LICHTBLICKE IM ADVENT_9

(Foto Fantur: Vier Kerzen mit Strahlkraft)

(Foto Fantur: Vier Kerzen mit Strahlkraft)

(Foto Fantur: KI-generiertes Bild vom Rathaus in Lienz)

(Foto Fantur: Acryl auf Leinwand von Su Sigmund)



(Foto Fantur: Schuster Martin, gespielt von Ernst Müller vom Ensemble EliThe)



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(Foto Fantur: Rorate in der Wallfahrtskirche Maria Elend / Podgorje)
„Rorate caeli desuper“ – „Taut ihr Himmel von oben!“ (Jes 45,8). Der Himmel soll auftauen und der Erde Licht spenden. Die dunklen Kirchen werden im Advent frühmorgens, vor dem Sonnenaufgang, mit Kerzenlicht erleuchtet. Die Frühmesse im Advent wird „Rorate“ genannt.

(Foto Fantur: Nikolo und zwei Engeln beim Hausbesuch der „Braven“

(Foto Fantur: die erste Kerze leitet die vier Adventsonntage ein)
Lange Warteschlangen vor der Kassa, hektisches Treiben in den Einkaufszentren, drängelnde Autofahrer, nervenaufreibende Situationen in Familien, die To-do Liste wird immer länger. Der Zeitraum steht auf Hochdruck des Pulses, der Anstrengung und der Überbelastung. Das ist die eine Seite des Advents und der vorweihnachtlichen Zeit.

(bearbeitetes Foto Fantur: Lichtspritzer)
Ich entzünde ein Licht,
inmitten des vernarbten Herzens,
des verstaubten Gewissens,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten gieriger Blicke,
ungebändigten Verlangens,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten vergrämter Gesichter,
vertriebener Menschen,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten geballter Faust,
der unverdauten Wut,
da geht ein Licht auf.
Ich entzünde ein Licht,
inmitten getrübter Aussichten,
dem Weg ohne Helligkeit,
da geht ein Licht auf.
Ewiges Licht in mir,
da geht ein Licht an,
entflammt mein Herz,
entzündet die Idee.
Peter Fantur

(Foto Fantur: geschmückter Adventkranz)
„Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt,“ sagt der deutsche Philosoph Ernst Bloch. Die Hoffnungslosigkeit ist verbunden mit Resignation und Rückzug. Es wirft den Menschen in eine Lage der Selbstaufgabe und Angst zurück. Das verzweifelte Nichtstun und das Gefühl der Ohnmacht verlängern nur die Angst. Und diese Angst macht krank an Seele und Leib. Ernst Bloch ermuntert: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“
Das Prinzip „Hoffnung“ ist der Grundtenor auch der christlichen Religion. Sie gehört zu den christlichen Tugenden „Glaube, Hoffnung, Liebe“. Gerade der Advent ist eine Zeit der Erwartung der Geschehnisse um die Weihnachtszeit. „Adventus“ (lat.) steht für Erwartung, Anbruch, das Nahen. Erwartung und Hoffnung sind zwei Seiten einer Medaille. Man soll diese Aufbruchstimmung in die vorweihnachtliche Zeit mitnehmen, um auch die Spuren der eigenen inneren Winterzeit zu erhellen.
Zum Advent wird der Adventskranz aufgestellt. Der Kranz symbolisiert den Sieg über alle Hindernisse des Daseins. Er wird aus grünen Zweigen hergestellt, um als Zeichen der Hoffnung und des Lebens zu sein. Die vier Kerzen stehen für die vier Adventssonntage. Die Kerze für den dritten Adventsonntag hebt sich durch die rosa Farbe ab. Der dritte Advent heißt „Gaudete“ (Freuet euch) und vermittelt die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest, das an die Geburt Jesu erinnert.
Quelle der Zitate von Ernst Bloch: https://www.zitate.de/autor/bloch%2C+ernst