DER SCHLUSSSTEIN (ER)-TRÄGT ALLES
Beim Betreten der gotischen Kathedrale gewinnt man den Eindruck, dass sich die Kirche gewaltig in die Höhe ausdehnt. Alles scheint himmelwärts zu streben.
Beim Betreten der gotischen Kathedrale gewinnt man den Eindruck, dass sich die Kirche gewaltig in die Höhe ausdehnt. Alles scheint himmelwärts zu streben.
„Not macht erfinderisch“. Die mittelalterliche Erfindung der gotischen Kathedrale war außergewöhnlich. Besonders begeistert von diesem Baustil war der Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe. Dazu zählte er den Straßburger Münster.
Das Mittelalter war nicht nur rosig und friedvoll. Es wurde auch von Bedrohungen, Gewalt und Tod heimgesucht. Ab dem 11. Jahrhundert hinterließen die Kreuzzüge Spuren von Verwüstung und Tod. Erwähnt wurde bereits der Schwarze Tod im 14. Jahrhundert. Dazu kam durch eine Klimaveränderung eine verheerende Hungersnot (1315-17). Im 14. und 15. Jahrhundert wütete der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England. Die Gotik war die sakrale Antwort auf die Krisen.


(Foto Fantur: der Totentanz in Hrastovlje, SLO – Mrtvaški ples v cerkvi sv. Trojice v Hrastovljah)

(Foto Fantur: Fresko „O Tod, ich werde dein Tod sein“ von Albin Egger-Lienz, Kapelle in Lienz)

(Foto Fantur: gesunde Weidenröschen in den Dolomiten Italiens)
Ein Erfolgsrezept der Urkirche war auch, dass Christen nach ihren Gnadengaben wirkten. Sie zeichneten sich durch Weisheit, Wunderkräfte, Prophetie, … (siehe 1. Kor. 12,8-10) aus – jeder nach seinen Fähigkeiten und Talenten. Somit waren sie überzeugend und mitreißend; ein Leben aus Überzeugung zeichnete ihren christlichen Glauben aus.

(Foto Fantur: Giotto, Geburt Mariens, Scrovegni Kapelle in Padua, Italien)

(Foto Fantur: Mariä Geburt, Hochaltar Waisenhauskirche Maria Geburt, Rennweg, Wien)
Im Arkadenhof der Verkündigungskirche in Nazareth sind Mariendarstellungen auch aus der Ukraine, Japan, Thailand, … zu bewundern.

(Foto Fantur: Verkündigungskirche in Nazareth, Israel)



(Foto Fantur: Marijino vnebovzetje – Mariä Himmlefahrt, Kathedrale Koper, Slovenija)
Gottesmutter Maria repräsentiert das Weibliche im Christentum. Für die Christen vermittelt sie eine gewisse Geborgenheit und einen starken Rückhalt. Maria verkörpert die Demut, ein Vorbild des Glaubens und den Gerechtigkeitssinn.

(Foto Fantur: Blick von Stephanus gegen den Himmel – Hochaltar Dom zu Passau, Bayern)

(Foto Fantur: Steinigung des hl. Stephanus, Hochaltar des Stephansdoms in Wien)

(Foto Fantur: Stephanus mit Steinen in der Hand – Seitenaltar Gurker Dom, Kärnten)
„So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,59) Stephanus war der erste Märtyrer (Protomärtyrer) der Christenheit. In Erinnerung an seine Todesart wird er in den Kirchen mit Steinen und einer Märtyrerpalme dargestellt. An der Hinrichtung war auch Saulus beteiligt. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde nach einer Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus der christliche Missionar Paulus.

(Foto/Collage Fantur: Jahreszeiten der Amaryllis)
Die Amaryllis ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze, wobei aus einer Blumenzwiebel eine farbenfrohe Blüte entsteht. Sehr schön kann man ihre Entwicklungsstadien beobachten: Wachstum, Blütezeit und Ruhepause. Sie verblüht, aber die Blumenzwiebel birgt die Kraft in sich, immer wieder eine neue Blütezeit zu erleben.

(Foto – Quelle: Nedelja, Cover, Sonderausgabe, 25, 04.2025)

(Fotos: Magdi Baumgartner, Collage: Fantur)
Blumen und Grünpflanzen sind umgeben und gefangen im Eis. Die slowenische Künstlerin Elena Fajt schuf eine Landschaft aus Eisskulpturen und gestaltete die diesjährige österliche Ausstellung zum Thema „Unsichtbar und scheinbar“ in der kleinen Filialkirche in Sankt Peter (Šentpeter), in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental (Šentjakob v Rožu), in Kärnten.

(Foto Fantur: Auferstehung Jesu von Giotto, Scrovegni Kapelle in Padua)
Ein leeres Felsengrab, in dem Jesu Leichnam bestattet worden ist, nährt die erste Verschwörungstheorie. Gegner des aufstrebenden Christentums behaupteten, dass Jesu Leichnam gestohlen worden ist. Die Evangelisten berichten aber von Jesu Auferstehung. Letztendlich sind die Evangelien im Lichte der Auferstehungsberichte verfasst worden. Dieses Ereignis war für die Zeitzeugen ein einschneidendes Erlebnis.

(Foto Fantur: Giotto, Kreuzigung)
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ (Mt 27,46), rief Jesus laut am Kreuz und um die 9. Stunde (15:00 Uhr) hauchte er den Geist aus. Die Aufschrift des Kreuzes beinhaltete seinen Schuldspruch: „Das ist Jesus, der König der Juden“ (Mt 27,37, INRI). Einige Personen begleiteten ihn bis zum letzten Atemzug, aber man stirbt allein.

(Foto Fantur: Giotto, Judasverrat durch einen Kuss)
Der Begrüßungskuss wir zum Zeichen des Verrates, der Auslieferung. Judas küsst Jesus zur Begrüßung und das wird zum Erkennungszeichen für die Soldaten, die ihn abführen.

(Foto Fantur: Giotto, Das letzte Abendmahl)
Anlässlich des höchsten jüdischen Festes, dem Pascha, drückt Jesu Tischgemeinschaft mit seinen zwölf Jüngern die enge Verbindung und Freundschaft der Anwesenden aus. Zum Pascha gedenken die Juden nämlich des Auszuges aus dem Sklavenhaus Ägyptens. Jesu Festmahl mit seinen Jüngern ist aber überschattet von düsteren Voraussagen.

(Foto Fantur: Museum des Klosters Panayia Kera, Kreta)