FRIEDE KÜSST GERECHTIGKEIT

 (Foto Fantur: Gerechtigkeit auf die Waagschale legen)

 

 

„Es begegnen sich Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt es einen Ertrag.“ (Psalm 85, 11-14)                                                                      

Dieser Psalm im Alten Testament setzt zum Wohlergehen im Herrschaftsgebiet Jahwes bestimmte Werte des Zusammenlebens voraus. Dazu zählen die Gnade, die Treue, der Friede und die Gerechtigkeit. Erst dann spendet Gott seinem Volk den Segen und gibt seinen Ertrag. 

 

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IM NAMEN DER GERECHTIGKEIT

(Foto Fantur: Büste des römischen Kaiser und Stoikers Marcus Aurelius, Kunsthistorisches Museum, Wien)

 

„Wer Unrecht handelt, handelt gottlos. Denn die Natur hat die vernünftigen Wesen füreinander geschaffen nicht, daß sie einander schaden, sondern nach Würdigkeit einander nützen sollen,“ stellt der römische Kaiser Marc Aurel (121-180 n. Chr.) in seinen „Selbstbetrachtungen“ (9. Buch, Kapitel 1) fest.

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LEBEN IN MAßEN

 (Foto Fantur: Pythagoräische Gerechtigkeitsschale)

 

Auf der Insel Samos ging der Bau der Wasserleitung nur schleppend bis gar nicht voran. Die Arbeiter gaben sich lieber dem Genuss des Weintrinkens hin. Pythagoras (580-500 v. Chr.) erfand dann einen Becher der Gerechtigkeit. Einen halber Becher Wein durfte der Arbeiter genießen. Wer aber maßlos und gierig den ganzen Becher mit Wein auffüllte, da lief der ganze Wein aus und der Arbeiter hatte nichts zu trinken.

 

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URGRÜNDE DER WEISHEIT

 (Bild: erstellt mithilfe von ChatGPT)

 

„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“ (Jes 11,2) Das Alte Testament (AT) beschreibt die Weisheit, die von Gott ausgeht. Sie ist im Menschen als Abbild Gottes nur menschenmöglich ausgeprägt. Nach alttestamentlicher Überlieferung soll die Weisheit im Alltag Fuß fassen und die Lebenspraxis prägen. Tun und Ergehen bedingen einander.

 

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SEELE – KRONE DER SCHÖPFUNG

(Foto/Collage Fantur: Jahreszeiten der Amaryllis)

 

Die Amaryllis ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze, wobei aus einer Blumenzwiebel eine farbenfrohe Blüte entsteht. Sehr schön kann man ihre Entwicklungsstadien beobachten: Wachstum, Blütezeit und Ruhepause. Sie verblüht, aber die Blumenzwiebel birgt die Kraft in sich, immer wieder eine neue Blütezeit zu erleben.

 

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DIE ERDE HAT FIEBER – SIE IST KRANK

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 (Foto – Quelle: Nedelja, Cover, Sonderausgabe, 25, 04.2025)

 

 

IN MEMORIAM PAPST FRANZISKUS

 
In Memoriam an den verstorbenen Papst folgen Auszüge einer Videobotschaft und aus der Enzyklika „Laudato SI“ zur Erhaltung der Natur und gegen die Ausbeutung des Menschen. Beide sind eine Seite einer Medaille.

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DAS HEILIGE BILD IM DIALOG

 

     (Foto-Collage Fantur: Christusdarstellungen, Kirche Panagyia Kera, bei Kritsa, Kreta)

 

Aus dem dunklen Hintergrund erstrahlt eine heilige Figur. Es ist Jesus Christus, dargestellt in der byzantinischen Kirche Panagia Kera auf Kreta (Griechenland). Das Bild (Detailansicht, siehe links) ist ein Wandfresko aus dem 13./14. Jahrhundert. Christus steht auf einem kleinen Sockel, in der rechten Hand hält er das Evangelium, welches mit Edelsteinen geschmückt ist. Mit der rechten Hand erteilt er den Segen. Der Heiligenschein ist gekreuzt und das Gold bringt das göttliche Licht zum Glänzen. Gott ist mit uns und steht uns in allen Kreuzes-Angelegenheiten von Leid, Schuld und Grenzerfahrungen bei. Der goldfarbene Kreis des Nimbus fängt das menschliche Leid auf und führt den Menschen in den Kreis der Unendlichkeit. Diese Darstellung findet sich in der Westfassade des südöstlichen Fehlers.

