Mai 2026

DREIFALTIGER ENGEL

    (Foto Fantur: Engel von Salvador Dalí, Ausstellung in der Wiener Stadthalle, 2025)

 

 

Michael, Gabriel, Rafael, Uriel sind die bekanntesten Namen von Engeln in der Heiligen Schrift. Sie sind die Erzengel, das heißt die führenden Engeln. Ihr Name endet auf „El“ und bedeutet in semitischen Sprachen „Gott“. Somit ist der Engel mit Gott verbunden.

Dies drückt auch der Künstler Salvador Dalí im „Surrealistischen Engel“ aus. Er repräsentiert im Engel das Göttliche, das vor, in und mit Gott ist.

 

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TEUFLISCHES SAATGUT

(Foto Fantur: Fresko „Der Sämann und der Teufel“ von Albin Egger-Lienz, Gedächtniskapelle in Lienz)

 

An der Westwand der Lienzer Gedächtniskapelle sind der Sämann und im Hintergrund in Lauerstellung der Teufel dargestellt. Es ist das zweite Fresko des Malers Albin Egger-Lienz (1868-1926) in der Kapelle. Die Kriegergedächtniskapelle wurde 1924/25 vom Architekten Clemens Holzmeister geplant.

 

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KRIEGSSOLDATEN – TÄTER UND OPFER?

(Foto Fantur: Fresko „Namenlose Soldaten“ des Malers Albin Egger-Lienz in der Gedächtniskapelle in Lienz)

Eine Einheit von namenlosen, bewaffneten Soldaten schleicht sich in großen und ausholenden Schritten heran. Sie gleichen einem Trauerzug. Dieses Fresko wurde vom Künstler Albin Egger-Lienz (1868-1926) geschaffen und ist eines vom vierteiligen Bilderzyklus.

 

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URKRÄFTE DER BEWEGUNG

      (Foto Fantur: gesunde Weidenröschen in den Dolomiten Italiens)

 

Ein Erfolgsrezept der Urkirche war auch, dass Christen nach ihren Gnadengaben wirkten. Sie zeichneten sich durch Weisheit, Wunderkräfte, Prophetie, … (siehe 1. Kor. 12,8-10) aus – jeder nach seinen Fähigkeiten und Talenten. Somit waren sie überzeugend und mitreißend; ein Leben aus Überzeugung zeichnete ihren christlichen Glauben aus.

 

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GEBURT MARIENS UND DIE SCHWALBEN

(Foto Fantur: Giotto, Geburt Mariens, Scrovegni Kapelle in Padua, Italien)

 

(Foto Fantur: Mariä Geburt, Hochaltar Waisenhauskirche Maria Geburt, Rennweg, Wien)

 

Die Geburt Mariens hat auch einen fixen Platz im Kirchenjahr. Am 8. September feiern die Katholiken und die Orthodoxen ihre Geburt. Dieser Tag wird auch als „kleiner Frauentag“ bezeichnet. Er hebt sich vom „großen Frauentag“ (15. August) ab, der die Himmelfahrt Mariens zum Inhalt hat.

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RING UM RING

(Foto Fantur: Baumringe – Lebensringe)

 

Ringe winden sich
um den Kern
Jahr um Jahr
umkreisen sie Ringe
hinterlassen Spuren
trotzen dem Gegenwind
überwallen Faulstellen
stellen einen strammen Stamm 
schöpfen Energie aus dem Vorrat
teilen die Luft zum Atmen.
 
Ring um Ring
Wandern auf verstrichenen Formspuren
Saugen vom Lebenssaft der Wurzeln
Umringen des Befalls
Erschließen und Heimkehr zum Abbild.

Peter Fantur

NADELSTICHE IN NAZARETH

 

     (Foto Fantur: antichristliche Propaganda vor der Verkündigungskirche in Nazareth, 2015)

 

Auf dem Pilgerweg zur Verkündigungskirche in Nazareth wird den Christen auch eine Lektion erteilt. Auf riesigen Plakaten wird ihre Religion infrage gestellt. Der Grund: nach islamischer Vorstellung beten die Christen drei Götter (Vater, Sohn und Heiliger Geist) an. Dann der Appell: es sei verboten drei Götter anzubeten! Allah ist der einzige und der eine Gott!

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MARIA HILF – MARIJA POMAGAJ – AIUTARCI TU – PRAY FOR US

(Foto Fantur: Karlskirche in Wien, Mariä Himmelfahrt, Teilansicht des Altargemäldes von Sebastiano Ricci)
(Foto Fantur: Mariä Himmelfahrt am Deckengewölbe des Mittelschiffs in der Stiftskirche Ossiach, Josef   Ferdinand Fromiller, um 1744)

 

(Foto Fantur: Marijino vnebovzetje – Mariä Himmlefahrt, Kathedrale Koper, Slovenija)

 

 

Gottesmutter Maria repräsentiert das Weibliche im Christentum. Für die Christen vermittelt sie eine gewisse Geborgenheit und einen starken Rückhalt. Maria verkörpert die Demut, ein Vorbild des Glaubens und den Gerechtigkeitssinn.

