
[Foto Fantur: zweisprachiger (slowenisch-deutscher) Kreuzweg in Maria Gail / Marija na Zilji bei Villach]
Die mühevolle Feldarbeit ist abgeschlossen und Simon aus Zyrene wird von den Soldaten gezwungen das Kreuz des körperlich geschwächt Jesus zu tragen. Den Ausgang des Tages hat sich Simon wohl anders und entspannter vorgestellt.
Spreu vom Weizen getrennt
Wo sind die Lebensbegleiter des Jesus von Nazareth? Da wird wohl die Spreu vom Weizen getrennt.
Es ist wohl angenehmer beim Jubelzug und Begeisterungsstürmen dabei zu sein? Da kann man im Wog des jubelden Rausches dazugehören und mitgenießen.
Ist es nicht ungemütlich auf der Seite des Verlierers zu sein, von anderen erkannt zu werden und gesellschaftliche Nachteile zu erfahren?
Ist es beruhigender nicht die Lust des anderen tragen zu müssen? Der Anblick von Schmerz und Leid stört die Ruhe und drückt nur den Alltag.
Ist es nicht die Freiheit eines jeden, frei zu entscheiden und frei zu handeln, wenn es darauf ankommt anderen zu helfen? Aber das gilt nur für die anderen.
Unterstützung in äußerster Not
Aus dem Zwang das Kreuz ein Teilstück des Weges für einen Fremden zu tragen, wird zu einem Akt der Solidarität. Simon übernimmt das Kreuz eines gezeichneten Jesus. Bei jedem Schritt spürt er, dass seine Anwesenheit guttut. Simon entlastet und erleichtert seinen letzten Erdenweg, in dem er dem zum Tode Verurteilten nicht im Stich und in dieser schweren Stunde nicht allein lässt.
V. Station:
SIMON AUS ZYRENE HILFT JESUS DAS KREUZ TRAGEN.“
„Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen. (Mt 27,32)

(Foto: Via Dolorosa in Jerusalem, Kreuzweg-Pilger vor der 5. Station)

