teufel auf. Viele erhängen sich aus Verzweiflung oder um der Mahlzeit des Höllenfürsten zu entgehen.

 

 

PUPPENSPIELER/INNEN IM JAMMERTAL

Durch die Drohworte seiner Mutter ging den kleinen Sohn die Angst durch Mark und Bein. Seitdem hat er panische Angst vor dunklen Räumen, dem Keller und auch in der Dunkelheit den Wald zu betreten.

Die einfühlsamen Frauen an der Haustüre erwecken durch ihre Anwesenheit und durch die Überreichung einer Visitenkarte, den Ausweg aus dem Worst-Case-Scenario.

Wer ermordete die Nachbarin? War es Mehmet, eine feige Türkenbande oder liegt das im Blut diese Rasse?

Freundliche Web-Anbieter geben per Telefon genaueste und gewinnbringende Anweisungen zum „Klick und das Geld ist weg“, um dem sicheren Zusammenbruch der Wirtschaft am kommenden Wochenende rechtzeitig zu entgehen.

„Ich pariere, ich widerspreche nicht mehr, ich leiste brav Folge – bewahre mich vor dem Feuer der Hölle!“

 

 

III.    LICHTBLICKE AUS DEM JAMMERTAL

Motivation, klare Regeln, positive Einstellung und vertrauensvolle Umgebung geben den kleinen Jungen mehr Zuversicht und Hoffnung.

Wer droht, hat meist selbst Angst oder will daraus nur Kapital schlagen. Mission mit Angst beruht auf fragwürdiger Herkunft und fragwürdigen Grundlagen.

Medialen Marktwert steigern ohne verzerrende Pauschalurteile! Das Böse liegt nicht in der Rasse, sondern im Wesen eines Menschen, umgeben von sozialen Einflüssen. Der Wettkampf um Berichte über Vorbilder und positive Berichterstattungen, soll das Ziel der Medien sein.

Ein Grundeinkommen für jeden, der nicht arbeiten kann, sichert die Existenz und garantiert den sozialen Frieden.

Der verlorene Sohn soll dort abgeholt werden, wo er sich befindet auf dem gemeinsamen Weg zur Erlösung.

GEBURT MARIENS UND DIE SCHWALBEN

(Foto Fantur: Giotto, Geburt Mariens, Scrovegni Kapelle in Padua, Italien)

 

(Foto Fantur: Mariä Geburt, Hochaltar Waisenhauskirche Maria Geburt, Rennweg, Wien)

 

Die Geburt Mariens hat auch einen fixen Platz im Kirchenjahr. Am 8. September feiern die Katholiken und die Orthodoxen ihre Geburt. Dieser Tag wird auch als „kleiner Frauentag“ bezeichnet. Er hebt sich vom „großen Frauentag“ (15. August) ab, der die Himmelfahrt Mariens zum Inhalt hat.

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AUCH DER HIMMEL WEINTE

 (Foto Fantur: Giotto, Beweinung Christi nach der Kreuzabnahme)

 

 

Joseph von Arimathäa, ein Mitglied des Hohen Rates, erbat vom Pontius Pilatus den Leichnam Jesu. Er hüllte ihn dann in reines Leichentuch, legte ihn anschließend in den Felsengrab und ermöglichte eine würdevolle Bestattung. Myrrhe gemischt mit Aloe wurde zwischen das Leinentuch gestreut. Immer dabei waren die zwei Marias. Diese Bestattungsstätte wird mit dem Heiligen Grab in der Grabeskirche in Jerusalem in Verbindung gebracht und der Felsen ist der sog. Golgotha-Felsen.

 

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TOD – ENDE ODER WENDE?

  (Foto Fantur: Giotto, Kreuzigung)

 

 

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ (Mt 27,46), rief Jesus laut am Kreuz und um die 9. Stunde (15:00 Uhr) hauchte er den Geist aus. Die Aufschrift des Kreuzes beinhaltete seinen Schuldspruch: „Das ist Jesus, der König der Juden“ (Mt 27,37, INRI). Einige Personen begleiteten ihn bis zum letzten Atemzug, aber man stirbt allein.

 

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ABENDMAHL MIT DÜSTEREN AUSSICHTEN

(Foto Fantur: Giotto, Das letzte Abendmahl)

 

 

Anlässlich des höchsten jüdischen Festes, dem Pascha, drückt Jesu Tischgemeinschaft mit seinen zwölf Jüngern die enge Verbindung und Freundschaft der Anwesenden aus. Zum Pascha gedenken die Juden nämlich des Auszuges aus dem Sklavenhaus Ägyptens. Jesu Festmahl mit seinen Jüngern ist aber überschattet von düsteren Voraussagen.

 

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VOM JUBELZUG ZUM KREUZWEG

(Foto aus Wikipedia: Giotto, Einzug Jesu in Jerusalem, Scrovegni Kapelle, Padua)

 

   (Foto Fantur: Scrovegni Kapelle in Padua)

 

 

Am Palmsonntag gedenkt das Christentum den Einzug Jesu in Jerusalem. Die prominente und herausragende Persönlichkeit Jesus von Nazareth zieht mit einem Esel ein. Es ist ein Zeichen der Demut, mit der Vorahnung, es wird der letzte Pilgerweg nach Jerusalem sein und zugleich sein letzter und beschwerlicher Erdenweg.

 

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