Kirche

LETZTER ERDENWEG IN GRIECHENLAND

       (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof im Süden Kretas)

 

 (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof in Kokkari, Samos)

 

 

Die letzte Ruhestätte auf vielen griechischen Friedhöfen ist ein Monument aus Marmor. Holz ist in Griechenland sehr teuer. Auf dem Grab ist eine Öllampe, Blumen, das Foto mit den Daten des Verstorbenen und auch das Kreuz als Zeichen der Erlösung.

 

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IMPRESSIONEN AUS KRETA_3

(Foto Fantur: vor etwa 50 Jahren waren Hippies in Matala und wohnten in den Höhlen)

    (Foto Fantur: Matala-Beach in Kreta – ein Paradies für Aussteiger)

 

(Foto Fantur: das Preveli Kloster, dem Evangelisten Johannes geweihter und beliebter Wallfahrtsort im Süden Kretas, zeichnete sich im Unabhängigkeitskampf aus. Das Kloster leistete Widerstand gegen die türkischen Besatzer und war ein Zufluchtsort vor deutschen Invasoren im Zweiten Weltkrieg)

 

      (Foto Fantur: faszinierende Kakteen in der Klosteranlage Preveli)

 

(Foto Fantur: die Asomatos Schlucht, südlich von Rethymno, ein beliebter Wanderweg, führt ins Libysche Meer)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_2

(Foto Fantur: Christus als Pantokrator, Panagia Kera, Kreta, Griechenland)

 

 (Foto Fantur: Wein-Amphore aus Malia, der minoischen Palastanlage und Stadt)

 

(Foto Fantur: Blumeninseln belebten Anfang April 2025 in Malia das archäologische Areal der minoischen Zeit)

 

(Foto Fantur: byzantinische Kreuzkuppelkirche Panagyia Serviotissa, Stylos, Kreta)

 

(Foto Fantur: Ikone Gottesmutter Maria mit Jesuskind, aus dem Museum nebst der griechisch-orthodoxen Kirche Panagia Kera bei Kritsa auf Kreta)

 

(Foto Fantur: Landschaft um das Bergdorf Assomatos, Kreta, Griechenland)

 

(Foto Fantur: Spinalonga, eine ehemalige Festungsinsel, vor 100 Jahren Leprakolonie und heute unbewohnt)

 

 

DIE WELT IM BEICHTSTUHL

(Foto Fantur: die Welt beichtet:  …)

 

Mein Herz ist stark belastet und möchte, dir o Herr, all meine Sünden bekennen.

Es tut mir leid, dass das Sündenbewusstsein in der Welt stark abnimmt.

Der Mensch macht sich zum alleinigen Maß aller Dinge und schubladisiert dich, sein Gewissen stumpft ab und er legt seine Bedürfnisse auf den Altar seines Egos. 

Ich fühle mich schuldig, dass ich deine Schöpfung vor der Gier der Bewohner nicht beschützen konnte.

Ich konnte nicht verhindern, dass Menschen von Neid zerfressen, Hass schüren und ein friedliches Miteinander beeinträchtigen.

Mir tut es leid, dass trotz des weltweit geflochtenen Netzwerkes, Rassismus und Ausbeutung nicht bekämpft wurden.

Ich habe zugelassen, dass in deinem Namen Gewalt ausgeübt wird und dadurch viele Menschen den Glauben an dich verloren haben.

Ich konnte nicht verhindern, dass Weltverbesserer, Friedensstifter und Gutmenschen mundtot gemacht werden. Unterstützung bekommen hingegen skrupellos Gierige, Machtgeile und aufhetzende Kriegstreiber.

Du bist der einzige Schöpfergott und trotzdem gibt es Personen, die glauben, sie sind päpstlicher als der Papst, prophetischer als der Prophet, priesterlicher als der Priester, nur um dich selbstherrlich zurechtzulegen.

Ich bedaure, dass der Mief der Abgase und des Abfalls bis in den Himmel stinkt.

Ich bereue zutiefst, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Du hast mich als dein Abbild geschaffen ich werde Buße tun und mich bemühen, die Brandflecken der verbrannten Erde zu beseitigen, die von Blut getränkte Schlachtfelder trockenzulegen, die Spirale der Gewalt zu unterbinden und die Spitze des Egoismus umzudrehen. 