 

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EISZEIT IN DER KIRCHE

 (Fotos: Magdi Baumgartner, Collage: Fantur)

 

 

Blumen und Grünpflanzen sind umgeben und gefangen im Eis. Die slowenische Künstlerin Elena Fajt schuf eine Landschaft aus Eisskulpturen und gestaltete die diesjährige österliche Ausstellung zum Thema „Unsichtbar und scheinbar“ in der kleinen Filialkirche in Sankt Peter (Šentpeter), in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental (Šentjakob v Rožu), in Kärnten.

 

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SPUREN DER AUFERSTEHUNG

(Foto Fantur: Auferstehung Jesu von Giotto, Scrovegni Kapelle in Padua)

 

Ein leeres Felsengrab, in dem Jesu Leichnam bestattet worden ist, nährt die erste Verschwörungstheorie. Gegner des aufstrebenden Christentums behaupteten, dass Jesu Leichnam gestohlen worden ist. Die Evangelisten berichten aber von Jesu Auferstehung. Letztendlich sind die Evangelien im Lichte der Auferstehungsberichte verfasst worden. Dieses Ereignis war für die Zeitzeugen ein einschneidendes Erlebnis.

 

 

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AUCH DER HIMMEL WEINTE

 (Foto Fantur: Giotto, Beweinung Christi nach der Kreuzabnahme)

 

 

Joseph von Arimathäa, ein Mitglied des Hohen Rates, erbat vom Pontius Pilatus den Leichnam Jesu. Er hüllte ihn dann in reines Leichentuch, legte ihn anschließend in den Felsengrab und ermöglichte eine würdevolle Bestattung. Myrrhe gemischt mit Aloe wurde zwischen das Leinentuch gestreut. Immer dabei waren die zwei Marias. Diese Bestattungsstätte wird mit dem Heiligen Grab in der Grabeskirche in Jerusalem in Verbindung gebracht und der Felsen ist der sog. Golgotha-Felsen.

 

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TOD – ENDE ODER WENDE?

  (Foto Fantur: Giotto, Kreuzigung)

 

 

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“ (Mt 27,46), rief Jesus laut am Kreuz und um die 9. Stunde (15:00 Uhr) hauchte er den Geist aus. Die Aufschrift des Kreuzes beinhaltete seinen Schuldspruch: „Das ist Jesus, der König der Juden“ (Mt 27,37, INRI). Einige Personen begleiteten ihn bis zum letzten Atemzug, aber man stirbt allein.

 

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ABENDMAHL MIT DÜSTEREN AUSSICHTEN

(Foto Fantur: Giotto, Das letzte Abendmahl)

 

 

Anlässlich des höchsten jüdischen Festes, dem Pascha, drückt Jesu Tischgemeinschaft mit seinen zwölf Jüngern die enge Verbindung und Freundschaft der Anwesenden aus. Zum Pascha gedenken die Juden nämlich des Auszuges aus dem Sklavenhaus Ägyptens. Jesu Festmahl mit seinen Jüngern ist aber überschattet von düsteren Voraussagen.

 

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VOM JUBELZUG ZUM KREUZWEG

(Foto aus Wikipedia: Giotto, Einzug Jesu in Jerusalem, Scrovegni Kapelle, Padua)

 

   (Foto Fantur: Scrovegni Kapelle in Padua)

 

 

Am Palmsonntag gedenkt das Christentum den Einzug Jesu in Jerusalem. Die prominente und herausragende Persönlichkeit Jesus von Nazareth zieht mit einem Esel ein. Es ist ein Zeichen der Demut, mit der Vorahnung, es wird der letzte Pilgerweg nach Jerusalem sein und zugleich sein letzter und beschwerlicher Erdenweg.

