Kreuz

KREUZWEG – XIV. STATION

     (Foto Fantur: Grablegung Jesu, Fresko im Eingangsbereich der Grabeskirche in Jerusalem)

 

Der Tod hinterlässt eine langen Schatten. Die einen scheren aus, andere suchen nach Auswegen und leben von Erinnerungen, wieder andere halten Ausschau nach existenziellen Lichtimpulsen und Hoffen auf ein Kerzenlicht, das niemals erlischt.

 

Mehr erfahren

KREUZWEG – XIII. STATION

   (Foto Fantur: Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt, Kalvarienberg in Eisenstadt)

 

 (Foto Fantur: Michelangelos Pietà im Petersdom in Rom)

 

 

Der traurigste Moment und der Tiefpunkt im Leben passieren, wenn eine Mutter den Tod ihres Kindes betrauern muss. Eine beliebte Ausdrucksform in der Sakralkunst ist dabei die Pietà. Da wird Maria mit ihrem toten Sohn in den Armen dargestellt und es erfolgt die letzte zärtliche Berührung Marias.

 

Mehr erfahren

KREUZWEG – XI. STATION

(Foto Fantur: Grabeskirche in Jerusalem mit dem griechisch-orthodoxen Kreuzigungsaltar am Kalvarienberg/Golgotha)

 

(Foto Fantur: Grabeskirche in Jerusalem mit dem katholischen Altar der Annagelung am Kalvarienberg/Golgotha)

 

(Foto Fantur: Grabeskirche in Jerusalem, freigelegter Golgotafelsen)

 

 

Nagel um Nagel

Schlag um Schlag

Schmerz um Schmerz

Wunde um Wunde

Eingeschlagen ins Kreuz

Geschändeter Ruf

Verschmähte Liebe

Kaltherzige Gleichgültigkeit

Eingefrorene Feindschaft

Abgebrühter Eigennutz

Vergossenes Blut

 

 

 

XI. Station: JESUS WIRD ANS KREUZ GENAGELT

„Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und eine Aufschrift (auf der Tafel) gab seine Schuld an. Der König der Juden.“ (Mk 15, 25f.)

 

 

(Foto Fantur: Grabeskirche in Jerusalem, Ort der Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Christi)

KREUZWEG – X. STATION

(Foto Fantur: X. Station des Kreuzweges von Valentin Oman, Pfarrkirche Latschach / Loče am Faaker See / Baško jezero)

 

 

„Ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben. … Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“ (Mt 25, 43.45) Das ist ein ausgewählter Ausschnitt aus dem Gleichnis des Weltgerichts. Es ist ein Richtmaß für das Leben und eine Messlatte für das Leben danach. 

 

Mehr erfahren

KREUZWEG – IX. STATION

(Foto Fantur: IX. Kreuzwegstation von Valentin Oman, Pfarrkirche Latschach am Faaker See / Loče ob Baškem jezeru)

 

 (Foto Fantur: geknicktes Kreuz im Naturschutzgebiet Dragositschach / Dragožiče)

 

 

 

Meine Würde

verdreht ein Zerrbild

Mein Wesen

überschüttet

mit Hasstiraden

Meine Existenz

ausgegrenzt

infolge der Anders-Artigkeit

Meine Person

mithilfe von Meineidern

gezerrt vor die Gerichte-Küche

Mein Sein

verpixelt bis zur

Unkenntlichkeit

Meine unerwünschte Person

gejagt und geknickt

vom auferlegten Kreuz

 

 

 

IX. Station: JESUS FÄLLT ZUM DRITTEN MAL UNTER DEM KREUZ

„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mk 8,34)

 

 

(Foto Fantur: 9. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem vor der koptisch-orthodoxen Kirche St. Helena)

KREUZWEG – VIII. STATION

(Foto Fantur: Andrea d’Agnolo gen. del Sarto, Beweinung Christi 1519/20, KHM Wien)

 

 

 

Weinende Mütter

am Grab von Sternenkindern

Trauernde Mütter

mit verhungerten Babys in den Armen

Schreiende Mütter

vor der Todesliste der Kriegssoldaten

Herzzerreißende Mütter

vor dem Sack des lebensmüden Kindes

Wehklagende Mütter

bei vorzeitigen Ableben ihres Sohnes

 

 


VIII. Station: JESUS BEGEGNET DEN WEINENDE FRAUEN

„Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um in klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: ‚ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich, weint über euch und eure Kinder.'“ (Lk 23,27f.)

