
(Bild: erstellt mithilfe von ChatGPT)
„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.“ (Jes 11,2) Das Alte Testament (AT) beschreibt die Weisheit, die von Gott ausgeht. Sie ist im Menschen als Abbild Gottes nur menschenmöglich ausgeprägt. Nach alttestamentlicher Überlieferung soll die Weisheit im Alltag Fuß fassen und die Lebenspraxis prägen. Tun und Ergehen bedingen einander.
Auf Herz und Nieren geprüfte Weisheit
Einige ausgewählte Zitate aus dem AT haben bereits Eingang in den Sprachgebrauch gefunden, viele treffen den Nagel auf den Kopf:
„Anfang der Weisheit ist: Erwirb dir Weisheit, erwirb dir Einsicht mit deinem ganzen Vermögen!“ (Spr 4,7)
„Denn die Weisheit zeigt sich in der Rede und die Einsicht in der Antwort der Zunge.“ (Sir 4,24)
„Für einen treuen Freund gibt es keinen Preis, nichts wiegt seinen Wert auf.“ (Sir 6,15)
„Die Bosheit der Frevler finde ein Ende, doch gib dem Gerechten Bestand, gerechter Gott, der du auf Herz und Nieren prüfst.“ (Ps 7,10)
Verpuffte Weisheit
„Wie ein Hund, der zurückkehrt zu dem, was er erbrochen hat, so ist ein Tor, der seine Dummheit wiederholt.“ (Spr 26,11)
„Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, wer einen Stein hochwälzt, auf den rollt er zurück.“ (Spr 26,27)
„Die Tür dreht sich in ihrer Angel und der Faule in seinem Bett.“ (Spr 26,14)
„Hoffart kommt vor dem Sturz und Hochmut vor dem Fall.“ (Spr 16,18)
„Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt. (Sir 30,24)
„Ist kein Holz mehr da, erlischt das Feuer; wo kein Verleumder ist, legt sich der Streit.“ (Spr 26,20)
„Wer aufrichtig seinen Weg geht, geht sicher, wer krumme Wege geht, wird durchschaut.“ (Spr 10,9)
„Des Toren Freude ist es, Böses zu tun, des Verständigen Freude, weise zu sein.“ (Spr 10,23)
Gewinn an Weisheit
„Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt.“ (Spr 16,9)
„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten, … (Koh 3,1f.)
„Wer sein Feld bestellt, wird satt von Brot, wer nichtigen Dingen nachjagt, wird satt von Armut.“ (Spr 28,19)
„Man hat mich geschlagen, doch es tat mir nicht weh, man hat mich gehauen, aber ich habe nichts gespürt. Wann wache ich auf? Von neuem will ich zum Wein greifen.“ (Spr 23,35)
„Ein ehrlicher Mensch erntet vielfachen Segen, wer eilt schnell reich zu werden, bleibt nicht unschuldig.“ (Spr 28,20)
„Unsere Tage zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz.“ (Ps 90,12)
„Um zweierlei bitte ich dich, versag es mir nicht, bevor ich sterbe: Falschheit und Lügenwort halt fern von mir; gib mir weder Armut noch Reichtum, nähr mich mit dem Brot, das mir nötig ist, damit ich nicht, satt geworden, dich verleugne.“ (Spr 30,7-9)

