
(Foto Fantur: gesunde Weidenröschen in den Dolomiten Italiens)
Ein Erfolgsrezept der Urkirche war auch, dass Christen nach ihren Gnadengaben wirkten. Sie zeichneten sich durch Weisheit, Wunderkräfte, Prophetie, … (siehe 1. Kor. 12,8-10) aus – jeder nach seinen Fähigkeiten und Talenten. Somit waren sie überzeugend und mitreißend; ein Leben aus Überzeugung zeichnete ihren christlichen Glauben aus.
Gebremste Bewegung
Aus einer Bewegung entwickelte sich eine institutionalisierte Kirche, aus den Gnadengaben entstanden Ämter mit Pflichterfüllungen. Somit vermischten sich begnadete Impulse mit verbrieften Regeln. Staat, festgefahrene Strukturen und gesellschaftliche Umklammerung können aber den christlichen Geist ermüden, relativieren und abschwächen sowie unbeweglich machen. Aus den Originalbotschaften können dann Kopien jede Art entstehen.
Erneuerte Bewegung
Ein Original ist wie eine von den Wurzeln gut ernährte Pflanze, die aus der Kraft des Ursprungs ihre Lebenskraft entwickelt. Die Kirche sollte mehr Bewegung sein mit anhaltender Rückbesinnung auf den Ursprung des christlichen Glaubens sowie auf die gelebten und erfahrenen Vorbilder der Vergangenheit. Mehr „in Bewegung setzen“ bedeutet, mehr Qualität und nicht nur Quantität sowie mehr Veränderung. Gnadengaben, Talente und Fähigkeiten sollten über den zusätzlichen Pflichterfüllungen und dem Alltagstrott stehen.

