Caritas

GERECHTIGKEITS-EIFERER GESUCHT!

(Foto Fantur: Schüler:innen der HTL Villach spendeten für die Ukraine)

 

„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)

Einige Religionskritiker werfen der Religion vor, die Menschen zur Passivität zu verleiten und nur ins Jenseits zu vertrösten. In dieser Seligpreisung Jesu werden aber Friedens-Stifter angesprochen, das wären jene Personen, die sich nicht friedlich verhalten und wegschauen, sondern Akzente für den Frieden setzen. Kürzlich berichtete „Vatican News“, dass in Polen mehr als 2.000 Ordensfrauen Juden retten. Auch Bischof Oscar Romero setzte sich für die Armen und Entrechteten in El Salvador ein und wurde 1980 während der Messe hingerichtet. Franz Jägerstätter (St. Radegund, OÖ.) lehnte den Wehrdienst mit der Waffe für das Naziregime ab und wurde hingerichtet. Das waren Taten und keine Vertröstungen.
Friedensstifter sind auch jene, die nicht medial auffallen und nicht in Geschichtsbüchern genannt werden. Darunter ist Hans, der täglich den Obdachlosen der Caritas ein warmes Essen verteilt; Trude, die gegen die Gewalt gegen Kinder aufbegehrt; Eltern, die den Kindern das Gewissen verfeinern und ein anständiges Leben vorleben. Dazu gehört auch Peter, der die verfolgten Christen unterstützt sowie die Spendenaktion der HTL Villach für die Kriegsopfer in der Ukraine.

„Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ (Mt 5,10)

Das Weisheitsbuch im Alten Testament beschreibt, dass Gerechte für die Gesellschaft störend sind: „Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist unbequem und steht unserem Tun im Wege. … Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf … Als falsche Münze gelten wir ihm.“ (Weish 2,12.14.16)
Der Selbstgerechte schafft sich in der Gesellschaft Rahmenbedingungen, in denen er immer gut abschneidet, koste es, was es wolle. So werden Paragrafen zu seinem Gunsten zurecht geschoben und das Gewissen dem eigenen Nutzen untergeordnet. Seiner Meinung nach strapazieren Gerechtigkeitsfanatiker nur sein Gewissen und sie werden mit Drohungen, Geld, Inhaftierung, Ermordung, … mundtot gemacht.
Synonyme für Gerechtigkeit wären: Unbestechlichkeit, Objektivität, Gemeinwohlbestrebungen, Fairness, Nächstenliebe, … Damit schläft man ruhiger.