
(Foto Fantur: Hans Pleydenwurff, 1420-1472, Hofer Altar, Kreuzigung Christi, Alte Pinakothek München)
Ein Opfertod „verjährt“ nicht und ist nicht vergeblich.
Opfer „Freiheit“
„I have a dream!“ … „Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Farbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird.“ (1) Mit diesen und ähnlichen Worten demonstrierte der Pastor und Bürgerrechtler Martin Luther King gegen die Rassentrennung und für die Gleichwertigkeit der Menschen vor dem Gesetz sowie dem Ende des Hasses in den USA. Er wurde am 4. April 1968 in Memphis ermordet. Sein Opfertod führte zur Aufhebung der Rassengesetze.
Opfer „Nächstenliebe“
„Ich will für ihn in den Tod gehen, er hat Frau und Kinder, hat für wen zu leben und ich bin allein.“ (2) Mit diesen Worten opferte Pater Maximilian Kolbe, polnischer Priester und Franziskaner-Pater, im KZ Auschwitz, sein Leben für den Häftling Franciszek Gajowniczek. Pater Kolbe wurde von der Lager-SS am 14. August 1941 ermordet, Gajowniczek überlebte den Zweiten Weltkrieg.
Opfer „Friede“
„Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg.“ Mit dieser Devise bestritt der indische Friedenskämpfer Mahatma Ghandi einen konsequenten Weg des Friedens und mit gewaltlosen Aktionen führte er die britische Kolonialmacht zur Kapitulation und Indien in die Unabhängigkeit (1947). Er baute Brücken zwischen den Religionen (auch dem Islam) und wurde 1948 von einem Hindu-Extremisten ermordet.
Opfer „Gerechtigkeit“
„Es gibt viele Menschen und Christen in El Salvador, die bereit sind, ihr Leben zu geben, damit die Armen Leben haben. Darin folgen Sie Christus und machen ihren Glauben an ihn sichtbar.“ (3) Erzbischof Oscar Romero wetterte gegen die Ausbeutung der entrechteten Arbeiter und Bauern und wurde zum Todfeind der Junta. Er wurde am 23. März 1980 während der Messfeier ermordet. Romero erwirkte im Lande eine Aufbruchstimmung im Einsatz für die Armen.
„Sünden“ Opfer
„Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift.“ (4) Jesus Christus opfert sein Leben für die Sünden der Menschen. Dieser Sündenbegriff umfasst Ungerechtigkeiten und das Böse in Ihrer Gesamtheit und im Wurzelsystem. Der Opfertod Christi hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, das Böse zu bekämpfen. Dies weltweit umzusetzen, erfordert enorme menschliche Anstrengungen. Dann müssten die Menschen allesamt alles darauf setzen das Wurzelwerk des Bösen zu entwurzeln.
XII. Station: JESUS STIRBT AM KREUZ
„Die Sonne verdunkelt sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus.“ (Lk 23, 45f.)
1) https://martin-luther-king-zentrum.de/i-have-a-dream-deutsch/
2) https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Maximilian_Kolbe
3) https://dfg-vk.de/mahatma-gandhi-es-gibt-keinen-weg-zum-frieden-der-frieden-ist-der-weg/
4) 1. Korintherbrief 15,3b



