Hospiz

IN WÜRDE BIS ZUM TOD

(Foto Fantur: und dem ewigen Licht entgegen)

 

 

Patientenverfügung

Meine Patientenverfügung

  • Meine Daten

Vorname(n)          __P.    ________________________________________________

Nachname(n)    __ F.     _______________________________________________

 

  • Beschreibung meiner persönlichen Umstände und Einstellungen

Ereilt mich in meinem fortschreitendem Alter der Umstand, dass meine Tage, Monate oder meine begrenzten Jahre gezählt sind und ich aufgrund meiner Erkrankung nicht imstande bin, durch entsprechende Worte oder Zeichen mich zu verständigen und äußern, ersuche ich die behandelnden Ärzte: innen und meine Angehörigen, diesen meinen letzten Willen und letzten Lebenswunsch zu berücksichtigen.

  • Inhalt der Patientenverfügung

Im Schweiße meines Angesichtes habe ich in meinem Leben den Beruf ausgeübt, eine Familie gegründet und versucht – so gut es mir möglich war – den Hinterbliebenen eine materielle Absicherungen zu gewährleisten. Ich wünsche mir, dass ich niemals erlebe, als hoffnungsloser alter Mann behandelt zu werden, denn die Würde möchte ich bin zum letzten Atemzug nicht verlieren. Niemand kann seinen letzten Lebensabschnitt bestimmen und bestellen. Ich versuchte mein Bestes zu geben und erwarte nur so genommen zu werden, wie ich bin. Bitte keine Verpflanzung in eine vielleicht kalte und fremde Umgebung. Jahrzehntelang versuchte ich die familiäre Wärme in den eigenen vier Wänden auszustrahlen und zu geben. Hier möchte ich meinen letzten Lebensabschnitt verbringen.

Im Falle, dass ich selbst nicht mehr kann und auf die Pflege anderer angewiesen bin, möchte ich den Verwandten nicht zur Last fallen, zugleich aber möchte ich unter den stark eingeschränkten Umständen leben. Niemand weiß, was man unter diesen Lebensumständen noch denken, ordnen, bereinigen, … kann. Auch „klinisch Tote“ sind nicht definitiv tot. Niemand darf in meiner krankheits- und altersbedingten Situation meine Gefühle missbrauchen und mich so beeinflussen sowie Druck ausüben, dass ich vorzeitig lebensmüde werde und Auswärtige gegen meinen Willen mein Leben beenden.  Vielleicht wäre für jemanden mein vorzeitiges Ableben von eigenem Nutzen. Meine Ohnmacht auszunutzen wäre würdelos und schäbig.

Ich erwähnte, dass ich den Verwandten nicht zur Last fallen möchte und in meinem kaum ansprechbaren Zustand erwarte ich mir ein Zuhause zum Beispiel in der Hospizbewegung. In der familiären Umgebung werden mit dir Ärzte: innen mit Hilfe der Palliativmedizin die Schmerzen lindern. Dort kann ich in familiärem Ambiente Abschied nehmen, meine Familie um mich haben, den Priester als geistlichen Begleiter erleben und mein Herz erleichtern, wenn ich Personen um Verzeihung bitte.

Wenn ich nur mehr durch medizinisch-technische Geräte am Leben erhalten werden kann, dann soll die Ärzteschaft nach ihrem Ermessen und nicht überhastig meinem künstlichen und irreparablen Leben ein Ende setzen. Auch am Lebensende möchte ich eine gute Tat setzen. Ich möchte meine gesunden Organe spenden, um Leben zu retten.  

 

 

(Foto Fantur: Überlebenskampf des vertrockneten Baumes im Bleistätter Moor, Steindorf am Ossiacher See)