Christenverfolgung

SELIG DIE ERFOLG-REICHEN UND MACHT-GEILEN?

(Foto Fantur: Kletterer in der Berglandschaft von Gosau, Salzburg)

 

Im Neuen Testament drückt sich das Glück im Eigenschaftswort „selig“ aus (siehe Bergpredigt Mt 5). Jesus verleiht diesem wertvollen Gut eine tiefere Dimension. Dabei soll das Glück für alle, auch für die Entrechteten und Außenseiter gelten.

Passt das noch in die heutige Zeit? Widersprechen Jesu Seligpreisungen dem Massengeschmack des Zeitgeistes? Eine Gegenüberstellung von Jesus Seligpreisungen und irdischen Glücksbringern. Aber nicht alle schwimmen mit der Hauptströmung!

Seligpreisungen versus Mainstreaming

„Selig sind, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,2).                                                                                      „Selig die ErfolgReichen und MachtGeilen, denn Ihnen gehört das Erdenreich.“ (Mainstreaming)

„Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“ (Mt 5,4).                                                                                                        „Selig jene, die mit Lust, Spaß und Unterhaltung dem Leid immer ein Schnippchen schlagen.“ (Mainstreaming)

„Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.“ (Mt 5,5)                                                                                        „Selig jene, die am längeren Ast sitzend, den Schwächeren die Lebensgrundlage samt Land wegnehmen.“ (Mainstreaming)

„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.“ (Mt 5,6)                                                          „Selig, die Kontrollfreaks über die Meinungsfreiheit und den Kapitalmarkt; denn sie werden bewundert, nachgeäfft und gewählt werden.“ (Mainstreaming)

„Selig, die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“ (Mt 5,7)                                                                                                    „Selig jene, die populistischer Manier niemals vergessen können und immer auf Rache aus sind.“ (Mainstreaming)

„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8)                                                                                            „Selig ist jener, der geschickt seine Schandtaten verstecken kann und sein Herz scheint vor den anderen weiß wie Schnee.“ (Mainstreaming)

„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)                                                                              „Selig die Wölfe im Schafspelz, die Unwahrheiten und Vorurteile verbreiten, um Gewalt zu rechtfertigen und selbst Lobeshymnen zu ernten.“ (Mainstreaming)

„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,10)                                        „Selig sind jene, die sich wie Chamäleons anpassen und mit der Masse schwimmen; so dass sie niemals Nachteile erfahren.“ (Mainstreaming)

 

(Foto Fantur: Seligpreisungen in der Kirche am Steinhof in Wien, Jugendstil-Bauwerk von Otto Wagner)

GEKÖPFTE MARIA – VERWÜSTETE KIRCHEN

 

(Fotos CiN: verwüstete christliche Gotteshäuser in Syrien und Irak)

„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,10)

„In Nord-Nigeria geht der schleichende Genozid an Christen weiter.“ (Christen in Not, September 2024, 3).120.000 armenische Christen wurden aus Berg-Karabach (Aserbaidschan) vertrieben (vgl. CiN, August 2024, 3). Christliche Studentin in Assiut in (Ägypten) wurde zur Zwangsislamisierung entführt (CiN, März 2024, 4).  Hundert Mal wurde der populäre christliche Straßenprediger Chen Wensheng (China) inhaftiert (CiN, Jänner 2024, 4). „Mit dem Massaker von Kandhamal in Odisha im Jahr 2008 wurde der Staat Zeuge des vielleicht schwersten Angriffs auf Christen in der jüngeren Geschichte Indiens.“ (CiN, Ausgabe 8, 2020, 4). Das sind nur einige ausgewählte Schlagzeilen von den jüngsten Berichten über Christenverfolgungen von „Christen in Not“. Die internationale Organisation setzt sich für verfolgte Gläubige (nicht nur Christen) ein.
Zurzeit wütet die größte Christenverfolgung der Geschichte der Menschheit. Rund 200 Millionen Christen, in 172 Ländern, werden weltweit diskriminiert, so Christen in Not. Jemanden nur des Glaubens willen zu verfolgen, zu vertreiben oder zu töten, besudelt seine eigene Religion. Diese diabolische Einstellung kommt der Gotteslästerung gleich und die Verfolgungen verachten das menschliche Wesen als Abbild Gottes. Darüber hinaus widerspricht die Christenverfolgung der Haupt-Säule des Islam, dem Zakat, wonach die Hilfe an Armen und Notleidenden zur Pflicht gemacht wird.
CiN erwähnt auch eine „Christianophobie“ in Europa. „In den westlichen Ländern gibt es eine latente ‚psychische Verfolgung‘, die darauf ausgerichtet ist, die religiösen Gefühle der Christen zu treffen (https://christeninnot.com/christenverfolgung/#verfolger).

Bei übler Nachrede in der breiten Öffentlichkeit kann der Täter eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bekommen. Rufmord, der das Ansehen einer Person ruiniert und Existenzen zerstört, wird unter Berufung auf das StGB geahndet      (https://www.anwalt.org/rufmord/). Verletzung der religiösen Gefühle und Stigmatisierungen werden einfach bagatellisiert, als Scherz abgetan oder in das Recht auf kulturelle Freiheit verpackt. Pauschale Verletzungen der religiösen Gefühle beleidigen nicht nur die Institution Kirche, Vatikan und den Papst, sondern jeden einzelnen auch im Rang „einflusslosen“ Christen.