Allerheiligen

DIE UNSTERBLICHEN

(Fotos Fantur: Kirche Sant’Apollinare Nuovo, Ravenna)

 

 

„Du hast Gewalt über meinen Körper, aber über meine Seele vermagst du nichts; denn über sie hat Gott allein Macht,“ erwiderte Florian dem Stadthalter Aquilin. Er weigerte sich den heidnischen Göttern zu opfern und bekannte sich zu Christus. Er wurde zur Zeit der diokletianischen Christenverfolgung mit einem Stein um den Hals in der Enns ertränkt. Florian (Gedenktag: 4. Mai) ist der Schutzheilige unter anderem bei Feuer- und Wassergefahr. Die Feuerwehrleute werden auch Florianjünger genannt.

 

Unsterbliche Beschützer

 

Er war einer unter den zahlreichen christlichen Märtyrern der Antike, die für den christlichen Glauben ihr Leben hingaben. In der christlichen Nachwelt wurden sie zu unsterblichen Schutzpatronen. Das sind Heilige, die Fürsprecher für einen Berufsstand, Zustand, Ort oder Land geworden sind.

Märtyrer in weiß

 

Einen besonderen Stellenwert und Bedeutung bekommen die Märtyrer-Heiligen in der Kirche San Apollinare di Nuovo in Ravenna. An der Nordwand sind die Märtyrerinnen und an der Südwand die Märtyrer dargestellt. Die Märtyrerinnen ziehen in Begleitung der hl. drei Könige hin zu Maria mit dem Jesuskind im Schoß. Das Prozessionsziel der Märtyrer ist der thronende Christus. Die Palme steht für den Sieg und die Überwindung des Todes; in den Händen tragen sie Lorbeerkronen in Erinnerung an ihr Leiden. Sie sind in eine weiße Tunika gehüllt, die weiße Farbe symbolisiert die Reinheit und Unschuld.

HERBSTLICHER SEELENSPIEGEL

 

(Foto Fantur: Kranachberg im südsteirischen Gamlitz)

Die dritte Jahreszeit ist eingebettet zwischen der Hochblüte des Sommers und dem dunklen und kalten Winter. Im Herbst wird geerntet, die Blätter verfärben sich und fallen von den Bäumen, Tiere suchen warme Domizile oder rüsten für die kalte Winterzeit und die Natur legt sich zur Ruhe. Und der Mensch nimmt sich Zeit ein wenig zurückzuschalten und zu reflektieren.

Beständige Treue

In dieser Übergangszeit gibt es starke Lebenszeichen. Zu Allerheiligen (1. November) gedenkt man der Heiligen, die in der Antike unter Einsatz ihres Lebens der Christenverfolgung trotzten, einige als Märtyrer starben und den starken Lebens- und Überlebenswillen bekundeten.

Grenzenlose Verbundenheit

Zu Allerseelen (2. November) gedenkt man der Verstorbenen. Symbole, die dieses Fest prägen, vermitteln einen Hoffnungsschimmer. Dazu gehören auf dem Grab das Kreuz, die Kerzenlichter und viel sattes Grün in Form eines Kranzes oder Gestecks mit frischen Blumen. All diese Zeichen hauchen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ein. Die Gebete und der Segen am Grab erbitten für den verstorbenen Angehörigen die Ruhe in Frieden.