Nazareth

NADELSTICHE IN NAZARETH

 

     (Foto Fantur: antichristliche Propaganda vor der Verkündigungskirche in Nazareth, 2015)

 

Auf dem Pilgerweg zur Verkündigungskirche in Nazareth wird den Christen auch eine Lektion erteilt. Auf riesigen Plakaten wird ihre Religion infrage gestellt. Der Grund: nach islamischer Vorstellung beten die Christen drei Götter (Vater, Sohn und Heiliger Geist) an. Dann der Appell: es sei verboten drei Götter anzubeten! Allah ist der einzige und der eine Gott!

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BARMHERZIGKEIT GEGEN HARTHERZIGKEIT

(Foto Fantur: 8-eckige Kirche in Israel für 8 Seligpreisungen)

 

Die Kirche der Seligpreisungen liegt am Nordufer des Sees Genezareth in Israel. Das 8-eckige Gotteshaus und die Gedenksteine auf dem Weg zur Kirche erinnern an Jesu Makarismen (Seligpreisungen).


„Selig, die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“ (Mt 5,7)

Barmherzigkeit, heißt im Jüdischen „Rahamim“ („Rechem“) und bedeutet „Gebärmutter“. Die Mutter versorgt ihr Ungeborenes, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Sie liebt es, in dem sie sich um das Wohlergehen ihrer Leibesfrucht sorgt. Es ist eine angeborene und instinktive Grundhaltung der werdenden Mutter.
Nach der Geburt kann diese Grundhaltung der Barmherzigkeit auch durch die äußeren Einflüsse verlorengehen. Die Ich-Zentriertheit und das Streben nach irdischen Lustangeboten können die Barmherzigkeit schwächen. Die Sehnsucht nach der angeborenen Grundhaltung schwindet aber niemals ganz.
Barmherzigkeit wird von der Vergebung begleitet. Die unbarmherzigen Taten verursachen Leid. Der Wunsch nach Verzeihung eröffnet die Hoffnung nach Befreiung von Schuld und ermöglicht den Neuanfang. Die Vergebung ist die zweite Seite der Barmherzigkeit in einer Welt der Unvollkommenheit.

„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8)

In der biblischen Auffassung ist das Herz die Mitte der Person und der Sitz der menschlichen Vernunft, des Denkens, Urteilens und Planens. Hier befindet sich die Gesinnung des Menschen und all die Motive seines Handelns. So könnte das Herz auch Ort des Gewissens sein. Von Herzen strahlen auch die Gefühle der Freude und Traurigkeit aus.
Das Herz reinzuhalten ist für das fleischliche Wesen in einem sozio-kulturellen Umfeld eine tägliche Herausforderung und oft eine Achterbahn. Die Wege dorthin wären eine geistvollere Lebenseinstellung und ein Gewissen, das bestrebt ist, sich ständig zu veredeln. Die Möglichkeit einer Reinwaschung des Gewissens würde der Herzpflege guttun.