(Foto Fantur: antichristliche Propaganda vor der Verkündigungskirche in Nazareth, 2015)

 

Auf dem Pilgerweg zur Verkündigungskirche in Nazareth wird den Christen auch eine Lektion erteilt. Auf riesigen Plakaten wird ihre Religion infrage gestellt. Der Grund: nach islamischer Vorstellung beten die Christen drei Götter (Vater, Sohn und Heiliger Geist) an. Dann der Appell: es sei verboten drei Götter anzubeten! Allah ist der einzige und der eine Gott!

 
Auch das Christentum ist eine monotheistische Religion, die nur einen Gott anbetet. Er ist ein Gott in drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Gott erscheint und erschließt sich als Schöpfer (Vater), durch den Sohn und seine Menschwerdung als Erlöser und durch den Heiligen Geist als Gottes Geist in uns. Dadurch wird das höhere Wesen zu einem gemeinschaftlichen, lebendigen Gott.


Nadelstiche nähren Intoleranz

 
Israel lebt mit ständigen Nadelstichen und Provokationen. Jede Form der Gewalt kann somit jederzeit ausbrechen und zum Flächenbrand werden. Dem Heiligen Land täte gut, wenn es zu regelmäßigen interreligiösen und interkonfessionellen Dialogen käme. Die Gespräche sollten nicht nur zwischen den Religionen, sondern auch innerhalb der religiösen Gruppierungen stattfinden und an der Tagesordnung sein. So könnte man viele Gewaltakte bereits im Keim ersticken. In Israel steht somit auch der Weltfrieden am seidenen Faden.
 

Zakat – ein Zeichen der Toleranz

 
„Zakat“(Almosengeben) lautet eines der fünf Säulen im Islam. Mit dieser Zakat-Abgabe soll ein Beitrag zur gerechteren Welt geschaffen werden, „in der die Armen und Bedürftigen Unterstützung erhalten und die Wohlhabenden ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft erfüllen.“ (Islamisches Zentrum Wien)* Zakat umfasst auch Reisende und ist ein starker Ausdruck der grenzüberschreitenden Toleranz. Das wäre ein Zeichen der Handreichung zu allem Fremden und ein Beitrag gegen die Intoleranz. 
* Zitat: https://www.izwien.at/zakah