
(Foto Fantur: Auferstehung Jesu von Giotto, Scrovegni Kapelle in Padua)
Ein leeres Felsengrab, in dem Jesu Leichnam bestattet worden ist, nährt die erste Verschwörungstheorie. Gegner des aufstrebenden Christentums behaupteten, dass Jesu Leichnam gestohlen worden ist. Die Evangelisten berichten aber von Jesu Auferstehung. Letztendlich sind die Evangelien im Lichte der Auferstehungsberichte verfasst worden. Dieses Ereignis war für die Zeitzeugen ein einschneidendes Erlebnis.
Zeugen der Auferstehung
Die Evangelisten berichten von Frauen als die ersten Zeugen der Auferstehung. In römischer Zeit war die Frau unter Vormundschaft eines männlichen Verwandten und sie durfte nicht als Zeugin vor Gericht auftreten. Sie war dem Manne nicht gleichwertig. Die Evangelien werten das weibliche Geschlecht auf. Erst später erscheint Jesus den Emmaus-Jüngern und anderen Aposteln. Darunter war auch Apostel Thomas, der sogar einen persönlichen Beweis, durch Berühren seiner Wunden, benötigte. Die Auferstehung hinterließ Spuren im Leben der damaligen Zeitzeugen.
Spuren der Auferstehung
Der Tod ist alles andere als leblos. Er hinterlässt auch heute Spuren. Das Ableben eines Angehörigen war begleitet von unerklärlichen Erlebnissen. Das Hören von dumpfen, unvergleichlichem Klopfen und von Schritten aus dem Raum, wo er einmal lag, brachte einen längeren Zeitraum eine gewisse Unruhe in die Familie. Davon konnten sich auch außenstehende Besucher vergewissern, die daraufhin sichtlich erschrocken reagierten. Es ist doch wunderbar, sein Geist lebt doch weiter. Von solchen und ähnlichen Begleiterscheinungen nach dem Ableben eines Angehörigen berichteten mir auch junge Menschen in der Schule. Andere Personen erfahren eine starke Bindung zum verstorbenen Partner über den Tod hinaus. Sie erzählen von einer unerklärlichen, starken emotionalen Verbindung, die für die Hinterbliebenen reale Züge annimmt.
Auswirkungen der Auferstehung
Das Ableben hinterlässt Spuren. Einige Menschen ändern ihre Lebenseinstellung, indem sie ganz neue Prioritäten setzen. Der Tod von herausragenden Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Martin Luther King und Mahatma Gandhi, bewegten Massen, veränderten die Gesellschaft und schrieben Geschichte.
Frühling der Auferstehung
Die wundersamen Auswirkungen der Auferstehung behandelt auch Giotto in Padua. Von Christus und den Engeln geht ein Licht aus. Auf der Fahne geheftet steht „Victor mortis“, Besieger des Todes. Die weißen Gewänder stehen für Reinheit und Vollkommenheit. Maria Magdalena streckt sich nach Jesus und Christus weißt sie zurück, sie soll ihn ziehen lassen. In diesem Falle verschlafen und verpassen fünf Soldaten ein weltbewegendes Ereignis. Einerseits sind im Hintergrund verlassene Baumstämme ohne Baumkrone zu sehen, andererseits entsteht neues Leben, dargestellt durch grüne Sträucher und Grashalme. Die Auferstehung ist wie ein Anbruch eines neuen Frühlings.

