GEWALT – AUSDRUCK DER IMPOTENZ

(Foto Fantur: Villach trauert nach dem islamistischen Anschlag vom 15. Februar 2025)

(Foto Fantur: Villach trauert nach dem islamistischen Anschlag vom 15. Februar 2025)

(Foto Fantur: „Berg der Seligpreisungen am Nordufer des Sees Genezareth, Israel)
Auf einem Hügel am Nordufer des Sees Genezareth stellt Jesus in der sogenannten Bergpredigt (Mt 5 1-11), den Seligpreisungen, sein Missionsprogramm vor.

(Foto Fantur: Kletterer in der Berglandschaft von Gosau, Salzburg)
Im Neuen Testament drückt sich das Glück im Eigenschaftswort „selig“ aus (siehe Bergpredigt Mt 5). Jesus verleiht diesem wertvollen Gut eine tiefere Dimension. Dabei soll das Glück für alle, auch für die Entrechteten und Außenseiter gelten.

(Foto Fantur: Polster-Herz)
„Zeichen des glücklichen Herzens ist ein frohes Gesicht; Sorgen und Kummer sind quälendes Grübeln.“ (Sir. 13, 26)
„Glück“ ist auch ein Thema des Alten Testamentes (z. B. Weisheitsbuch Jesus Sirach), welches im Herzen verankert ist. Das „Herz“ ist das Zentrum des Menschen.

(Foto Fantur: Graffiti am Neuen Platz in Klagenfurt)
Sie haben nicht viel und sie können sich nicht viel leisten. Kinder freuen sich über jede Kleinigkeit, auch ein Bild, und strahlen dabei Glück aus.


(Fotos CiN: verwüstete christliche Gotteshäuser in Syrien und Irak)

(Foto Fantur: Bibel, Holy Bible, Sveto Pismo und Co.)
Schlagzeilen aus evangelikalen Kreisen: Promipastor (Ted Haggard) tritt als Homosexueller zurück und bezeichnet sich als „Lügner und Sünder“. Baptisten lehnen Homosexualität ab. Weiße Evangelikale in den USA schreiben Naturkatastrophen eher der Endzeit als dem Klimawandel zu. Für Trennung von Kirche und Staat, aber für Donald Trump. Trennung von Glaube und Wissen, und Darwin meiden. Gewisse evangelikale und freikirchliche Gemeinschaften berufen sich dabei gerne wortwörtlich auf die Holy Bible, die von Gott inspirierte Bibel. Und wer die Auslegung des Predigers, der sich nur auf die Bibel beruft, hinterfragt, der erhebt die Hand gegen Jesus selbst.

(Foto Fantur: Regenbogen über Mittewald bei Villach)
Die Bibel setzt sich auch mit der gleichgeschlechtlichen Liebe auseinander. Im Römerbrief (1, 26f.) steht geschrieben: „Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn bei ihnen haben Frauen den natürlichen Verkehr vertauscht, mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sich in Begierde zueinander entbrannt.“

(Foto Fantur: Schweine-Standl vor dem Jahreswechsel)
„Schwein gehabt“, sagt man gerne, wenn der Ausgang einer Handlung erfolgreich war. Schweinchen in allen Variationen haben zu Silvester Hochsaison, um sich Glücksbringer für das Neue Jahr erkaufen. Zu diesen abergläubischen Dingen gesellen sich noch ein Hufeisen, ein Fliegenpilz und ein 4-blättriges Kleeblatt dazu.

(Foto Fantur: Geburt Jesu aus dem Freskenzyklus von Giotto in der Scrovegni Kapelle in Padua)
Im Bildzentrum befindet sich Jesus und Maria in einem Stall. Das gewickelte Jesuskind, das nicht in der Krippe liegt, sucht den direkten Blickkontakt zur Mutter Maria. Sie liegt auf einer Matratze. Ihr Blick auf Jesus ist fürsorglich, zugleich aber besorglich, so als würde sie mit Sorgenfalten in seine Zukunft blicken.