 

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PARADIESISCHE AUSSICHTEN

      (Foto Fantur: am Meeresstrand von Caorle, Italien)

 

 (Foto Fantur: am Strand von Bašanija in Kroatien)

 

 

Wasserteilchen setzen sich in Bewegung,                                      

Wellen rücken immer näher                                                       

überschwemmen stachelige Gedanken                                                  

und verbreiten innere Ruhe.

 

 

Das Rauschen des Meereswassers,                                                        

wie ein Sinfonieorchester                                                                    

übertönt im fast harmonischen Einklang                                                 

die Misstöne der schaurigen Eilmeldungen.

 

 

Bewegungslose und versteinerte Felsbrocken                                        

wehren den starken Wellengang ab,                                                        

halten Ablagerungen fern und                                                                

führen zu Verwitterung vom alltäglichen Groll und Joch.

 

 

Ein Wasserstrahl plumpst auf die Steinplatte,                                        

erfrischt den aufgeheizten Körper                                                          

und belebt den Geist                                                                                

vor der sengenden Sonne.

 

 

Ein unendlicher Blick in die Weite,                                                        

ein Blitzgewitter der tänzelnden Strahlen im Wasser,                        

die Weite des Meeres wirkt grenzenlos und                                            

wie ein Ruhepol im Paradies. 

 

 

Peter Fantur             

SPUREN – LESEN

(Foto, erstellt von ChatGPT: versandete Spuren)

 

(Foto Fantur: suchende Spuren im Schnee)

 

Abdrücke der kleinen Schritte 

zappeln leichtfüßig den Großen nach.  

Kniefall und Aufbäumen begleiten sie, 

auf den Spuren des Fort-Tritts.

 

Es sind Laufschritte,

gehetzt vom Tempo der Zeit.

Stolpersteine und Mauern behindern sie,

auf den Spuren des Fortschritts.

 

Unvermeidbare Fehltritte,

zermürbt durch Entgleisungen. 

Sie vereiteln eine Neuausrichtung

auf den Spuren des Rückschritts.

 

Unregelmäßige Schrittbewegungen,

getragen von Stock und stützendem Arm.

Das Schritthalten wird stark behindert,

auf den Spuren der Hilflosigkeit.

 

Suchende Schritte,

geleiten und entfachen das Feuer,

auf der Suche nach Höherem

und auf den Spuren der Erkenntnis.

 

Gemächlich kleine Schritte,

zeugen von Müdigkeit und Erschöpfung.

Sie tragen Erfahrung und Weisheit

auf den Spuren zum letzten Auftritt.

 

Übernatürliche Spuren,

ermöglichen die Komposition der Natur,

beleben die unruhigen Herzen der Lebenden,

Schritt für Schritt der himmlischen Vollendung entgegen. 

 

Peter Fantur

AUFOPFERNDE TAPFERKEIT

  (Foto Fantur: Blick von Stephanus gegen den Himmel – Hochaltar Dom zu Passau, Bayern)

 

 (Foto Fantur: Steinigung des hl. Stephanus, Hochaltar des Stephansdoms in Wien)

 

(Foto Fantur: Stephanus mit Steinen in der Hand  – Seitenaltar Gurker Dom, Kärnten)

 

So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apg. 7,59) Stephanus war der erste Märtyrer (Protomärtyrer) der Christenheit. In Erinnerung an seine Todesart wird er in den Kirchen mit Steinen und einer Märtyrerpalme dargestellt. An der Hinrichtung war auch Saulus beteiligt. Aus dem Christenverfolger Saulus wurde nach einer Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus der christliche Missionar Paulus.

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TAPFERKEIT UNTER LEBENSGEFAHR

 

 (Foto erstellt mit ChatGPT: Diebe in Aktion)

 

Der Prophet Amos (Erstes Testament) wettert gegen die Ungerechten, „weil sie den Unschuldigen für Geld verkaufen…, weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen.“ (Am 2,6f.) Der alttestamentliche Prophet nimmt sich tapfer kein Blatt vor den Mund und greift die Ausbeuter an, die sich mit untadeligen Werken anstacheln: „Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.“ (Am 8,5f.)

 

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FRIEDE KÜSST GERECHTIGKEIT

 (Foto Fantur: Gerechtigkeit auf die Waagschale legen)

 

 

„Es begegnen sich Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt es einen Ertrag.“ (Psalm 85, 11-14)                                                                      

Dieser Psalm im Alten Testament setzt zum Wohlergehen im Herrschaftsgebiet Jahwes bestimmte Werte des Zusammenlebens voraus. Dazu zählen die Gnade, die Treue, der Friede und die Gerechtigkeit. Erst dann spendet Gott seinem Volk den Segen und gibt seinen Ertrag. 

 

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IM NAMEN DER GERECHTIGKEIT

(Foto Fantur: Büste des römischen Kaiser und Stoikers Marcus Aurelius, Kunsthistorisches Museum, Wien)

 

„Wer Unrecht handelt, handelt gottlos. Denn die Natur hat die vernünftigen Wesen füreinander geschaffen nicht, daß sie einander schaden, sondern nach Würdigkeit einander nützen sollen,“ stellt der römische Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in seinen „Selbstbetrachtungen“ (9. Buch, Kapitel 1) fest.

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