
(Foto Fantur: 6. Kreuzwegstation, Kreuzweg in der Nikolaikirche in Villach, Kärnten)
Ein Schweißtuch schreibt Geschichte. Der Stoff sammelt Schweißtropfen und diese erzählen den Alltag einer Person. Darin spiegeln sich die anstrengende Müh und Plag einer Person wider. … denn im Schweiße des Angesichts wird der Ernährungshaushalt aufgefüllt.
Der Schweiß drückt eine besondere Anstrengung aus. Der Drang, ein gestecktes Ziel zu erreichen, erfordert einen ganzheitlichen Motivationsschub. … denn im Schweiße des Angesichts führt der Weg zum Ziel.
Die geruchlosen Tropfen teilen auch die Erkrankungen von Personen mit. Überfunktionen und Krankheiten treten dabei bösartig und nicht sichtbar in Erscheinung. … denn im Schweiße des Angesichts treten Ärgernisse zutage.
Äußerste Anstrengung und Belastung
Auch ein freudvoller Augenblick, eine beflügelte Anspannung und ein unvergleichlicher Einsatz kann mit Schweißausbrüchen belohnt werden.
Der äußerste Stress verfärbt die Schweißtropfen und sie bekommen eine leichte rötliche Verfärbung. Neben möglichen körperlichen Gründen können starke psychische Belastungen Ursachen dafür sein. Dazu gehören extreme Angstzustände, der Stress und vor allem die Angst vor Peinigung und dem Tod.
Kraftstrotzend ist man imstande den Schweiß von der Stirn abzuwischen und neue Kräfte zu mobilisieren. Entkräftet erwartet, erhofft und erfreut man sich über jede Handreichung des Schweißtuches. In ausweglosen Situationen gibt man den Ausscheidungen freien Lauf.
VI. Station: VERONIKA REICHT JESUS DAS SCHWEIßTUCH
Das Schweißtuch der Veronika wird in der Heiligen Schrift nicht erwähnt. Es ist Teil der legendären christlichen Überlieferung seit der Spätantike. Die christliche Frömmigkeit drückt sich in dieser Station aus und sie beflügelt(e) Kirchen, soziale Einstellungen und die Kunst.