 

 

 

      (Foto Fantur: 8. Station auf der Via Dolorosa in Jerusalem)

KREUZWEG – VI. STATION

(Foto Fantur: 6. Kreuzwegstation, Kreuzweg in der Nikolaikirche in Villach, Kärnten)

 

 

Ein Schweißtuch schreibt Geschichte. Der Stoff sammelt Schweißtropfen und diese erzählen den Alltag einer Person. Darin spiegeln sich die anstrengende Müh und Plag einer Person wider. … denn im Schweiße des Angesichts wird der Ernährungshaushalt aufgefüllt.

 

Mehr erfahren

KREUZWEG – V. STATION

[Foto Fantur: zweisprachiger (slowenisch-deutscher) Kreuzweg in Maria Gail / Marija na Zilji bei Villach]

 

 

Die mühevolle Feldarbeit ist abgeschlossen und Simon aus Zyrene wird von den Soldaten gezwungen das Kreuz des körperlich geschwächt Jesus zu tragen. Den Ausgang des Tages hat sich Simon wohl anders und entspannter vorgestellt.

 

Mehr erfahren

KREUZWEG – IV. STATION

(Foto Fantur: Was für ein Anblick für eine Mutter? Jesu Dornenkrönung von Caravaggio, 1603, KHM Wien)

 

 

Was für ein Anblick für die Mutter Jesu! Sie sieht ihren Sohn von Schlägen, Verletzungen und dem tragenden Kreuz körperlich schwer gezeichnet. Sie würde ihn gerne beistehen, doch in diesem Augenblick fühlt sie sich meilenweit von ihm entfernt.

 

Mehr erfahren

AUF-WIEDER-SEHEN

(Foto Fantur: Grab der Erinnerung)

 

Am Allerseelen (2. November) stehen Massen am Grab. In Gedenken an die Verstorbenen werden alljährlich Friedhöfe aufgesucht. Am Grab gedenkt man der Angehörigen und Nahestehenden, erbietet ihnen Ehrfurcht und Dankbarkeit und hofft insgeheim, dass sie sich in einer besseren Welt aufhalten. Die Lebenden hoffen, dass sich für die Verstorbenen das Bibelwort bewahrheitet: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ (Off. 21,4)

 

Hoffnungsgrab

 

Das Grab wird festlich geschmückt mit Symbolen, die Hoffnung nähren. Das Kreuz erinnert an die Hinrichtung Jesu am Karfreitag und zugleich wird es mit der Hoffnung auf die Auferstehung verknüpft. Das Kreuz soll die Trauer, Klage, Leid überwinden.

Unzählige Kerzen zieren die Gräber. Ein Erlebnis ist es, bei Dunkelheit den Friedhof aufzusuchen. Ein Meer von Lichtern leuchtet den Friedhof auf. Die brennende Grabkerze symbolisiert Licht, das die Dunkelheit (auch des Grabes) überwinden soll. Das brennende Docht steht für das Gebet. Die Kerzen mit ihren Aufschriften sind Zeugen der urmenschlichen Hoffnung nach Wiedervereinigung und Weiterleben: „In stillem Gedenken“, „Du fehlst mir“, „Dem Himmel so nah“, „Wenn die Zeit endet, beginnt die Ewigkeit“.

 

Triumphkranz

 

Zum Grabschmuck gehört auch ein Gesteck oder Grabbukett. In der herbstlichen Übergangszeit verliert die Natur das satte Grün. Blätter der Laubbäume verfärben sich, fallen zu Boden, werden zur Erde umgewandelt. Das kräftige Grün der Gestecke am Grab versprüht Leben und vermittelt Hoffnung. Ein Gewinde aus Laub und Blumen war nicht nur im Christentum ein Symbol für Gewinner. Der Kranz war immer ein Siegeszeichen nicht nur im Wettkampf, sondern auch ein Symbol für den Sieg über den Tod. Der Kranz war auch ein Siegeszeichen für den Märtyrer.

Blumen sollen das blühende Paradies am Grab darstellen. Chrysanthemen sind besonders beliebte Grabblumen. Die Chrysantheme zeichnet eine farbenprächtige Blüte aus und sie trotzt auch den frostigen Temperaturen. Deswegen steht sie für langes Leben. Beliebt ist auch die Rose, die für Unschuld und Reinheit steht.