
(Foto Fantur: Giotto, Geburt Mariens, Scrovegni Kapelle in Padua, Italien)

(Foto Fantur: Mariä Geburt, Hochaltar Waisenhauskirche Maria Geburt, Rennweg, Wien)
Die Geburt Mariens hat auch einen fixen Platz im Kirchenjahr. Am 8. September feiern die Katholiken und die Orthodoxen ihre Geburt. Dieser Tag wird auch als „kleiner Frauentag“ bezeichnet. Er hebt sich vom „großen Frauentag“ (15. August) ab, der die Himmelfahrt Mariens zum Inhalt hat.
Wallfahrtsort der Trostspendung
Maria ist nicht nur Mutter Gottes. Als Frau und Mutter wird sie von Christen gerne verehrt (nicht angebetet). Christen pilgern zu den Marienwallfahrtsorten, um von ihr Trost zu erfahren, persönliche Anliegen vorzubringen, ihr Herz auszuschütten und Geborgenheit im Trubel der Zeit zu erleben. Von bestimmten Orten sind Marienerscheinungen überliefert und auch Ärztekommissionen bestätigen, wie in Lourdes, Wunderheilung.
Der „kleine Frauentag“ findet auch Eingang in die Bauernregel, die lautet: „An Mariä Geburt, fliegen alle Schwalben furt.“ Die Schwalben ziehen in wärmere Gefilde und der Herbst nimmt langsam Einkehr.
Giotto zeigt in der Scrovegni Kapelle in Padua die Szene der Geburt Mariens und ihrer Mutter Anna. Es ist eine sehr lebendige Darstellung dieser Szene. Hebammen reichen Maria in die Hände ihrer Mutter Anna. Im Vordergrund füttert eine Mutter ihr Kleinstes.

