Altes Testament

TAPFERKEIT UNTER LEBENSGEFAHR

 

 (Foto erstellt mit ChatGPT: Diebe in Aktion)

 

Der Prophet Amos (Erstes Testament) wettert gegen die Ungerechten, „weil sie den Unschuldigen für Geld verkaufen…, weil sie die Kleinen in den Staub treten und das Recht der Schwachen beugen.“ (Am 2,6f.) Der alttestamentliche Prophet nimmt sich tapfer kein Blatt vor den Mund und greift die Ausbeuter an, die sich mit untadeligen Werken anstacheln: „Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.“ (Am 8,5f.)

 

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FRIEDE KÜSST GERECHTIGKEIT

 (Foto Fantur: Gerechtigkeit auf die Waagschale legen)

 

 

„Es begegnen sich Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt es einen Ertrag.“ (Psalm 85, 11-14)                                                                      

Dieser Psalm im Alten Testament setzt zum Wohlergehen im Herrschaftsgebiet Jahwes bestimmte Werte des Zusammenlebens voraus. Dazu zählen die Gnade, die Treue, der Friede und die Gerechtigkeit. Erst dann spendet Gott seinem Volk den Segen und gibt seinen Ertrag. 

 

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GLÜCKSHERZ

(Foto Fantur: Polster-Herz)

 

 

„Zeichen des glücklichen Herzens ist ein frohes Gesicht; Sorgen und Kummer sind quälendes Grübeln.“ (Sir 13, 26)

„Glück“ ist auch ein Thema des Alten Testamentes (z. B. Weisheitsbuch Jesus Sirach), welches im Herzen verankert ist. Das „Herz“ ist das Zentrum des Menschen. In der Vorstellung der biblischen Zeit war das der Ort, wo sie das Wesentliche im Menschen abspielt: das geistige Wahrnehmen, das Nachdenken, das Urteilen, das Wollen und das Planen. Und das glückliche Herz spiegelt sich im frohen Gesicht wider: keine Sorgenfalte, keine Träne, kein stierer und vergrämter Blick. Tägliche Sorgen verkümmern den Lebenswillen, belasten das Herz und machen an Leib und Seele krank.

„Gut ist der Reichtum, wenn keine Schuld an ihm klebt; schlimm ist die Armut, die aus Übermut entstand.“ (Sir 13, 24)

Reichtum ist kein Übel. Aber auf korrupte Weise angeeigneter Reichtum kann Unruhe bei Tag und Nacht zur Folge haben. Die Sorge, nicht erwischt zu werden und dem Betrogenen nicht zu begegnen, ist allgegenwärtig. Dazu kommt der Kummer, die Hochschätzung im Nu zu verlieren.

Eine unkontrollierte Maßlosigkeit und übersteigertes und nicht mehr angemessenes Selbstwertgefühl können – so wie bei einem Lottogewinner, der mit dem Gewinn nicht mehr umgehen kann – in den Ruin und wieder in die Armut führen.

„Wohl dem Menschen, dem sein eigener Mund keine Vorwürfe macht, der nicht klagen muss vor Kummer über seine Sünden.“ (Sir 14, 1)

Überschnell und oft unbedacht zerredet man Mitmenschen. Verletzende Worte und Schuldzuweisungen können aber wie ein Frisbee sein. Sie kommen zurück, strapazieren das Gewissen und häufen Schuldgefühle an.

„Das Herz des Menschen verändert sein Gesicht und macht es heiter oder traurig.“ (Sir 13, 25)

Die Zufriedenheit und das Glück sind dem Menschen ins Gesicht geschrieben.