 

 

GESUNDHEITSTIPP: 40-MAL FASTEN

(Foto Fantur: Tor zur Wüste, Tataouine, Chenini, Tunesien)

 

Die 40-tägige Fastenzeit im Christentum erstreckt sich vom Aschermittwoch bis Ostern. Nicht mitgerechnet werden dabei die Sonntage, die wie Ostern an die Auferstehung Christi erinnern. In Vorbereitung an das Osterfest soll in dieser Zeit an Körper und Seele gefastet werden. Es ist eine Zeit der Umkehr und der Erwartung der Auferstehung.

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GEKÖPFTE MARIA – VERWÜSTETE KIRCHEN

 

(Fotos CiN: verwüstete christliche Gotteshäuser in Syrien und Irak)

„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,10)

„In Nord-Nigeria geht der schleichende Genozid an Christen weiter.“ (Christen in Not, September 2024, 3).120.000 armenische Christen wurden aus Berg-Karabach (Aserbaidschan) vertrieben (vgl. CiN, August 2024, 3). Christliche Studentin in Assiut in (Ägypten) wurde zur Zwangsislamisierung entführt (CiN, März 2024, 4).  Hundert Mal wurde der populäre christliche Straßenprediger Chen Wensheng (China) inhaftiert (CiN, Jänner 2024, 4). „Mit dem Massaker von Kandhamal in Odisha im Jahr 2008 wurde der Staat Zeuge des vielleicht schwersten Angriffs auf Christen in der jüngeren Geschichte Indiens.“ (CiN, Ausgabe 8, 2020, 4). Das sind nur einige ausgewählte Schlagzeilen von den jüngsten Berichten über Christenverfolgungen von „Christen in Not“. Die internationale Organisation setzt sich für verfolgte Gläubige (nicht nur Christen) ein.
Zurzeit wütet die größte Christenverfolgung der Geschichte der Menschheit. Rund 200 Millionen Christen, in 172 Ländern, werden weltweit diskriminiert, so Christen in Not. Jemanden nur des Glaubens willen zu verfolgen, zu vertreiben oder zu töten, besudelt seine eigene Religion. Diese diabolische Einstellung kommt der Gotteslästerung gleich und die Verfolgungen verachten das menschliche Wesen als Abbild Gottes. Darüber hinaus widerspricht die Christenverfolgung der Haupt-Säule des Islam, dem Zakat, wonach die Hilfe an Armen und Notleidenden zur Pflicht gemacht wird.
CiN erwähnt auch eine „Christianophobie“ in Europa. „In den westlichen Ländern gibt es eine latente ‚psychische Verfolgung‘, die darauf ausgerichtet ist, die religiösen Gefühle der Christen zu treffen (https://christeninnot.com/christenverfolgung/#verfolger).

Bei übler Nachrede in der breiten Öffentlichkeit kann der Täter eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bekommen. Rufmord, der das Ansehen einer Person ruiniert und Existenzen zerstört, wird unter Berufung auf das StGB geahndet      (https://www.anwalt.org/rufmord/). Verletzung der religiösen Gefühle und Stigmatisierungen werden einfach bagatellisiert, als Scherz abgetan oder in das Recht auf kulturelle Freiheit verpackt. Pauschale Verletzungen der religiösen Gefühle beleidigen nicht nur die Institution Kirche, Vatikan und den Papst, sondern jeden einzelnen auch im Rang „einflusslosen“ Christen.

IM NAMEN DER BIBEL

(Foto Fantur: Bibel, Holy Bible, Sveto Pismo und Co.)

 

Schlagzeilen aus evangelikalen Kreisen: Promipastor (Ted Haggard) tritt als Homosexueller zurück und bezeichnet sich als „Lügner und Sünder“. Baptisten lehnen Homosexualität ab. Weiße Evangelikale in den USA schreiben Naturkatastrophen eher der Endzeit als dem Klimawandel zu. Für Trennung von Kirche und Staat, aber für Donald Trump. Trennung von Glaube und Wissen, und Darwin meiden. Gewisse evangelikale und freikirchliche Gemeinschaften berufen sich dabei gerne wortwörtlich auf die Holy Bible, die von Gott inspirierte Bibel. Und wer die Auslegung des Predigers, der sich nur auf die Bibel beruft, hinterfragt, der erhebt die Hand gegen Jesus selbst.

Bibel und sonst gar nichts?

