BARMHERZIGKEIT GEGEN HARTHERZIGKEIT


(Foto Fantur: 8-eckige Kirche in Israel für 8 Seligpreisungen)


(Foto Fantur: 8-eckige Kirche in Israel für 8 Seligpreisungen)

(Foto Fantur: Villach trauert nach dem islamistischen Anschlag vom 15. Februar 2025)

(Foto Fantur: „Berg der Seligpreisungen am Nordufer des Sees Genezareth, Israel)
Auf einem Hügel am Nordufer des Sees Genezareth stellt Jesus in der sogenannten Bergpredigt (Mt 5 1-11), den Seligpreisungen, sein Missionsprogramm vor. Die ersten zwei ausgewählten Seligpreisungen (Makarismen) lauten:
Wer sind jene, die verarmt sind? Sind es nicht jene, die im alltäglichen Lebenskampf den Blick für das Geistige und Geistliche aus dem Blickwinkel des Lebens nicht verloren haben? Sie wehren sich gegen die Erstickungsgefahr durch die alltägliche Sorgen und Plagen. Sie bieten dem Wunsch nach unbegrenztem Konsumverhalten die Stirn und versumpfen nicht in der Gier nach noch mehr im Meer der Unersättlichkeit. Ihr Neid und ihre Gier verhärten nicht das Herz (Gewissen). Ihre Bescheidenheit macht sie freier und offener für geistliche Dimensionen, sie sind reich an emotionaler Ausgeglichenheit und motiviertem, sozialen Handeln sowie bereichert von sinnstiftenden Momenten.
Die Trauer macht einsam, man fühlt sich machtlos und ausgeliefert. Sie ist oft die zweite Seite der Lebensmedaille, die den roten Faden und die Glückssträhne bekleckern kann. Rückschläge, die sich in Form von Krankheit, Verlust, Tod und so weiter ausdrücken, werfen den Trauernden aus den Bahnen, machen ihn mutlos und geben ihn kaum mehr Hoffnung. Selig sind jene, die im Tiefgang der Trauer nicht allein gelassen werden, Zuflucht finden und sich am Anker der Hoffnung klammern können. Trost können die Nahestehenden durch ihre Anwesenheit, das Zuhören und durch aufmunternde Worte geben. Die Überzeugung, von Gott nicht im Stich gelassen zu werden, lindert trotz aller Widrigkeiten die Trauerlage.

(Foto Fantur: Seligpreisungen in der Kirche am Steinhof in Wien, Jugendstil-Bauwerk von Otto Wagner)

(Foto Fantur: Kletterer in der Berglandschaft von Gosau, Salzburg)
Im Neuen Testament drückt sich das Glück im Eigenschaftswort „selig“ aus (siehe Bergpredigt Mt 5). Jesus verleiht diesem wertvollen Gut eine tiefere Dimension. Dabei soll das Glück für alle, auch für die Entrechteten und Außenseiter gelten.
Passt das noch in die heutige Zeit? Widersprechen Jesu Seligpreisungen dem Massengeschmack des Zeitgeistes? Eine Gegenüberstellung von Jesus Seligpreisungen und irdischen Glücksbringern. Aber nicht alle schwimmen mit der Hauptströmung!
„Selig sind, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,2). „Selig die ErfolgReichen und MachtGeilen, denn Ihnen gehört das Erdenreich.“ (Mainstreaming)
„Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“ (Mt 5,4). „Selig jene, die mit Lust, Spaß und Unterhaltung dem Leid immer ein Schnippchen schlagen.“ (Mainstreaming)
„Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.“ (Mt 5,5) „Selig jene, die am längeren Ast sitzend, den Schwächeren die Lebensgrundlage samt Land wegnehmen.“ (Mainstreaming)
„Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.“ (Mt 5,6) „Selig, die Kontrollfreaks über die Meinungsfreiheit und den Kapitalmarkt; denn sie werden bewundert, nachgeäfft und gewählt werden.“ (Mainstreaming)
„Selig, die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.“ (Mt 5,7) „Selig jene, die populistischer Manier niemals vergessen können und immer auf Rache aus sind.“ (Mainstreaming)
„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8) „Selig ist jener, der geschickt seine Schandtaten verstecken kann und sein Herz scheint vor den anderen weiß wie Schnee.“ (Mainstreaming)
„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9) „Selig die Wölfe im Schafspelz, die Unwahrheiten und Vorurteile verbreiten, um Gewalt zu rechtfertigen und selbst Lobeshymnen zu ernten.“ (Mainstreaming)
„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,10) „Selig sind jene, die sich wie Chamäleons anpassen und mit der Masse schwimmen; so dass sie niemals Nachteile erfahren.“ (Mainstreaming)

(Foto Fantur: Seligpreisungen in der Kirche am Steinhof in Wien, Jugendstil-Bauwerk von Otto Wagner)