(Foto Fantur: Frauenkirchen in Burgenland: Gnadenbild, das sogar die Türkenbelagerung 1683 überstand)

 

 

Nach einer berauschenden Silvesternacht folgt die Ernüchterung. Es beginnt ein neues Jahr, mit neuen Voraussetzungen, Herausforderungen und Hoffnungen. Am 1. Jänner feiert die katholische Kirche das „Hochfest der Gottesmutter Maria“. Somit wird das neue Jahr unter den Schutzmantel Marias gestellt.

 

 

Die Marienfrömmigkeit hat bei den Katholiken und in der Ostkirche einen besonderen Stellenwert. Was fasziniert Gläubige, dass sie in Massen zu den Marienwallfahrtsorten pilgern und dort eine Kerze anzünden?

Aufwertung der Frau

Die biblische Gestalt „Maria“ wertet die (Ur-)Weiblichkeit auf und gibt ihr einen herausragenden Stellenwert. In der Antike spielten die Frauen großteils eine inferiore Rolle. Maria trifft nicht nur in familiärer Hinsicht eine selbstständige Entscheidung.

Auch heute erspürt man im Glauben an Maria ein Gefühl der Geborgenheit und Hoffnung. Die Pilger:innen liegen ihr an den Wallfahrtsorten ihre Ängste und Sorgen zu Füßen. Sie zünden eine Kerze an und erbitten Wohlwollen und Unterstützung. Als Mutter Gottes und Mittlerin zwischen Mensch und Gott ist die Hoffnung groß, dass sie so viel Kraft spendet, um das Leid zu lindern.

Von Maria ummantelt

So wird Maria in den Kirchen als Schutzmantelmadonna dargestellt, die die betenden Gläubigen beschützend ummantelt. Die Gottesmutter erscheint bevorzugt auch auf den Pestsäulen, um die Bewohner vor jedwedem Unheil zu bewahren (apotropäische Funktion). Als stillende Mutter (siehe Frauenkirchen) zeigt sie sich besorgt um ihr Kind. Als „Schöne Madonna“ steht sie auf der Mondsichel (beeinflusst von der Offenbarung des Johannes, Apk. 12,1-6)

 

(Foto Fantur: Schutzmantel- und Mondsichelmadonna in der Wallfahrtskirche Maria Elend/Podgorje, Kärnten)

 

(Foto Fantur: Mariensäule am Hohen Platz in Wolfsberg)

 

 

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