Wert des Ungeborenen

IM GESPRÄCH MIT DEM UNGEBORENEN

(Kopie Fantur: in der Warteschlange des Mutterleibs)

 

 

Du bringst so viel Freude in mein Leben. Du erkennst meine Stimme. Wie gerne würdest du mir etwas sagen wollen. Stattdessen strampelst du mit deinen Füßen gegen meinen Bauch. Ein kräftiges Lebenszeichen von dir, mein Junge. Sofort wirst du ruhiger, wenn ich zum Summen beginne und wenn ich dir Ana Bekoach vorsinge. So wie Gott im Sabbatlied gepriesen wird, so herrlich bist du mein Sohn. Du bist ein Teil von mir, ich werde dich in allen Situationen nicht zurücklassen und immer unterstützen. Es wäre herzzerreißend, wenn du vor mir das letzte Kreuz auf dich nimmst.

Was wird dich nach einigen Monaten auf der Welt erwarten? Jetzt bist du so nah bei mir bestens aufgehoben. Du wiegst dich im Fruchtwasser in Sicherheit, du purzelst, schluckst und machst ruckartig auf dich aufmerksam. Wird uns auch der Vater beistehen und unterstützen und wohl nicht verlassen? Er wird uns nicht verlassen, denn du bist was Besonderes, Einzigartiges, Auserwähltes.

Ich bin schon so neugierig auf den ersten Begrüßungsaufschrei, dein erstes Lächeln, deine Grübchen, … Und wenn du nicht ganz gesund bist, ich nehme dich so, wie du bist und verlass dich niemals. Aber nicht nur ich allein, auch dein Papa wird dir wie ein Fels in der Brandung sein. Was wird dich in der Außenwelt erwarten? Wenn die Welt um uns noch so kalt ist, unser Haus soll dir die nötige Wärme und Geborgenheit geben.