
(Foto Fantur: Ei – ein typisches österliches Auferstehungssymbol)
Zu Ostern sticht das Osterei besonders heraus. Es symbolisiert die Entstehung neuen Lebens, ja das Leben geht über das Irdische hinaus. Wie aus der Schale ein neues Leben in Form eines Küken entspringt, so symbolisiert das Osterei das Leben nach dem Tod, die Auferstehung. Die Schale ist das Körperliche, das letztlich zurückbleibt.
Aufbruch zum neuen Leben
Das hart gekochte Ei bekommt eine harte Schale und rot gefärbt erinnert es an das Blut Christi, ebenso an sein Grab. Mit dem traditionellen Brauch des Ostereierpeckens (Eiertitschens) wird die Schale aufgebrochen. Das Osterei ist ein Auferstehungssymbol der Osterzeit. „Symbol“ kommt aus dem Griechischen „συμβολον“, das „zusammenwerfen“ bedeutet. Dabei soll eine reale Sache eine übersinnliche (spirituelle) Eigenschaft ausdrücken. So steht das aufgebrochene Ei für die Auferstehung.
Mit dem Schmetterling himmelwärts
Die bekannte Psychiaterin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross vergleicht die Neugeburt mit einem aus dem Kokon schlüpfenden Schmetterling. Auch ein Kokon erinnert an die Form eines Eies. „Im Moment des Todes werden wir alle die Trennung des wirklichen, unsterblichen Ichs von seinem zeitlichen Haus, nämlich dem physischen Körper, erleben.“*
* Quelle: Elisabeth Kübler-Ross, Über den Tod und das Leben danach, Verlag „Silberschnur“, Neuwied 1991, 57

