
(Foto Fantur: Strategiespiel Mühle: den Gegner blockieren und eliminieren)
Im Neuen Testament ist die „Weisheit“ kein zentrales Thema. Die Heilige Schrift geht davon aus, dass die Weisheit von Gott kommt und erst dadurch ein kontrolliertes und selbstgenügsames Leben ermöglicht wird.
Weisheit im Schatten der Eifersucht
Der Jakobusbrief bringt die Dimension der Un-Weisheit auf den Punkt: „Wenn aber euer Herz voll ist von bitterer Eifersucht und von Ehrgeiz, dann prahlt nicht und verfälscht nicht die Wahrheit! Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, eigennützige, teuflische Weisheit.“ (Jak 3,14f.)
Eine „akzeptable“ Eifersucht sucht eifrig danach, sich weiterzuentwickeln, nicht auf der Strecke zu bleiben und nach dem Vorbild anderer erfolgreich fortzuschreiten. Die teuflische Eifersucht wird diktiert von Verleumdung und Hintergehung aus Neid.
Weisheit im Schatten des Ehrgeizes
Ein gesunder Ehrgeiz ist geleitet von dem Wunsch, das gewünschte Ziel zu erreichen, um sein Dasein fristen zu können. Man findet sich mit den Grenzen des Erreichten ab. Der teuflisch Ehrgeizige passt die Gesetze und Gewohnheiten seinen Bedürfnissen an. In einer weiteren Steigerungsform folgen bei ihm Streifzüge der Selbstüberschätzung, begleitet von der Einstellung, über Leichen gehen zu müssen. Dann lautet das Lebensmotto wie im Strategiespiel „Mühle“: den Gegner blockieren und vernichten.
Die Weisheit liegt in der Selbstgenügsamkeit und dem Stolz, das Ziel erlangt zu haben und noch in den Spiegel schauen zu können. Dies funktioniert leichter, wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind.