 

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PINSELSPRACHE DES GLAUBENS

       (Foto Fantur: Museum des Klosters Panayia Kera, Kreta)

 

Ikone (griech. εικον) bedeutet Bild, aber auch Ebenbild und Urbild. In der orthodoxen Kirche hat sie eine zentrale Bedeutung im Haus, in der Kirche, im gesamten Alltag. Sie vermittelt zwischen Himmel und Erde, zwischen dem Jenseits und dem Diesseits sowie zwischen Gott und dem Menschen. Durch das Bild erscheint (Epiphania) das Göttliche dem Menschen. 

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LETZTER ERDENWEG IN GRIECHENLAND

       (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof im Süden Kretas)

 

 (Foto Fantur: orthodoxer Friedhof in Kokkari, Samos)

 

 

Die letzte Ruhestätte auf vielen griechischen Friedhöfen ist ein Monument aus Marmor. Holz ist in Griechenland sehr teuer. Auf dem Grab ist eine Öllampe, Blumen, das Foto mit den Daten des Verstorbenen und auch das Kreuz als Zeichen der Erlösung.

 

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IMPRESSIONEN AUS KRETA_4

 

(Foto Fantur: Künstlerwerkstatt der Töpferei in Kerameiou in Margarites bei Rethymno, Kreta)

 

    (Foto Fantur: Landschaft in Amnatos)

 

(Foto Fantur: im orthodoxen Kloster Arkadi ergaben sie sich Widerstandskämpfer Kretas, auch Frauen und Kinder, nicht den osmanischen Aggressoren, wählten den Freitod und sprengten das Kloster in die Luft. Infolgedessen ist der 8. November Kretas Nationalfeiertag)
(Foto Fantur: Muttergottes Glykophilousa, Arkadi Monastery, Amnatos, Kreta)
      (Foto Fantur: einladendes Ambiente der Altstadt und des Hafens von Rethymno)

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_3

(Foto Fantur: vor etwa 50 Jahren waren Hippies in Matala und wohnten in den Höhlen)

    (Foto Fantur: Matala-Beach in Kreta – ein Paradies für Aussteiger)

 

(Foto Fantur: das Preveli Kloster, dem Evangelisten Johannes geweihter und beliebter Wallfahrtsort im Süden Kretas, zeichnete sich im Unabhängigkeitskampf aus. Das Kloster leistete Widerstand gegen die türkischen Besatzer und war ein Zufluchtsort vor deutschen Invasoren im Zweiten Weltkrieg)

 

      (Foto Fantur: faszinierende Kakteen in der Klosteranlage Preveli)

 

(Foto Fantur: die Asomatos Schlucht, südlich von Rethymno, ein beliebter Wanderweg, führt ins Libysche Meer)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_2

(Foto Fantur: Christus als Pantokrator, Panagia Kera, Kreta, Griechenland)

 

 (Foto Fantur: Wein-Amphore aus Malia, der minoischen Palastanlage und Stadt)

 

(Foto Fantur: Blumeninseln belebten Anfang April 2025 in Malia das archäologische Areal der minoischen Zeit)

 

(Foto Fantur: byzantinische Kreuzkuppelkirche Panagyia Serviotissa, Stylos, Kreta)

 

(Foto Fantur: Ikone Gottesmutter Maria mit Jesuskind, aus dem Museum nebst der griechisch-orthodoxen Kirche Panagia Kera bei Kritsa auf Kreta)

 

(Foto Fantur: Landschaft um das Bergdorf Assomatos, Kreta, Griechenland)

 

(Foto Fantur: Spinalonga, eine ehemalige Festungsinsel, vor 100 Jahren Leprakolonie und heute unbewohnt)

 

 

IMPRESSIONEN AUS KRETA_1

   (Foto Fantur: am Strand von Limenas Chersonissou, März 2025)

 

