(Fotos: Magdi Baumgartner, Collage: Fantur)

 

 

Blumen und Grünpflanzen sind umgeben und gefangen im Eis. Die slowenische Künstlerin Elena Fajt schuf eine Landschaft aus Eisskulpturen und gestaltete die diesjährige österliche Ausstellung zum Thema „Unsichtbar und scheinbar“ in der kleinen Filialkirche in Sankt Peter (Šentpeter), in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental (Šentjakob v Rožu), in Kärnten.

 

Die gefrorenen Blumen sind der kalten Temperatur und den Naturgesetzen völlig ausgeliefert. Umgeben von Eisteilen, die den Anschein erwecken untrennbar und unauflöslich zu sein, vegetieren die Blumen und Pflanzen so dahin. Mit aller Kraft versuchen sie der Erstickung zu entgehen und mobilisieren ihre Überlebenskraft. Verformt schauen sie aus dem Eisfenster und hoffen, dass das Eis bricht und in ihnen noch so viel Kraft vorhanden ist, um neu zu treiben und aufzublühen.

Vom Eisbruch zum Neuanfang

Erlebt nicht auch der Mensch Momente der Erstarrung, indem er weder ein noch aus weiß und daniederliegt. Er ist dann gefangen im Eisbrocken der Schicksalsschläge oder gefesselt von seinen Schuldgefühlen. Erleben diese Erstarrung und existenzielle Aufregung nicht auch Menschen in lebensbedrohlichen Situationen, wie jene im Krieg?

Unter diesen Umständen spielt man auf Zeit, versucht seine Individualität und Würde zu bewahren, mit allen Mitteln seine Integrität zu schützen und vielleicht auch durch den Keim des Glaubens, Hoffnung zu schöpfen, dass endlich der Frühling anbricht und ein Neuanfang die Lebensfreude wieder zurückbringt.

AUSSTELLUNG:

Elena Fajt: „Nevidno in navidezno. Unsichtbar und scheinbar“

Filialkirche – podružnica: St. Peter – Šentpeter

Ausstellung: v. 11.4. 2025 bis 27.4.2025