(Kopie Fantur: in der Warteschlange des Mutterleibs)
„Du bringst so viel Freude in mein Leben. Du erkennst meine Stimme. Wie gerne würdest du mir etwas sagen wollen. Stattdessen strampelst du mit deinen Füßen gegen meinen Bauch. Ein kräftiges Lebenszeichen von dir, mein Junge. Sofort wirst du ruhiger, wenn ich zum Summen beginne und wenn ich dir Ana Bekoach vorsinge. So wie Gott im Sabbatlied gepriesen wird, so herrlich bist du mein Sohn. Du bist ein Teil von mir, ich werde dich in allen Situationen nicht zurücklassen und immer unterstützen. Es wäre herzzerreißend, wenn du vor mir das letzte Kreuz auf dich nimmst.
Was wird dich nach einigen Monaten auf der Welt erwarten? Jetzt bist du so nah bei mir bestens aufgehoben. Du wiegst dich im Fruchtwasser in Sicherheit, du purzelst, schluckst und machst ruckartig auf dich aufmerksam. Wird uns auch der Vater beistehen und unterstützen und wohl nicht verlassen? Er wird uns nicht verlassen, denn du bist was Besonderes, Einzigartiges, Auserwähltes.
Ich bin schon so neugierig auf den ersten Begrüßungsaufschrei, dein erstes Lächeln, deine Grübchen, … Und wenn du nicht ganz gesund bist, ich nehme dich so, wie du bist und verlass dich niemals. Aber nicht nur ich allein, auch dein Papa wird dir wie ein Fels in der Brandung sein. Was wird dich in der Außenwelt erwarten? Wenn die Welt um uns noch so kalt ist, unser Haus soll dir die nötige Wärme und Geborgenheit geben.“

(Foto-Collage Fantur: Adventsingen im Großen Festspielhaus in Salzburg, Dezember 2024)
Advent und Weihnachten werden wirtschaftlich, kulturell und religiös geprägt sowie durchdrungen. Und der Markt leuchtet hell auf.

(bearbeitetes Foto Fantur: Lichtspritzer)
Ich entzünde ein Licht,
inmitten des vernarbten Herzens,
des verstaubten Gewissens,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten gieriger Blicke,
ungebändigten Verlangens,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten vergrämter Gesichter,
vertriebener Menschen,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten geballter Faust,
der unverdauten Wut,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten getrübter Aussichten,
dem Weg ohne Helligkeit,
da geht ein Licht auf.
Ewiges Licht in mir,
da geht ein Licht an,
entflammt mein Herz,
entzündet die Idee.
Peter Fantur

(Foto Fantur: geschmückter Adventkranz)
„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt,“* sagt der deutsche Philosoph Ernst Bloch. Die Hoffnungslosigkeit ist verbunden mit Resignation und Rückzug. Es wirft den Menschen in eine Lage der Selbstaufgabe und Angst zurück. Das verzweifelte Nichtstun und das Gefühl der Ohnmacht verlängern nur die Angst. Und diese Angst macht krank an Seele und Leib. Ernst Bloch muntert auf: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“*

(Bild erstellt mit ChatGPT, KI, Mädchen mit Tränen in den Augen)

(Foto erstellt mit ChatGPT, KI, … wenn die schwarze Katze kommt)
Eine Wahrsagerin warnte ihren Klienten oftmals vor einem bestimmten Baum. Auf einer Heimfahrt wurde ihm dieser Baum zum Verhängnis. Eine schwarze Katze kreuzt von links die Straße. Ein abergläubischer Mensch gerät in Panik und setzt mit seinem PKW eine folgenschwere Handlung. Ein Schüler schreibt am Freitag, dem 13., keine Schularbeit und bleibt gleich zu Hause.

(Foto Fantur: … nur äußere Unterschiede)
„Jemandem sitzt das Hemd näher als Rock“ oder „Jeder ist sich selbst der Nächste“, sind Redensarten, die im Alltag nichts von ihrer Aussagekraft verloren haben. Wenn bei Menschen die Grundbedürfnisse und das Gemeinwohl nicht gedeckt sind und der Alltag nur mit großer Mühe gestemmt werden kann, dann können diese beiden Redewendungen zum Überlebensprinzip werden und die Moral kann einen Tiefgang erfahren.