   (Foto Fantur: Pfau repräsentiert Schönheit, Ruhm und Unsterblichkeit auch im heutigen königlichen Palast von Knossos)
  (Foto Fantur: Thronsaal des Herrschers der Minoer in Knossos)
  (Foto Fantur unten: Büste des weltberühmten Schriftsteller Nikos Kazantzakis in Myrtia, Kreta)
Nikos Kazantzakis: „Wenn du kannst, sieh der Angst ins Auge und die Angst wird sich vor dir fürchten und davonrennen.“
(Foto: Museum Nikos Kazantzakis in Myrtia)

 

FREIHEIT ÜBER DEN WOLKEN

(Foto Fantur: … über den Wolken)

 

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein,“ besingt Reinhard Mey die Sehnsucht des Menschen. Ein Leben lang strebt der Mensch danach, diese Grenzerfahrung zu machen und zu transzendieren, das heißt, alle Ängste und Sorgen zurückzulassen, das Leid aufzuheben und die grenzenlose Freiheit zu erleben. Das ist der urmenschliche Wunsch, wie im Paradies leben zu dürfen. Dies wurde ihm in die genetische Wiege gelegt.

 

 

DIE WELT IM BEICHTSTUHL

(Foto Fantur: die Welt beichtet:  …)

 

 

Mein Herz ist stark belastet und möchte, dir o Herr, all meine Sünden bekennen.

Es tut mir leid, dass das Sündenbewusstsein in der Welt stark abnimmt.

Der Mensch macht sich zum alleinigen Maß aller Dinge und schubladisiert dich, sein Gewissen stumpft ab und er legt seine Bedürfnisse auf den Altar seines Egos. 

Ich fühle mich schuldig, dass ich deine Schöpfung vor der Gier der Bewohner nicht beschützen konnte.

Ich konnte nicht verhindern, dass Menschen von Neid zerfressen, Hass schüren und ein friedliches Miteinander beeinträchtigen.

Mir tut es leid, dass trotz des weltweit geflochtenen Netzwerkes, Rassismus und Ausbeutung nicht bekämpft wurden.

Ich habe zugelassen, dass in deinem Namen Gewalt ausgeübt wird und dadurch viele Menschen den Glauben an dich verloren haben.

Ich konnte nicht verhindern, dass Weltverbesserer, Friedensstifter und Gutmenschen mundtot gemacht werden. Unterstützung bekommen hingegen skrupellos Gierige, Machtgeile und aufhetzende Kriegstreiber.

Du bist der einzige Schöpfergott und trotzdem gibt es Personen, die glauben, sie sind päpstlicher als der Papst, prophetischer als der Prophet, priesterlicher als der Priester, nur um dich selbstherrlich zurechtzulegen.

Ich bedaure, dass der Mief der Abgase und des Abfalls bis in den Himmel stinkt.

Ich bereue zutiefst, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Du hast mich als dein Abbild geschaffen ich werde Buße tun und mich bemühen, die Brandflecken der verbrannten Erde zu beseitigen, die von Blut getränkte Schlachtfelder trockenzulegen, die Spirale der Gewalt zu unterbinden und die Spitze des Egoismus umzudrehen. 

 

GESUNDHEITSTIPP: 40-MAL FASTEN

(Foto Fantur: Tor zur Wüste, Tataouine, Chenini, Tunesien)

 

Die 40-tägige Fastenzeit im Christentum erstreckt sich vom Aschermittwoch bis Ostern. Nicht mitgerechnet werden dabei die Sonntage, die wie Ostern an die Auferstehung Christi erinnern. In Vorbereitung an das Osterfest soll in dieser Zeit an Körper und Seele gefastet werden. Es ist eine Zeit der Umkehr und der Erwartung der Auferstehung.

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GERECHTIGKEITS-EIFERER GESUCHT!

(Foto Fantur: Schüler:innen der HTL Villach spendeten für die Ukraine)

 

„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)

Einige Religionskritiker werfen der Religion vor, die Menschen zur Passivität zu verleiten und nur ins Jenseits zu vertrösten. In dieser Seligpreisung Jesu werden aber Friedens-Stifter angesprochen, das wären jene Personen, die sich nicht friedlich verhalten und wegschauen, sondern Akzente für den Frieden setzen.

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