
(Foto Fantur: der gute Hirte im Mausoleum der Galla Placidia in Ravenna, Italien)
Seine Anwesenheit verbreitet Zuversicht und man fühlt sich sicher und aufgehoben. Außerdem erschleicht er sich das Vertrauen nicht. Dies betrifft den guten Hirten, der seine Schafe behütet.
Es ist ein beliebtes Bild von Jesus im Zweiten Testament (Joh 10,11-18) und ein bekanntes, geschätztes und weit verbreitetes Motivbild in den christlichen Kirchen. Dabei wird Jesus mit dem guten Hirten verglichen.
Perverse Hirten
Ein Aufseher, ein Knecht, würde als Mieter nur seine Pflicht erfüllen. Wenn es für ihn ungemütlich wird, wie zum Beispiel beim Anpirschen eines Wolfes, würde er die Leine ziehen. Folglich würden unerwünschte Personen, wie ein Dieb oder Räuber, die Herde nur zerstreuen und Unheil anrichten. Ihr Zutritt käme einem Hausfriedensbruch gleich.
Passionierter Hirte
Der gute Hirte kennt die Seinen und die Schafe vertrauen ihm blind. Somit ist seine Tür ein offener Zugang zum Leben. Zudem hat der gute Hirte noch mehr zu bieten. Er sorgt sich, dass keiner verloren geht und macht sich nach Bedarf auf die Suche nach dem verlorenen Schaf. Darüber hinaus geht sein Einsatz für die Schafe bis zum Äußersten: er gibt sein Leben hin für seine Schafe.
Hirte mit Stab versus Motorsäge
Gute Hirten sind Bollwerke in unserer Gesellschaft. Man findet sie in
Familien, die ein vertrauensvolles Umfeld bieten;
dort, wo Ausgrenzungen als No-Gos gelten;
in Kirchen in denen nicht Sakramenten-Automate wirken, sondern Pastoren;
in einer Welt, in der das Gemeinwohl das oberstes Prinzip ist.