(Foto Fantur: Buntheit in Einheit)
„Der Mensch muss Träger, Schöpfer und das Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen sein.“ (Mater et Magistra, 219) Das ist das Grundprinzip der katholischen Soziallehre. In der Natur gleicht kein Blatt dem anderen und auch keine Person der anderen. Jeder Mensch ist trotz seiner Fehler einzigartig, ein Individuum (ungeteiltes Wesen) mit Würde ausgestattet, ein Abbild Gottes und zugleich Teil der Gesellschaft. Das würdigt erst eine Person.

(Foto Fantur: Garten der Villa Carlotta in Tremezzina, Como, ITA)
(Foto Fantur: Grab der Erinnerung)
Am Allerseelen (2. November) stehen Massen am Grab. In Gedenken an die Verstorbenen werden alljährlich Friedhöfe aufgesucht. Am Grab gedenkt man der Angehörigen, erbietet ihnen Ehrfurcht und Dankbarkeit und hofft insgeheim, dass sie sich in einer anderen Welt aufhalten. Die Lebenden hoffen, dass sich für die Verstorbenen das Bibelwort bewahrheitet: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Off. 21,4)


(Fotos Fantur: Pfarrkirche St. Martin in Šmartno, SLO, und Vorbereitungen auf das Weinfest)
(Fotos Fantur: Kirche Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna)
„Du hast Gewalt über meinen Körper, aber über meine Seele vermagst du nichts, denn über sie hat Gott allein Macht,“ erwiderte Florian dem Stadthalter Aquilin. Er weigerte sich den heidnischen Göttern zu opfern und bekannte sich zu Christus. Er wurde zur Zeit der diokletianischen Christenverfolgung mit einem Stein um den Hals in der Enns ertränkt. Florian (Gedenktag: 4. Mai) ist der Schutzheilige unter anderem bei Feuer- und Wassergefahr. Die Feuerwehrleute werden auch Florianijünger genannt.
(Foto Fantur: Kranachberg im südsteirischen Gamlitz)

(Foto: eingeschränkte Sicht)

(Foto-Collage Fantur: Symbolkraft oder Symbolschwachheit?)
Die oberste Maxime der monotheistischen Religionen ist die Gewaltfreiheit und die Verabscheuung von Tötung und Mord. Das 5. Gebot im Buch Exodus im Alten Testament lautet: Du sollst nicht töten!“ Es richtet sich gegen die Tötung von Unschuldigen und ist demnach eine kriminelle Handlung. Das Neue Testament geht darüber hinaus noch weiter und weist darauf hin, dass schon „Worte töten“ (Mt 5,21-22). Jesu Botschaft: „Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ (Mt 5,33)
(Foto Fantur: Abheben am Strand von Caorle)
Als Kleinkind krabbelte ich am Boden,
mein Blick war nach oben gerichtet,
die Hand streckte sich suchend nach Hilfe,
um endlich zum ersten Mal auf-zu-stehen.
Als Jugendlicher schürfte ich nach Orientierung,
ich irrte und suchte auf vielen Umwegen,
pendelte zwischen Welten und Meinungen,
um endlich zur reifen Persönlichkeit aufzustehen.
Als fehlerhafter Mensch litt ich an Schuldgefühlen
und baumelte zwischen Zweifeln und Selbstvorwürfen,
ich versteckte mich vor meinem eigenen Ich
und erhoffte eine rettende Hand, um aufzustehen.
Als junger Erwachsener sehnte ich mich nach Familie,
einem starken Rückhalt und Geborgenheit und
bewegte mich zwischen Glück und Sorgen, Mitgefühl und Freuden,
um in der Rolle als Familienvater beizeiten aufzustehen.
Als Leidtragender wurde mein Name beschmutzt,
wehrlos war ich Anschuldigungen und Beleidigungen ausgesetzt,
ich wurde von Ängsten und Befürchtungen hin- und hergerissen,
um sich durch kräftige Hoffnungsschübe aufzurichten.
Ich kehre zu Staub und Asche zurück,
Spuren meines Daseins werden zu Silhouetten,
Erinnerungen an mich verblassen,
um wie aus einer Raupe entschlüpft, auf-zu-erstehen.
Peter Fantur

(Foto Fantur: Drei Zinnen, Tre Cime di Lavaredo, Italia)