Die Lehre der Reformatoren geht von der Sola Scriptura aus, das heißt, der Ausgangspunkt ist nur die Heilige Schrift. Es gilt auch für Evangelikale nur die Heilige Schrift, die von Gott inspiriert, die Wahrheit ausdrückt. Wenn ein Fernsehprediger aus der Heiligen Schrift vorliest und sie auslegt, ist es nicht mehr nur die Heilige Schrift. Mit der Auslegung fließen schon Interpretationen hinein. Nicht nur ein Prediger ist vom kulturellen Umfeld, seinen guten und weniger guten Lebenserfahrungen, seiner persönlichen Weltanschauung und vererbten Anlagen beeinflusst. All dies ist in die predigende Auslegung der Heiligen Schrift gründlich hineingepackt.

Wort Gottes und menschliche Interpretation 

Die von Gott inspirierte Bibel (Altes und Neues Testament) ist auch durch menschliches Zutun verfasst worden. Das Alte Testament ist über Jahrhunderte und das Neue Testament über einige Jahrzehnte mündlich tradiert worden. Da vereinen und ergänzen sich Wort Gottes und menschliche Begriffsfelder sowie das sozio-kulturelle Umfeld. Die Evangelisten versuchten die Frohbotschaft wortgetreu (mnemotechnisch) weiterzugeben und setzten auch eigene Akzente.

Päpstlicher als der Papst

Legitim wäre es die Bibel von Fachkundigen (Wissenschaftlern, Berufenen) auslegen zu lassen und die Heilige Schrift nicht zu einem Supermarkt von Interpretationen zu degradieren. Ein Muslime sagte, dass er keine Beichte kenne und er in der Moschee die Sünde mit seinem Gott selbst bereinige. Auf das Thema bezogen: man liest die Bibel ideologisch, holt das Passende heraus und konstruiert ev. einen Religionskrieg. Jeder Christ ist in gewisser Hinsicht ein Berufener, aber zur Bibelauslegung gehört auch eine inhaltliche Richtschnur von Berufen. Wer sind diese Personen? Es sind jene, die fachkundig sind, eine Legitimation der Glaubensgemeinschaft haben, in einem historischen Kontext und der Tradition agieren, auf dem historischen Jesus Bezug nehmen und prophetisch auf die Herausforderungen der Zeit eingehen.
Der biblische Gott wird auch den Promipastor so nehmen wie er ist, weil er jedem Sünder durch Verzeihen die Chance gibt, einerseits sich so zu nehmen, wie man ist, und andererseits immer wieder umzukehren.

HOFFNUNG IM ADVENT

(Foto Fantur: geschmückter Adventkranz)

 

„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt,“ sagt der deutsche Philosoph Ernst Bloch. Die Hoffnungslosigkeit ist verbunden mit Resignation und Rückzug. Es wirft den Menschen in eine Lage der Selbstaufgabe und Angst zurück. Das verzweifelte Nichtstun und das Gefühl der Ohnmacht verlängern nur die Angst. Und diese Angst macht krank an Seele und Leib. Ernst Bloch ermuntert: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“

 

Mit Hoffnungsschimmer in den Winter

Das Prinzip „Hoffnung“ ist der Grundtenor auch der christlichen Religion. Sie gehört zu den christlichen Tugenden „Glaube, Hoffnung, Liebe“. Gerade der Advent ist eine Zeit der Erwartung der Geschehnisse um die Weihnachtszeit. „Adventus“ (lat.) steht für Erwartung, Anbruch, das Nahen. Erwartung und Hoffnung sind zwei Seiten einer Medaille. Man soll diese Aufbruchstimmung in die vorweihnachtliche Zeit mitnehmen, um auch die Spuren der eigenen inneren Winterzeit zu erhellen.

 

Dem Siegeskranz entgegen

Zum Advent wird der Adventskranz aufgestellt. Der Kranz symbolisiert den Sieg über alle Hindernisse des Daseins. Er wird aus grünen Zweigen hergestellt, um als Zeichen der Hoffnung und des Lebens zu sein. Die vier Kerzen stehen für die vier Adventssonntage. Die Kerze für den dritten Adventsonntag hebt sich durch die rosa Farbe ab. Der dritte Advent heißt „Gaudete“ (Freuet euch) und vermittelt die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest, das an die Geburt Jesu erinnert.

Quelle der Zitate von Ernst Bloch: https://www.zitate.de/autor/bloch%2C+ernst